Ob sich ein altes Rennrad noch als Reiserad umbauen lässt, aus meiner Erfahrung eher nein! Vielmehr wäre noch die Frage zu klären, was ein richtiges Rennrad ist! Ein Rennrad, da seinen Namen verdient, d.h. es wurde gebaut um Rennen zu fahren und auch zu gewinnen eignet sich aus folgenden Gründen weniger: ...
Ich verstehe auch nicht so ganz, warum man unbedingt versuchen sollte, ein Rad, das definitiv für einen ganz anderen Zweck entworfen worden ist, zum Reiserad umzubauen - Sensole hat die entscheidenden Argumente schon genannt. Dass es (irgendwie) geht, ist klar, aber sinnvoll finde ich es nicht - zumal, da es doch seit 1976 in Serie gebaute leichte (Renn-)Reiseräder von Koga Miyata gibt, die auf die entsprechenden Gewichtsbelastungen hin konstruiert und von der Geometrie her dem Zweck "schnelles Reisen mit (etwas) Gepäck" angepaßt sind. So ein 1980er Koga Miyata 'Gents Touring' habe ich mir zu Jahresbeginn zugelegt und bin sehr zufrieden damit

Das ist natürlich ein Klassiker, der im Vergleich zu modernen Rädern mehr Aufmerksamkeit beim Schalten erfordert und für den es mit der Ersatzteilversorgung schwieriger ist, aber die entsprechenden Modelle von Koga ab 1985 mit Cantilever-Bremsen eignen sich auch heute noch als schnelle Reiseräder.
Und natürlich gibt es nicht nur Koga - die Auswahl an bezahlbaren leichten und schnellen Reiserädern ist heute wirklich groß und gut ausdifferenziert. Daher sehe ich absolut keine Notwendigkeit, Rennräder zu Reiserädern umzubauen - man nimmt diesen Rädern damit ihren entscheidenden Vorteil, das geringe Gewicht, und handelt sich etliche gravierende Nachteile/Probleme ein ...