Posted by: vauWe
Re: Rahmen für Nabenschaltung - 01/16/07 03:22 PM
In Antwort auf: falk
Es bleibt trotzdem dabei, alle Teile, die Du im Einsatz aus- und einbauen musst, sollten das ohne jede Einstellarbeit ermöglichen. Sonst ist es Primitivtechnik, die in den Schmelzofen gehört. Waagerechte Ausfallenden gehören in jedem Fall dazu. Laufräder müssen nunmal gelegentlich raus. Ob die Drehmomentstütze hässlich ist, darüber kann man streiten. Im Fahrbetrieb ist mir das herzlich egal. Alte Technikerregel: Läuft die Anlage? -> Ja. -> Lass es so! Soll ja Leute geben, die sich langweilen, wenn alles funktioniert. Ich gehöre nicht dazu.
Bist Du mal mit einem gut gefederten Bock gefahren? Ich vermute mal, nein. Es ist eine Offenbarung. Nicht jeder hat einen Zahnarzt im Tross, der jeden Abend die rausgefallenen Füllungen erneuert. Ich verstehe inzwischen nicht mehr, wie man die Knochenschüttler für das einzig Wahre halten kann. Dass ich es allerdings mit dem Tablettenwettschlucken, dass auch als Straßenrennsport verkauft wird, nicht so habe, wissen hier wohl die Meisten.
So, genug gemault. Nur noch eins .Bitte, bitte nicht »Wiehbrehk«. Dafür haben wir eine englische Rubrik. Ein Rindvieh führt es ein und tausende machen es nach. Nur weiß keiner, warum.
Falk, SchwLAbt
Auch wenn ich deinen Tonfall nicht nachvollziehen kann, doch eine Antwort.
Deine Auffassung zu horizontalen Ausfallenden teile ich nicht. Wie gesagt: Ich fahre mit solchen. Und zwar im Gelände. Dafür ist das 1x1 schließlich da. Dass ich beim Schlauchwechseln oder wenn ich das Rad mal im Auto hatte, 10 Sekunden länger brauche, das Hinterrad einzubauen - wenn es überhaupt so lange dauert - halte ich dafür, ohne Kettenspanner fahren zu können, für einen geringen Preis.
Ich nannte ein CycleCraft CSX und ein Scott Genius mein Eigen. Beide sind/waren zu ihrer Zeit sicherlich durchaus zu den ausgereifteren Systemen ihrer Art zu zählen. Mittlerweile fahre ich Straße wie Gelände starr und schaltungslos. Als allgemeines Gesetz sehe ich meine Art zu fahren nicht. Ich sehe durchaus ein, dass an einem Reiserad, gerade dann, wenn man lange Strecken mit wechselndem Geläuf befährt, eine Schaltung nützlich sein kann. Federung am Fahrrad halte ich im Gelände für überlegenswert, auf der Straße für überflüssig und am Reiserad - wegen des höheren Gewichts und insbesondere des höheren Wartungsaufwandes - für kontraproduktiv. Dies zumal ich die vollgefederten Straßenrahmen, die ich kenne - wobei das sicherlich nicht viele sind - gemessen an dem, was mittlerweile im MTB - Bereich geboten wird, für konstruktiv fragwürdig halte. Auch hier gilt natürlich: Das ist meine Meinung. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Allgemeinverbindlichkeit.
Nur um den Fragen vorzubeugen:
Ja, ich bin schon lange Strecken mit Gepäck gefahren.
Nein, ich bin ich bin noch keine vollgefederten Straßenräder gefahren und werde dies wohl auch nie tun.
Nein, ich musste noch nie nach einer Tour zum Zahnarzt.
Nein, ich nehme außer zwei bis drei Aspirin im Jahr keine Tabletten ein.
... und ich bin der deutschen Sprache weitgehend mächtig. Ich nehme mir allerdings die Freiheit heraus, dann, wenn ich der Auffassung bin, auf diese Weise besser verstanden zu werden, Wörter zu verwenden, die aus anderen Sprachen stammen. Die gilt sowohl für V-Brakes als auch für Mountainbikes, Singlespeed u.a. Wenn dir das mißfällt, tut es mir leid.