Re: Vollgefedertes Reiserad?

Posted by: Anonymous

Re: Vollgefedertes Reiserad? - 10/23/02 11:21 AM

langsam wirds schwierig für mich, den Überblick zu behalten, wem ich alles antworten soll. Aber ich probiers mal:

@ MartinW:
zweifellos richtig, auch kurze Strecken fahren sich mit einem guten/ leichten Rad besser, aber die ganz langen also +200 km schaft man/frau nur mit einem wirklich guten Rad, während 50 km zur Not noch mit dem billigsten Klapprad möglich sind.

@Martina:
ja, ich glaube das beurteilen zu können. Ich führe nämlich im Auftrag meines Sportvereins im Sommer eine eher gemütlich dahingondelnde Radlergruppe ( im Winter fahren sie Ski, allerdings nur Piste), die überwiegend auf wenig sportlich ausgelegten Rädern unterwegs sind.
Mir macht das großen Spaß und das wichtigste ist sowieso die Einkehr anschließend.
Selbstverständlich ist bei einem reinen Stadtrad, welches in aufrechter Sitzhaltung langsam bewegt wird, wegen des Geholperes eine Federung sinnvoll, zumal die Leute bei Rücken- und Bauchmuskeln meistens Defizite aufweisen. Unter einem Reiserad verstehe ich allerdings etwas anderes.

@ Detlef:
klar gibts besser trainierte, die fahren aber meistens ähnliche Räder wie ich.

@ Wolfrad
Mein Training besteht zu 40 % aus Arbeits und Einkaufsweg und zu 60 % aus Sport und Freizeitradeln incl. Radreise. Von November bis Februar kommen noch 1- 1,5 H pro Woche Bauch- und Rückenmuskeltraining dazu, dafür weniger Radkm. Gesamt KM die letzten Jahre: ca. 10000 pro jahr
Gewicht : BMI 23 - 24 bi 185 cm.
Für Arbeitsweg und Einkauf benutze ich als Verkehrsmittel ein altes Rennrad bzw. ein MTB mit Yak Trailer.

@ATK
Körperspannung ist die Fähigkeit alle möglichen Muskelgruppen an einer bestimmten Leistungsanforderung zu beteiligen. Zum Beispiel beim Rennrad unter Einsatz der Oberkörpermuskeln durch Ziehen am Lenker für zusätzlichen Vortrieb zu sorgen.

@ Fetzer
In meinem Tagestourenbereich ( einfache Strecke ca. 80 km) ist ein 650 HM Anstieg mit durchschnittlich 9% Steigung. Wenn Du den ohne Schieben in einem Zug mit deinem 22 kg Boliden hochfährst, gibts von mir eine Flasche Schampus.
Außerdem: wer ein 22kg Gerät die Berge hochwuchtet, ist in meinen Augen keineswegs ein Weichei, sondern eher ein Masochist.

@PetraW
Sebstverständlich ist eine Federung am Fahrrad nicht grundsätzlich abzulehnen. Man / Frau muß nur sehr genau wissen , wofür das betreffende Rad gut sein soll. Für glatten Asphalt bringt eine Federung bei sportlicher Fahrweise nichts. Am Mountainbike ist im groben Geläuf zumindestens eine Federgabel unverzichtbar. Meine Philosophie des Reiserads ist allerdings puristisch. Ich habe sogar die STI oder Rapid Fire Schalter wieder auf Lenkerendschalter zurückgerüstet, weil einfacher, leichter und unkomplizierter.

@ Ringo
Du hast ja so recht. Da ich fast alles am Fahrrad selber mache, bringen mich die verschiedenen Maße fast zum Wahnsinn. Wegen Profitinteressen ist es ohne extreme Bastelkünste fast nicht möglich, verschiedene Teile kompatibel einzusetzen.


Gruß an alle

Theodor