Posted by: EmilEmil
Re: Geeignete Sattelklemmschraube? - 02/22/22 08:42 PM
Wenn man mal in einer alten Fahrradtechnik (Rauch/Winkler) reinschaut (da sind einige verkleinerte Zeichnungen u.a. auch von der Sitzkopfmuffe drin), kann man ablesen, daß die Anlageflächen für die Klemmschraube je Seite 3 [Grd] Segelohrstellung haben. D.h. nach dem Aufbringen der Klemmkraft (Schlitz geschlossen) kann man vermuten, daß beide Anlageflächen parallel zur Längsebene des Rades stehen sollen (mehr oder weniger, wenn der Sattelstützen-Hersteller mitgespielt hat. Da hat meistens nicht geklappt).
Ich selber habe an einem alten Faltrad mal eine Schloßschraube aus A2 (M8) ausprobiert und dafür die Bohrung an der Schraubenkopf-Seite für die 4-flach Aufnahme der Schloßschraube zurecht gefeilt (Die offiziell als Verdreh-Fixierung vorgesehene Nase an der Klemmschraube hatte ich vorher als Alibi-Murks eingestuft !). Das ging ganz gut, bis darauf, daß Sitzrohr-Innen-Durchmesser und Sattelstützen-Außen-Durchmesser viel Weg brauchten, um einander zu klemmen. Die Anlageflächen bekamen dann einen negativen Winkel (Inverse Segelohren !). Die Sitzkopf-Muffe war aber so stark, daß die Schloßschraube durch die nicht parallelen Anlageflächen eine permanente Krümmung bekam.
Ich würde mir keinen großen Kopf machen um eine Konstruktion, deren Gene die Begriffe Pfusch und Murks als Prädikat enthalten, sondern mit angepaßten Unterlegscheiben einen Modus Vivendi finden, so daß eine gute (haltbare) Klemmung herstellbar ist. Die inversen "Segelohren" scheinen bei Deinem Rahmen ja ohne Klemmung schon vorhanden zu sein. Alternativ kann man natürlich durch die Wahl des Sattelstützen-Durchmessers/Ausreiben des Sitzrohres und Einsetzen einer Adapter-Hülse u.a. alles richtig gestalten (Die Adapter-Hülse ist z.B. auch dann sinnvoll, wenn das Sitzrohr Stahl ist und eine Sattelstütze aus Aluminium verwendet wird (Galvanische Trennung !). So große Änderungen habe ich dann erst einige Jahre später durchgeführt !
Das sind nur ein paar Aspekte, die Du evtl. schon kennst. Mach Dir keinen Kopf, mach, was Du für richtig hältst. Ich wünsche gutes Gelingen.
MfG EmilEmil
Ich selber habe an einem alten Faltrad mal eine Schloßschraube aus A2 (M8) ausprobiert und dafür die Bohrung an der Schraubenkopf-Seite für die 4-flach Aufnahme der Schloßschraube zurecht gefeilt (Die offiziell als Verdreh-Fixierung vorgesehene Nase an der Klemmschraube hatte ich vorher als Alibi-Murks eingestuft !). Das ging ganz gut, bis darauf, daß Sitzrohr-Innen-Durchmesser und Sattelstützen-Außen-Durchmesser viel Weg brauchten, um einander zu klemmen. Die Anlageflächen bekamen dann einen negativen Winkel (Inverse Segelohren !). Die Sitzkopf-Muffe war aber so stark, daß die Schloßschraube durch die nicht parallelen Anlageflächen eine permanente Krümmung bekam.
Ich würde mir keinen großen Kopf machen um eine Konstruktion, deren Gene die Begriffe Pfusch und Murks als Prädikat enthalten, sondern mit angepaßten Unterlegscheiben einen Modus Vivendi finden, so daß eine gute (haltbare) Klemmung herstellbar ist. Die inversen "Segelohren" scheinen bei Deinem Rahmen ja ohne Klemmung schon vorhanden zu sein. Alternativ kann man natürlich durch die Wahl des Sattelstützen-Durchmessers/Ausreiben des Sitzrohres und Einsetzen einer Adapter-Hülse u.a. alles richtig gestalten (Die Adapter-Hülse ist z.B. auch dann sinnvoll, wenn das Sitzrohr Stahl ist und eine Sattelstütze aus Aluminium verwendet wird (Galvanische Trennung !). So große Änderungen habe ich dann erst einige Jahre später durchgeführt !
Das sind nur ein paar Aspekte, die Du evtl. schon kennst. Mach Dir keinen Kopf, mach, was Du für richtig hältst. Ich wünsche gutes Gelingen.
MfG EmilEmil