Posted by: HelgeWI
Re: Wartungsarme Scheibe mit hoher Leistung? - 08/11/09 10:36 AM
Das Hydrauliköl könnte natürlich Wasser durch irgendeine Verschmutzung abbekommen haben, evtl. wäre auch ein Eindringen über Dichtungen z.B. bei Hochdruckreiniger-Quälereien denkbar, das wäre aber alles extrem unwahrscheinlich. Insofern ist der Satz sehr weit hergeholt.
Würde wirklich Wasser in ein Mineralöl-System eindringen, hätte das schlimmere Folgen, als im DOT-System, da das Wasser im Mineralöl nicht gelöst wird, enfrieren kann und schon bei 100°C zu Dampfblasen führen würde.
Auch DOT muß das Wasser erst mal durch Spalten und Ritzen, über den Behälter bzw. dessen Ausgleichsbohrung etc. der Umgebung entzogen habe.
Das hygroskopische Verhalten ist hier sogar erwünscht, um obiges Problem auszuschließen.
Es gibt aber tatsächlich 2 Arten von Fading, einmal das durch dir beschrieben Dampfblasen, die bei DOT irgendwo weit jenseits der 200°C (am Ende bei maximal zulässigem Wassergehalt >150°C) auftreten (kein eigentliches Fading).
Hier wird der Druckpunkt verschlechtert, die Bremskraft aber nicht.
Zum anderen das eigentliche Fading durch wärmebedingtes Ausdehnen der mechanischen Träger der Reibpartner, wodurch der Formschluß verschlechtert wird. Die notwendige Betätigungskraft wird deutlich erhöht.
Insofern hatte Falk schon recht, wenn auch umgangssprachlich Fading für beides gebraucht wird.
Anlagen und Flüssigkeiten für Mineralöl auf der einen und DOT (Glykolbasis) auf der anderen Seite dürfen auf keinen Fall vertauscht werden, die Flüssigkeit des einen löst mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Dichtungen des anderen auf, mal schneller, mal langsamer,
Gruß
Helge
Würde wirklich Wasser in ein Mineralöl-System eindringen, hätte das schlimmere Folgen, als im DOT-System, da das Wasser im Mineralöl nicht gelöst wird, enfrieren kann und schon bei 100°C zu Dampfblasen führen würde.
Auch DOT muß das Wasser erst mal durch Spalten und Ritzen, über den Behälter bzw. dessen Ausgleichsbohrung etc. der Umgebung entzogen habe.
Das hygroskopische Verhalten ist hier sogar erwünscht, um obiges Problem auszuschließen.
Es gibt aber tatsächlich 2 Arten von Fading, einmal das durch dir beschrieben Dampfblasen, die bei DOT irgendwo weit jenseits der 200°C (am Ende bei maximal zulässigem Wassergehalt >150°C) auftreten (kein eigentliches Fading).
Hier wird der Druckpunkt verschlechtert, die Bremskraft aber nicht.
Zum anderen das eigentliche Fading durch wärmebedingtes Ausdehnen der mechanischen Träger der Reibpartner, wodurch der Formschluß verschlechtert wird. Die notwendige Betätigungskraft wird deutlich erhöht.
Insofern hatte Falk schon recht, wenn auch umgangssprachlich Fading für beides gebraucht wird.
Anlagen und Flüssigkeiten für Mineralöl auf der einen und DOT (Glykolbasis) auf der anderen Seite dürfen auf keinen Fall vertauscht werden, die Flüssigkeit des einen löst mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Dichtungen des anderen auf, mal schneller, mal langsamer,
Gruß
Helge