Re: Reise-Fahrrad für Schwergewicht

Posted by: Frank S.

Re: Reise-Fahrrad für Schwergewicht - 02/26/07 08:17 AM

Grüß Dich Christian!

In Antwort auf: szaffi

[...], dass die Federgabeln durch das Auf-und-Nieder einen Teil der Energie schlucken, die der Fahrer durch das Treten produziert und die eigentlich fuer die Fortbewegung genutzt werden sollte. [...]
Ist das so richtig?
[...]


Ähm ... Ja und Nein!
Der Effekt, den Du da beschreibst ist bei einer Hinterradfederung wesentlich stärker, als beim Vorderrad, da hier das "rythmische Ziehen" der Antriebskette das Schwingen verstärken kann. Wenn das dann noch in Resonanz geschieht, wozu der Mensch neigt, schwingt sich selbst der beste Dämpfer auf. Dann geht natürlich ganz schön was an Kraft verloren. Bei einer Vorderradfederung passiert dieses Phänomen meines erachtens nur, wenn Du als Fahrer ein vertikales Schwingen nutzt, um Kraft auf die Pedale zu bringen (z.B. Wiegetritt). Physikalisch betrachtet ist das leider zu simpel: Ein Stoßdämpfer besteht aus einer Feder und einem Schwingungsdämpfer. Federt die Gabel ein, so speichert sie Energie. Diese Energie muß natürlich irgendwoher kommen -> potentielle Lageenergie (auf'm Berg) oder Human Power. Damit das Fahrrad dann nicht zum Katapult wird, gibt es den Dämpfer. Dieser nimmt langsam die in der Feder gespeicherte Energie auf und läßt so die Feder wieder ausfedern. Dabei wird der Dämpfer jedoch warm. ( - Aha, die Energierückgewinnung - ) Nur leider lassen wir die Energie dann vom Winde verwehen.
Alles klar?!
Keine Federn - guter Wirkungsgrad, kein Komfort
Gute gedämpfte Federn - geringerer Wirkunsgrad, hoher Komfort

Meine Bedenken bei dem Kampfgewicht (meins ist auch annähernd 100kg) ist bei einer Federgabel das Nachgeben der Gabelbrücke beim starken Bremsen (Notbremsung). Grade bei einer Scheibenbremse! Trotzdem fahre ich selbst eine Carbon Federgabel mit Scheibe, wohl an 20", wodurch mein Hebel etwas kleiner wird.
MfG Frank