Posted by: onra
Re: Suche nach ner Rahmenempfehlung? - 05/09/05 11:06 AM
"Auf welche Merkmale - Winkel etc.sollte ich denn achten bei der Auswahl eines Rahmens?"
Bei vielen Rahmen kann man die Größenangabe nur als seeehr grobe Richtschnur nehmen. Meiner Ansicht nach ist die horizontale Oberrohrlänge das wichtigste Maß. Z.B kann ich beim MTB Rahmen mit 17" bis 20" fahren je nachdem von welchem Hersteller es stammt. Sitzen würde ich immer gleich, nur die Oberrohrhöhe unterscheidet sich.
Einiges kann man natürlich durch den Vorbau kompensieren, man darf aber folgende Nachteile nicht vergessen: Bei einem zu langen Rahmen und Stummelvorbau ist weniger Gewicht auf dem Vorderrad --> schlechteres Kurvenfahrverhalten; außerdem sieht es sch.. aus. Ist der Rahmen kurz und der Vorbau zu lang wird das Lenkverhalten seltsam, oder die Füße stoßen wegen des kurzen Rahmens ans Vorderrad.
Das gilt hauptsächlich für den Extrembereich. Ich würde einen Rahmenlänge wählen bei der Du mit den weit verbreiteten Standardgrößen 90-120mm die Wunschposition einnehmen kannst.
Bei den alten MTBs (15 Jahre) ist das Oberrohr meist länger als bei den heutigen gestauchten Dingern (man hört eine pers. Vorliebe ....). Das könnte auch ein Vorteil für Euch sein. Ich unterstelle jetzt mal, daß jemand der unbedingt einen niedrigen Durchstieg möchte tendenziell nicht besonders gestreckt fahren wird. Somit kommt eher ein kleinerer Rahmen in Frage bei dem dann wieder das Oberrohr so niedrig ist, daß Deine Freundin ja vielleicht doch noch ihre Meinung ändert ...
Wie stark das Oberrohr abfällt ist natürlich auch bei jedem Hersteller anders ...
Den Lenkwinkel habe ich bei obiger Betrachtung mal außen vor gelassen. Sind eh meist die 71° und unter Einbeziehung des Gabelvorlaufs bekommt man endgültig einen Knoten im Hirn. Der Sitzwinkel beeinflusst natürlich die gemessene Oberrohrlänge; auf das Fahrverhalten selber hat er keinen Einfluss.
Nach soviel Rharbarber nochmal die praktische Vorgehensweise:
1.) Deine Freundin setzt sich auf soviel Räder im Bekanntenkreis wie es geht. Dabei immer ein paar Notizen machen zu: Oberrohrlänge, verwendeter Vorbau, Überhöhung. Gefällt die Position? Zu lang, zu kurz? Gedanklich den Lenker in Richtung 'bequemer/passender' verschieben. Nach ein paar mal werdet Ihr schon eine recht genaue Vorstellung haben was passen wird.
2) Verkäufer per Telefon mit Zollstock in den Keller schicken um die horiz. Oberrohrlänge (evtl. noch Vorbau + Oberrohrhöhe) messen lassen. In der richtigen Größenregion? Dann nix wie hin.
oder einfach nicht soviel Geschiss machen und einfach den ersten halbwegs passenden und gefallenden Rahmen nehmen. (Geschiss, weil ich mein eigenes Geschreibsel schon wieder überzogen finde ..)
Materialmäßig bin ich nicht so bewandert, aber wenn auf dem Rahmen ein Aufkleber mit Reynolds Pfannekuchen(853,631,531,..), Tange Krümmelkeks (Prestige, ..) oder Columbus Dickmilch (SLX,...) ist liegst Du schonmal nicht soo falsch.
Gruß onrA
Bei vielen Rahmen kann man die Größenangabe nur als seeehr grobe Richtschnur nehmen. Meiner Ansicht nach ist die horizontale Oberrohrlänge das wichtigste Maß. Z.B kann ich beim MTB Rahmen mit 17" bis 20" fahren je nachdem von welchem Hersteller es stammt. Sitzen würde ich immer gleich, nur die Oberrohrhöhe unterscheidet sich.
Einiges kann man natürlich durch den Vorbau kompensieren, man darf aber folgende Nachteile nicht vergessen: Bei einem zu langen Rahmen und Stummelvorbau ist weniger Gewicht auf dem Vorderrad --> schlechteres Kurvenfahrverhalten; außerdem sieht es sch.. aus. Ist der Rahmen kurz und der Vorbau zu lang wird das Lenkverhalten seltsam, oder die Füße stoßen wegen des kurzen Rahmens ans Vorderrad.
Das gilt hauptsächlich für den Extrembereich. Ich würde einen Rahmenlänge wählen bei der Du mit den weit verbreiteten Standardgrößen 90-120mm die Wunschposition einnehmen kannst.
Bei den alten MTBs (15 Jahre) ist das Oberrohr meist länger als bei den heutigen gestauchten Dingern (man hört eine pers. Vorliebe ....). Das könnte auch ein Vorteil für Euch sein. Ich unterstelle jetzt mal, daß jemand der unbedingt einen niedrigen Durchstieg möchte tendenziell nicht besonders gestreckt fahren wird. Somit kommt eher ein kleinerer Rahmen in Frage bei dem dann wieder das Oberrohr so niedrig ist, daß Deine Freundin ja vielleicht doch noch ihre Meinung ändert ...
Wie stark das Oberrohr abfällt ist natürlich auch bei jedem Hersteller anders ...
Den Lenkwinkel habe ich bei obiger Betrachtung mal außen vor gelassen. Sind eh meist die 71° und unter Einbeziehung des Gabelvorlaufs bekommt man endgültig einen Knoten im Hirn. Der Sitzwinkel beeinflusst natürlich die gemessene Oberrohrlänge; auf das Fahrverhalten selber hat er keinen Einfluss.
Nach soviel Rharbarber nochmal die praktische Vorgehensweise:
1.) Deine Freundin setzt sich auf soviel Räder im Bekanntenkreis wie es geht. Dabei immer ein paar Notizen machen zu: Oberrohrlänge, verwendeter Vorbau, Überhöhung. Gefällt die Position? Zu lang, zu kurz? Gedanklich den Lenker in Richtung 'bequemer/passender' verschieben. Nach ein paar mal werdet Ihr schon eine recht genaue Vorstellung haben was passen wird.
2) Verkäufer per Telefon mit Zollstock in den Keller schicken um die horiz. Oberrohrlänge (evtl. noch Vorbau + Oberrohrhöhe) messen lassen. In der richtigen Größenregion? Dann nix wie hin.
oder einfach nicht soviel Geschiss machen und einfach den ersten halbwegs passenden und gefallenden Rahmen nehmen. (Geschiss, weil ich mein eigenes Geschreibsel schon wieder überzogen finde ..)
Materialmäßig bin ich nicht so bewandert, aber wenn auf dem Rahmen ein Aufkleber mit Reynolds Pfannekuchen(853,631,531,..), Tange Krümmelkeks (Prestige, ..) oder Columbus Dickmilch (SLX,...) ist liegst Du schonmal nicht soo falsch.
Gruß onrA