Posted by: StefanTu
Re: Gefahr durch giftige Vorderradbremse - 03/24/09 09:08 AM
In Antwort auf: Flachfahrer
Bei allen bauformen mit bremstechnisch günstiger schwerpunktlage (lange oder tiefe liegeräder, lange lastenräder, (vollbesetzte) tandems) kannst du während der fahrt ein speichenschloss zuklicken und das fahrrad kann trotzdem nicht überschlagen.
Da ich mir erst vor wenigen Wochen auf der F.re.e anschauen "durfte" wie sich bei einer Probefahrt ein Fahrer mit einem HP Scorpion bei einem Bremsversuch überschlagen hat, halte ich diese Aussage für ein bisschen arg pauschal.
In Antwort auf: Flachfahrer
ein abflug kann auch schon bei noch drehendem vorderrad stattfinden
Nur wenn sich das Vorderrad noch dreht. Wenn es steht, wird nicht genügend Moment aufgebaut, damit da noch was Überschlagen würde.
In Antwort auf: Flachfahrer
und bei genügend negativer beschleunigung kann es im moment des abhebens des hinterrades auch schon zu spät sein, den überschlag noch durch öffnen der bremse zu verhindern.
Wenn man wirklich im Moment des Abhebens die Bremse öffnet, überschlägt sich das Rad garantiert nicht.
Das Problem ist meist, dass viele vor lauter Schreck die Bremse eher noch fester betätigen, anstatt sie kontrolliert zu lösen.
In Antwort auf: Flachfahrer
Deshalb meine meinung:
Sowas wie ein technisches ABS kann da nicht sinnvoll funktionieren (nicht ohne bremswirkung und ~weg zu verschenken), weil der schwerpunkt dafür zu ungünstig liegt.
Kann sehr wohl, wie das hier schon vorgebrachte Beispiel Motorrad beweist.
Es ist auch nicht zielführend theoretisch mögliche Bremswege als Maßstab anzusetzen. Da gilt es den Vergleich zu tatsächlich erzielten Bremswegen zu ziehen.
Ob sich ein ABS am Fahrrad auch in der Praxis umsetzen und verkaufen lässt wird man sehen.
Bis dahin führt kein Weg daran vorbei das Bremsen mit seinem Fahrrad zu üben und vorausschauen zu fahren um Notsituationen möglichst zu vermeiden. Dass eine möglichst kräftige und gut zu dosierende Bremse die technische Basis für gut zu kontrollierende Bremsmanöver ist halte ich für unstrittig.
Ciao,
Stefan