Re: Mein erstes richtiges (tm) Fahrrad

Posted by: Spargel

Re: Mein erstes richtiges (tm) Fahrrad - 03/29/05 05:21 PM

Bin vielleicht ein bißchen spät dran, weil die Rohloff aus Diebstahlsgründen für die Stadtschlampe möglicherweise schon erfolgreich ausgeredet wurde grins, ich möchte trotzdem was klarstellen:

In Antwort auf: Schwarzradlerin

In Antwort auf: Spargel
(Außerdem ist ein Rad mit Rohloff bei dem Preis sauschwer. Zu bewegendes Gewicht ist auch wirkungsgradrelevant. zwinker )

Ach ja, da ist von der Stadt die Rede mit staendig wechselnden Fahranforderungen, und Du redest hintergruendig von Alepnueberquerungen. Erstens ist die Rohloff so sauschwer auch nicht...

Ein Rad mit Rohloff, was in der Preisregion von 1500 Euro plus ggfs a bisserl mehr zu haben ist, muß am Rest recht sparen und ist deshalb "sauschwer". Daß die Rohloff gegenüber einer Kettenschaltung nur rund ein Pfund schwerer ist, weiß ich auch, habs mir mal ausgerechnet. Das wäre so schlimm nicht.
Und auf einer Paßstraße sind das Pfund nur 1/2 % des Gesamtgewichts, also gar nicht so schlimm. Viel lästiger ist viel Gewicht beim dauernden Beschleunigen im städtischen stop-and-go.

In Antwort auf: Schwarzradlerin
In Antwort auf: Spargel
Noch was: Überleg Dir ernsthaft, ob ein Rad mit Starrgabel und schönen fetten Reifen, damit meine ich die 60mm Kategorie wie Fat Albert (mit Stollen) oder Big Apple (glatt) es nicht auch tut.

Klar, dicke Stollen sind im Asphaltdschungel extrem ueberlebenswichtg. Kraft mal Stollen = Laerm, da brauchts nicht mal eine AZ mehr. grins Oder alternativ ein Pannenschlappen wie der BA, der beim Anblick einer Scherbe schon in sich zusammensackt. Bohles Heldenstueck! verwirrt Das Thema "sauschwer" moechte ich bei beiden Reifen noch nicht mal ansatzweise zur Diskussion bringen, Leichtgewichte sind sie jedenpfalz nicht.

Gut, ich gebs zu, ich weiß nicht wie pannenanfällig der Big Apple ist, ich fahre mit dem Fat Albert. Der Vorteil: s e h r bequem, der Lärm geht so (ich hätte auch gerne lautlos, das gibts mit viel Gummi aber nur mit Negativprofil a la Marathon - dann wird der Reifen in besonders breit aber auch besonders schwer traurig ), und das Gewicht auch! Da eine Federung bei mir am Stadt-/Reiseradl gar nicht geht, ist das die bessere Lösung als flott-hart. Der Rollwiderstand ist nämlich bei den Fat Albert wegen der dünnen Flanken gar nicht so hoch, bei den Dicken mit der niedrigste, auch bei den von mir favorisierten 2 1/2 bar. Platten: in drei Jahren genau einen. Straßenbahnschienen jucken einen auch nicht mehr.

Deshalb meine Empfehlung, das zu überlegen. Eine für spezielle Gelegenheiten verhärtbare (angeblich gibts sogar schon mitdenkende wirr ) oder besser blockierbare Federgabel mit leichtrollenden und leichten Reifen (wie pannensicher sind die?) ist die perfektere, wirkungsgradoptimierte Lösung. Aber schon ohne Rohloff für 1500 Euro nur geradesoeben zu bekommen und nunmal wartungsintensiver als die Starrgabellösung. (Mein MTB hat trotz Frontfederung auch die Fat Albert wegen bestmöglicher Traktion und der einfach guten Erfahrung mit denen, sch.. auf den Wirkungsgrad!) Am besten ist ausprobieren, was einem lieber ist.

Ich würde mir für die normalen Fahrten in die Arbeit bei der bei Dir praktisch nicht existenten Diebstahlsgefahr das Rad kaufen, das möglichst "ideal" ist, und für die anderen "ab und an" Gelegenheiten, wo ich weiß, es steht länger gefährdet draußen, ein weiteres ganz billiges, evtl gebraucht von der Polizeiversteigerung oder so was wie im Link oben für nichtmal 200 Euro. Meist weiß man ja vorher, ob man so was vorhat. Die Diebstahlsgefahr ist halt proportional zur Zahl der Gelegenheiten. Auch hat das Zweitrad den Vorteil, hat das eine Rad gerade einen Platten oder sonst einen Defekt, nehme ich schnell das andere - relevant v.a. für Slickfahrer zwinker grins

ciao Christian