Posted by: Dittmar
Re: Robuste einfache Kettenschaltung - 03/08/09 09:27 PM
In Antwort auf: weasel
Ich glaube nicht zu unterschätzen ist auch der Kettenschräglauf. Ich fahre bspw. noch eine alte Deore-Kurbel mit 4-Kant Lager, wo die Kette i.d. Stellung Mitte-Mitte (Kettenblatt-Ritzel) nahezu eine gerade Linie bildet (ebenso bei meiner vorigen Octalink-LX Kombi).
Auch das glaube ich nicht. Vor Jahren gab es mal einen bericht in der Tour, nach Versuchen an der RWTH Aachen sind die Verluste beim Schräglauf einer gut geschmierten Kette im Bereich von wenigen Prozenten. Das war zwar zu den 7/8 fach Zeiten, im Grundprinzip ist das nicht viel anders geworden. Bei schlechter Schmierung soll es wesentlich mehr sein.
Ich habe mich nie um den Schräglauf gekümmert, wenn ich am Berg auf einer Tour noch einen Gang zur Verfügung habe, und wenig Schwung verlieren will, ist mir der Schräglauf egal. Meine Kettenahltbarkeitne untercheiden sich allerdings nicht signifikant von Leuten hier im Forum, die ich als ähnlich kräftig einschätze.
Und bei meinen Nabenschaltungsrädern konnte ich oft auch nicht wesentlich lägnere Laufzeiten erkennen. Deutlich geringeren vreschleiß habe ich am Rennrad, das bewege ich eigentlich fast nie bei Regen und fahre eher mit viel Drehzahl und weniger Drehmoment. Insofern bringt eine Nabenschaltung m.E. nach vor allem dann etwas, wenn das Rad einen geschlossenen "Kettenkasten" hat a la Chain Ring. Also die Kette vor Wasser und Verschmutzung geschützt ist. Ein Rohloffahrer mit offenem Kettenaluf, den ich im Urlaub getroffen hatte, hatte nach 7000 km ein Kette, die war schon weit jenseits von gut und böse, süpergelängt, und lief nicht mehr gut auf dem Ritzel und Kettenblatt.