Posted by: EmilEmil
Re: Felgenriss an Schürmann YAK19 - 05/21/22 12:00 PM
Auch, wenn ich dem Grundtenor dieser Aussage zustimme, scheint mir in diesem Fall die Fehler-Zuweisung zu einseitig auf den Felgen-Hersteller herab geregnet zu sein.
Die Mehrzahl der Fehler an einem Laufrad betreffen den Zusammenbau, meistens mit falscher und/oder ungleichmäßiger Speichenspannkraft.
Die Fehler traten hier an einem gekauften Laufrad auf (der TE hat nicht gesagt, ob er das Laufrad selber aufgebaut hat !), das mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Einspeich-Automaten aufgebaut wurde.
Meine (begrenzte) Erfahrung mit solchen Laufrädern ist die, daß der Terminus "gleichmäßige Spannkraft" für so ein Laufrad in der Umgangssprache eines "böhmischen Dorfes" nicht vorkommt. Ein maschinell eingespeichtes Laufrad mit gleichmäßiger Spannkraft (plus/minus 50 [N/mm²]) habe ich bisher noch nicht in der Hand gehabt.
Seit 2008 speiche ich selber ein, und, nachdem ich die ersten Speichenbrüche (Laufrad ohne Egalisierung der Spannkraft) erlitten, analysiert und danach nur noch mit Kontrolle und Korrektur der Spannkraft weitere Laufräder gebaut habe, gab es keine Laufrad-Probleme mehr.
Ich möchte noch darauf hin weisen, daß eine Überspannung in der Felge oder Speiche auch bei völliger Entlastung durch den Stoß-Effekt auftreten kann (Nach meiner Einschätzung ist das das Häufigste). Bei Entlastung auf "Null" ist die Stoßzahl = 2 für die Wiederbelastung und aus z.B. 1300 [N/mm²] normaler Speichenspannung werden kurzzeitig 2600 [N/mm²]. Ein Dauerbruch in der Speiche oder Felge ist dann nur eine Frage der Stoß-Häufigkeit, die sich proportional der Umdrehungszahl des Laufrades verhält.
MfG EmilEmil
Die Mehrzahl der Fehler an einem Laufrad betreffen den Zusammenbau, meistens mit falscher und/oder ungleichmäßiger Speichenspannkraft.
Die Fehler traten hier an einem gekauften Laufrad auf (der TE hat nicht gesagt, ob er das Laufrad selber aufgebaut hat !), das mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Einspeich-Automaten aufgebaut wurde.
Meine (begrenzte) Erfahrung mit solchen Laufrädern ist die, daß der Terminus "gleichmäßige Spannkraft" für so ein Laufrad in der Umgangssprache eines "böhmischen Dorfes" nicht vorkommt. Ein maschinell eingespeichtes Laufrad mit gleichmäßiger Spannkraft (plus/minus 50 [N/mm²]) habe ich bisher noch nicht in der Hand gehabt.
Seit 2008 speiche ich selber ein, und, nachdem ich die ersten Speichenbrüche (Laufrad ohne Egalisierung der Spannkraft) erlitten, analysiert und danach nur noch mit Kontrolle und Korrektur der Spannkraft weitere Laufräder gebaut habe, gab es keine Laufrad-Probleme mehr.
Ich möchte noch darauf hin weisen, daß eine Überspannung in der Felge oder Speiche auch bei völliger Entlastung durch den Stoß-Effekt auftreten kann (Nach meiner Einschätzung ist das das Häufigste). Bei Entlastung auf "Null" ist die Stoßzahl = 2 für die Wiederbelastung und aus z.B. 1300 [N/mm²] normaler Speichenspannung werden kurzzeitig 2600 [N/mm²]. Ein Dauerbruch in der Speiche oder Felge ist dann nur eine Frage der Stoß-Häufigkeit, die sich proportional der Umdrehungszahl des Laufrades verhält.
MfG EmilEmil