Posted by: Olandfan
Re: mtb terminologie + zuverlässigkeit v. federele - 02/04/05 11:57 AM
Die Diskussion erinnert mich ein wenig an die Geschichte mit den Ganzjahresseglern, die mir als Gastarbeiter in Schleswig-Holstein erzählt wurde. Ganzjahressegler werden dort jene Zeitgenossen genannt, die ein wunderschönes Segelschiff meist aus hochwertigem Material, zum Beispiel Holz besitzen und mehr oder weniger das ganze Jahr daran rumbauen, es schleifen, lackieren, polieren etc. Sie sind natürlich enorm stolz auf ihr Gerät und können stundenlang über Details dazu räsonnieren. Segeln tun sie vergleichsweise eher wenig, aber das spielt ja nicht die Rolle, sie gehen ganz in ihrem Tun auf, sind im Flow, wie man das neudeutsch so sagt.
Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde das bewundernswert und staune jedesmal, wenn mir ein Technikfreak – Vorsicht: Laiensprech – sein dreifach linksgedrehtes Kryptoextrembike und sein achtfach verchromtes Gabelschlüsselset zeigt. Natürlich benutzt er in der Küche auch japanische Tranchierwerkzeuge im Wert eines Kompaktklassenpekawes.
Dabei muss ich bemerken, dass ich technische Neuerungen und Verbesserungen sehr wohl zu schätzen weiß. Wie schön war es doch, nach 15 Jahren Vibrationsalarm von den Handballen bis zum Schultergürtel eine Federgabel am Vorderrad zu haben, mit der MTB-Touren von heut auf morgen zum reinen Genuss wurden. Und erst die Bremsen: Eine serienmäßige LX begeistert mich noch heute. Klar spürt man den Unterschied, wenn man sich mal ein hochgerüstetes Fully ausleiht. Aber letztlich sind – für mich jedenfalls – andere Dinge entscheidend: Zum Beispiel wieviel Gewicht ich mitschleppen muss auf einer 1.500 Höhenmeter-Tour. Damit meine ich nicht das Gewicht von Fahrrad und Ausrüstung, sondern das des Fahrers. Und wie es mit der Herzfrequenz bestellt ist, wenn mal 200 Watt und mehr zu treten sind. Denn dafür muss ich einiges investieren, was mit Geld nicht zu bekommen ist.
Nein, ich bin kein Leistungsfetischist und fahre meistens eher niedertourig. Denn es ist ein herrliches Gefühl, mit langsamen Puls den Berg hoch zu pedalieren und Lust und Muße zu haben, dabei die Reize der Umgebung in sich aufzusaugen. Es ist mir im übrigen ziemlich schnurzegal (ich betone: ziemlich und meine damit: nicht ganz), ob richtig gut trainierte Pealeure mit ihren Fullys an mir vorbeifliegen oder andere Hightechpiloten kotzend am Wegesrand kauern (alles schon erlebt ...)
Wie schon angedeutet: Dies ist keine Polemik über die Schrauber und Technikfreaks hier im Forum! Nur ein Beitrag über die verschiedenen Varianten, verschiedene Dinge gerne zu tun. Bevor Dodo mit seinem legendären Spruch von den 60.000 Kilometern auf einem Baumarktrad ...
Apropos: Wo ist Dodo? Ich vermiss‘ ihn.
Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde das bewundernswert und staune jedesmal, wenn mir ein Technikfreak – Vorsicht: Laiensprech – sein dreifach linksgedrehtes Kryptoextrembike und sein achtfach verchromtes Gabelschlüsselset zeigt. Natürlich benutzt er in der Küche auch japanische Tranchierwerkzeuge im Wert eines Kompaktklassenpekawes.
Dabei muss ich bemerken, dass ich technische Neuerungen und Verbesserungen sehr wohl zu schätzen weiß. Wie schön war es doch, nach 15 Jahren Vibrationsalarm von den Handballen bis zum Schultergürtel eine Federgabel am Vorderrad zu haben, mit der MTB-Touren von heut auf morgen zum reinen Genuss wurden. Und erst die Bremsen: Eine serienmäßige LX begeistert mich noch heute. Klar spürt man den Unterschied, wenn man sich mal ein hochgerüstetes Fully ausleiht. Aber letztlich sind – für mich jedenfalls – andere Dinge entscheidend: Zum Beispiel wieviel Gewicht ich mitschleppen muss auf einer 1.500 Höhenmeter-Tour. Damit meine ich nicht das Gewicht von Fahrrad und Ausrüstung, sondern das des Fahrers. Und wie es mit der Herzfrequenz bestellt ist, wenn mal 200 Watt und mehr zu treten sind. Denn dafür muss ich einiges investieren, was mit Geld nicht zu bekommen ist.
Nein, ich bin kein Leistungsfetischist und fahre meistens eher niedertourig. Denn es ist ein herrliches Gefühl, mit langsamen Puls den Berg hoch zu pedalieren und Lust und Muße zu haben, dabei die Reize der Umgebung in sich aufzusaugen. Es ist mir im übrigen ziemlich schnurzegal (ich betone: ziemlich und meine damit: nicht ganz), ob richtig gut trainierte Pealeure mit ihren Fullys an mir vorbeifliegen oder andere Hightechpiloten kotzend am Wegesrand kauern (alles schon erlebt ...)
Wie schon angedeutet: Dies ist keine Polemik über die Schrauber und Technikfreaks hier im Forum! Nur ein Beitrag über die verschiedenen Varianten, verschiedene Dinge gerne zu tun. Bevor Dodo mit seinem legendären Spruch von den 60.000 Kilometern auf einem Baumarktrad ...
Apropos: Wo ist Dodo? Ich vermiss‘ ihn.