Re: Übersetzung für die Alpen?

Posted by: gerold

Re: Übersetzung für die Alpen? - 08/21/08 03:24 PM

In Antwort auf: cyclejo

Wenn Du 3 - 4 Wochen im Gebirge unterwegs bist, mußt Du nicht erst mit 50cm Neuschnee aufwachen oder 3 Tage im Regen/Schneeregen fahren, um den Wert von langen Fleecehosen, kompletter Regenausrüstung, wasserdichten und warmen Handschuhen und Klamotten zum Wechseln auf der Paßhöhe schätzen zu lernen. Ohne solche Sachen fahr ich auch im Juli/August gar nicht erst los und komm dann auch bei schlechtem Wetter da an, wo ich hinwill.
Die Minimalausstattung überlaß ich gerne den Schönwetterradlern mit der goldenen Kreditkarte oder Begleitwagen oder Rückkehroption.


Jetzt ist also schon 25 kg Gepäck für eine Alpentour erforderlich, wer fährt mit noch mehr ? Tausende AC sind lebend auch bei Schlechtwetter mit ihrem 7 kg-Rucksack über die Alpen gekommen (und waren sicher abseits der Asphaltstraßen größeren Gefahren ausgesetzt als die Straßen-Radler) - alles (auch die Packlisten) nachzulesen in den einschlägigen Berichten von Serac Joe, Achim Zahn und wie sie alle heissen. Die wenigen, die den AC abbrechen mussten, hatten wirklich so mieses Wetter, dass auch drei Garnituren Ersatzgewand nicht geholfen hätten.

Die Thread-Erstellerin scheint nicht allzuviel Radtouren- und gar keine Alpen-Erfahrung zu haben und macht sich Sorgen um ihre Übersetzung (die meiner Meinung nach für Asphalt-Fahrten vollkommen ausreichend ist, nur wenige Alpenpässe haben über längere Stücke mehr als 12 %, viele liegen deutlich darunter) - 5 oder besser noch 8 kg weniger Gepäck würden ihr mehr helfen als zwei Zähne auf dem letzten Ritzel. Und sie hätte dann immer noch so viel Kleidung für alle Eventualitäten mit, dass sie nicht in Lebensgefahr geraten wird...

Ich würde ihr ja zusätzlich noch zu Klickpedalen raten (so sie die nicht eh schon hat) - damit ist der nächste Kriegsschauplatz eröffnet...

Gruß Gerold