Posted by: Falk
Re: Poison oder Surly? - 01/01/10 10:38 PM
Zitat:
Hast Du da außer GLaubengrundsätzen - dass es sich um solche handelt lässt sich ja daraus schließen, dass Du"Bekehrung" zu vermeiden suchst- auch konkretes vor zu bringen?
Klar, ich dachte nur, dass alte Mitglieder das noch wissen. Immerhin wurden die Eigenschaften dieser Einrichtung(en) schon ein- oder zweimal erörtert.
Das este ist doch die Frage, was man damit bezweckt. Seltsamerweise haben die Kettenschaltungsfahrer kein Problem mit einem federbelasteten Spannwerk. dieses bietet den vorteil, dass es selbsttätig arbeitet und eigentlich keine Aufmerksamkeit erfordert. Einen Nebenvorteil bietet es außerdem, Du kannst ein zweites Kettenblatt benutzen und hast Reserven für lange Steigungen. Das Hinterrad hat eine definierte Einbaulage, Einstellarbeiten fallen nicht an. Der Nachteil, dass die Kette springt, wenn sie sich mit dem Ritzel nicht verträgt, ist zu veraschmerzen. Entweder, Du wechselst die Kette rechtzeitig oder eben zusammen mit dem Ritzel. Bei einer fest abgespannten Kette springt zwar erstmal nichts, aber bei einer unpassenden Kombination von Kette und ritzel steigt der Verschleiß massiv an.
Exzentertretlager sind eine feine Sache, nur eben nicht selbsttätig. Die definierte Einbaulage hat das Hinterrad genauso wie mit Spannwerk. Die geringe Veränderung der Tretlagerlage halte ich für unkritisch. Die Möglichkeit, ein Hilfskettenblatt zu verwenden, gibt es ebenfalls nicht.
Naja, und nun zum thema »verstellbare Ausfallenden«. die Idee wäre ja gar nicht so übel, wenn man nicht auf die rahmenparallele Stellung des Hinterrades achten müsste. Gäbe es eine stabile Überlaufstrebe mit Führung unter dem Tretlager, dann wäre das in Ordnung. So, wie es aber derzeit geliefert wird, ist es nicht viel besser als die waagerechten Ausfallenden, mit denen die Radfahrer über jahrzehnte genervt wurden. Die Stellung der Hinterradbremse muss nach Regulierarbeiten zumindest geprüft werden. Dass immermal einer sagt »Regulieren war bei mir nicht notwendig« ist im Einzelfall schön. Es besagt aber nicht, dass es nie nötig ist. Ich durfte schon eine ganze Weile fuddeln. Wenn dann noch eine Postmountbremszange dazukommt und diese mit Kugelbuchsen einzustellen ist, dann gibt es für eine sinnvolle Konstruktion viel zu viele Freiheitsgrade.
Ich möchte aber niemandem die Freude an Einstellarbeiten nehmen, vor allem dann nicht, wenn sie wegen jeder Lappalie wiederholt werden müssen. Nur melde ich mich garantiert nicht freiwillig.
Falk, SchwLAbt