Posted by: Dittmar
Re: Wiederstandsfähigkeit von Chrom - 12/03/08 09:25 PM
In Antwort auf: Freundlich
An einer Leichtbau-Rennradgabel sicher ein Problem.
Darum haben sich die Autoindustrie und die Oldtimerfreunde nach Alternativen umgesehen:
verspiegelte Klebefolien, chromglänzende Pulverbeschichtung. Suchmaschine bitte anwerfen: Stichworte: Chrom Pulverbeschichtung Oldtimer.
Hallo Leute
Zum verchromen von Leichtgabeln: Mein Reiserad ziert eine 635 Gramm Stahl Rennradgabel von Faggin (RH 61), die ist (bzw. war) komplett verchromt. So problematisch kann das nicht sein. Da der Chrom bei mäßiger Behandlung aber durchaus Rostpatikel ansetzt, ist der obere Teil nun gepulvert, die Gabelenden immer noch verchromt mit Klarlackpulver darüber. Bin mit der gebraucht gekauften (Rahmen und) Gabel bereits 14500 km auf Radreise gefahren mit Lowrider, zuletzt in den Alpen. Probleme gab es an de Gabel keine.
Unser Pulverlieferant meinte, dass eine Chrom Pulverbeschichtung nicht den Glanz einer richtigen Verchromung erreicht. Daher halte ich das für nicht eine so gute Lösung.
Obwohl ich ein großer Freund von chromverzierten Oldtimern bin, halte ich Verchromungen an einem aktuellen Rad aus Korrosionsgründen nicht für besonders geeignet, denn sie sind nur bei entsprechender Pflege und geringeren korrosiven Angriffen sinnvoll. Da sind Pulverbeschichtungen oder Lackierierungen zumeist besser.
Das mit der Wasserstoffversprödung kann ein großes Problem nicht sein, jahrzentelang waren die besten Stahlrennrahmen mit den dünnsten Rohren verchromt - und es wurden auch noch Rennen damit gefahren. Dass traditionelle Rennrahmen im Bereich der verchromungen besonders schnell brechen, ist mir so jedenfalls nicht bekannt.