Posted by: zwerginger
Re: Racing Ralph als Reisereifen? - 05/16/09 10:52 AM
Hallo Stefan,
du bist den RR gefahren, er gefällt dir und du hast den optimalen Einsatzbereich für den RR bereits gut beschrieben. Auf nicht fester, trockener Fahrspur kenne ich momentan nichts besseres - Die gute Nachricht: Deine RR werden München-Venedig-München locker überstehen, wenn auch mit deutlich abnehmender Stollenhöhe. Der Reifen dürfte nach der Reise seinem Ende entgegen sehen, aber er wird dich schön leicht über Sand, Waldboden und Schotter tragen.
Die nicht so gute Nachricht: Der RR ist kein robuster Reisereifen. In der Tat nimmst du besser einen Ersatzschlauch mehr mit.
Was Mountainbiker jedoch gern mal vergessen, ist der Umstand, dass dicke aber leichte Schlappen sich zwar mit wenig Luft noch gut fahren lassen, dann aber wesentlich öfter Löcher einfangen. Einen 2,25' RR mit 2 bar zu fahren ist im Gelände kein Problem. Wenn sie eine leichte Pelle wie den RR fahre, dann müssten MTBler jedoch eigentlich wissen, dass dies auf Kosten des Pannenschutzes geht und man sich als Luftpumpenverweigerer die Tour vermasselt.
Wer in der 90kg+ Klasse fährt, wie auch ich, und dazu noch Gepäck um die 25kg bewegt, fährt besser zwischen 2,5 und 3 bar. Diese Regel beherzigend habe ich in diesem Jahr mit Nobby Nic vorne und Racing Ralph hinten noch kein Loch gehabt.
Die Alternativen (die ich kenne): In der Sierra Nevada und in den Alpen war ich mit 3 "Schwalbe"-Kombinationen unterwegs (v/h): RR-RR; SmartSam-SmS; FatAlbert-SmS.
Smart Sam sollte haltbarer als RR sein, ich hatte allerdings mit ihm exakt die Anzahl Löcher, die ich 2 Jahre zuvor mit den RR in der Sierra Nevada auch hatte. Kann mal vorkommen. Die Traktion ist ganz ok, wenn man nicht weiß, um wievel besser der RR im trockenen Singletrail funktioniert. Der Sam hat im Gelände eigentlich nicht viel zu bieten. Die Haltbarkeit/ Dauerhaftigkeit ist jedoch richtig toll. Wen die Geräusche des RR auf der Straße stören, fährt mit dem SmS auf jeden Fall besser. Dass er auf der Straße besser rollt als der RR würde ich allerdings nicht behaupten.
Wegen der schlechten Seitenführung (und der Steinefresserei) des SmS bin ich für die Alpenüberquerung im vergangenen Jahr vorne auf den Fat Albert umgestiegen - Wow!
Wenn dir große Klötze im Wege liegen, bringt dich Fat Al sicher rüber und aus tiefen Rinnen kannst du die Fuhre locker herauslenken. Auf der Straße macht der Albert natürlich eine traurige Figur. Er ist vor allem sicher im Gelände.
Mein Tipp. Mach das mit dem RR. Rechne nicht damit, dass du ohne Löcher davon kommst. Pumpe stets auf das angegebene Luftdruckmaximum und sei nicht traurig wenn deine Reifen nach der Tour arg mitgenommen aussehen. Rollen tun sie ja grandios
Micha
du bist den RR gefahren, er gefällt dir und du hast den optimalen Einsatzbereich für den RR bereits gut beschrieben. Auf nicht fester, trockener Fahrspur kenne ich momentan nichts besseres - Die gute Nachricht: Deine RR werden München-Venedig-München locker überstehen, wenn auch mit deutlich abnehmender Stollenhöhe. Der Reifen dürfte nach der Reise seinem Ende entgegen sehen, aber er wird dich schön leicht über Sand, Waldboden und Schotter tragen.
Die nicht so gute Nachricht: Der RR ist kein robuster Reisereifen. In der Tat nimmst du besser einen Ersatzschlauch mehr mit.
Was Mountainbiker jedoch gern mal vergessen, ist der Umstand, dass dicke aber leichte Schlappen sich zwar mit wenig Luft noch gut fahren lassen, dann aber wesentlich öfter Löcher einfangen. Einen 2,25' RR mit 2 bar zu fahren ist im Gelände kein Problem. Wenn sie eine leichte Pelle wie den RR fahre, dann müssten MTBler jedoch eigentlich wissen, dass dies auf Kosten des Pannenschutzes geht und man sich als Luftpumpenverweigerer die Tour vermasselt.
Wer in der 90kg+ Klasse fährt, wie auch ich, und dazu noch Gepäck um die 25kg bewegt, fährt besser zwischen 2,5 und 3 bar. Diese Regel beherzigend habe ich in diesem Jahr mit Nobby Nic vorne und Racing Ralph hinten noch kein Loch gehabt.
Die Alternativen (die ich kenne): In der Sierra Nevada und in den Alpen war ich mit 3 "Schwalbe"-Kombinationen unterwegs (v/h): RR-RR; SmartSam-SmS; FatAlbert-SmS.
Smart Sam sollte haltbarer als RR sein, ich hatte allerdings mit ihm exakt die Anzahl Löcher, die ich 2 Jahre zuvor mit den RR in der Sierra Nevada auch hatte. Kann mal vorkommen. Die Traktion ist ganz ok, wenn man nicht weiß, um wievel besser der RR im trockenen Singletrail funktioniert. Der Sam hat im Gelände eigentlich nicht viel zu bieten. Die Haltbarkeit/ Dauerhaftigkeit ist jedoch richtig toll. Wen die Geräusche des RR auf der Straße stören, fährt mit dem SmS auf jeden Fall besser. Dass er auf der Straße besser rollt als der RR würde ich allerdings nicht behaupten.
Wegen der schlechten Seitenführung (und der Steinefresserei) des SmS bin ich für die Alpenüberquerung im vergangenen Jahr vorne auf den Fat Albert umgestiegen - Wow!
Wenn dir große Klötze im Wege liegen, bringt dich Fat Al sicher rüber und aus tiefen Rinnen kannst du die Fuhre locker herauslenken. Auf der Straße macht der Albert natürlich eine traurige Figur. Er ist vor allem sicher im Gelände.
Mein Tipp. Mach das mit dem RR. Rechne nicht damit, dass du ohne Löcher davon kommst. Pumpe stets auf das angegebene Luftdruckmaximum und sei nicht traurig wenn deine Reifen nach der Tour arg mitgenommen aussehen. Rollen tun sie ja grandios

Micha