Re: Klapprad o. Gravelbike für Fernverkehrszüge?

Posted by: EmilEmil

Re: Klapprad o. Gravelbike für Fernverkehrszüge? - 06/17/24 03:43 PM

Ich finde diese Antwort sehr informativ. Ich selber habe ein Faltrad mit 406-er Felgen, das man im Prinzip in jedem Zug (Deutschland) ohne Anmeldung mitnehmen darf. Das Zusammenfalten ist in 1 Minute erledigt (Ohne schmutzige Finger). Fahrverhalten und Fahrleistungen sind in Ordnung und es gibt keine Einbußen beim Komfort, außer beim Reinfallen in die Schlaglöcher. Wenn man die richtigen Reifen (z.B. 55-er Breite, bei mir passen aber nur 50-er wegen Reifendurchlaß) fährt, fällt diese Einbuße auf einigermaßen ebenen Fahrbahnen (Leider gibt es in der BRD viele Rüttelstrecken !) nicht ins Gewicht.

Ich selber bin vor 2 Jahren mal mit dem Faltrad im Zug von BI nach München (9-€-Ticket) gefahren. Das würde ich, wenn es geht, nicht noch mal machen. Mit dem Rad war alles in Ordnung, aber die Bahn (!!!), hochtrabend Regional-Express genannt (das hieß vor 50 Jahren Bummelzug bäh entsetzt bäh ), packten diese einzelnen Züge eine Verspätung nach der anderen aufeinander, am schlimmsten im Bayernland (da gab es 2x eine Pause auf freiem Feld: 1 [h] vor Nürnberg 1 [h] vor Freising]. In Nürnberg hätte ich fast den letzten Zug nach München verpasst (= zusätzliche Übernachtung für ca. 100 € ?). Statt 20:30 kam ich 2:30 [h] an. Gut, daß ich das Faltrad dabei hatte, denn ich mußte noch ca. 20 [km] in den Norden von München.
Das Umsteigen von einem Regional-Express in den anderen ging mit dem zusammen/auseinander gefalteten Rad und auflastigem Gepäck relativ schnell und bei den meisten Bahnhöfen gibt es für den Zugwechsel Aufzüge. In Nürnberg waren die aber so belegt, daß ich die Fahrtreppe genommen habe (nehmen mußte). Auch das geht mit einem Fahrrad recht gut, wenn man das Rad neben sich auf die Stufen stellt und gegen "Runterfahren" festhält.

Meine Hinweise
MfG EmilEmil