Re: Anschluss Bumm Cyo t 42/6V DCAC led senso von CNC

Posted by: Anonymous

Re: Anschluss Bumm Cyo t 42/6V DCAC led senso von CNC - 09/09/19 09:35 AM

Älterer Thread, aber passt einigermaßen vom Thema. Behebe gerade einen Rücklichtausfall. Ursache war eine Unterbrechung auf der Leitung vom Frontscheinwerfer zum Rücklicht an den Flachsteckverbindern. Unter die Isolierung hat sich wohl bei starkem Regen etwas Korrosion eingenistet. Um das ganze System besser zu verstehen, dabei folgendes mit einem alten, analogen Multimeter gemessen. Für Beleuchtungsbastler im Forum sicher kalter Kaffee, aber ich habe es jetzt nicht direkt entdeckt:

Rücklicht Toplight-LinePlus:
- Kann separat mit DC entsprechend der aufgedruckten Polung getestet werden (geht verpolt nicht). Bereits mit einer 1,5V-Batterie funktionieren die LEDs und der Puffer-Cap. Bei 6VDC (4 Batterien) ist das Rücklicht voll da.

NaDy SON:
- Der unbelastete NaDy lässt sich so bis etwa 18VAC anschubsen (d.h. Amplitude des ziemlich verzerrten Sinussignals dürfte ca. 30V betragen). Genaueres wissen die Forumsladerleute.
- Es gibt keine "Erdverbindung", d.h. kein Anschluß ist auf die Achse gelegt.

Scheinwerfer B&M-Lumotec-Cyo-Senso-Premium:
- Der Scheinwerfer liefert an den zwei Ausgangsleitungen zum Rücklicht bis etwa 9VAC (also wohl die Spannungsbegrenzung zum Rücklicht), wenn mit NaDy versorgt. Die Spannungsform kann ich nicht sehen (also ob die NaDy-Spannung z.B. einfach gekappt wird oder ob es etwas anderes ist), aber der Gleichanteil ist null, weil das Multimeter in DC-Messung und etwas Speed bei Null bleibt.
- Schließt man diese Spannung am Scheinwerfer kurz, geht auch der Frontscheinwerfer nicht mehr. Das Standlicht wird dabei nicht kurzgeschlossen, sondern klingt normal ab.
- Der Drehschalter bzw. die Senso-Funktion schaltet die Spannung zum Rücklicht einfach an/ab.
- Ebenfalls "erdfreier" Aufbau, d.h. keine Verbindung von Anschlüßen auf Gehäuseteile oder Befestigungsschrauben.
- Scheinwerfer kann separat mit DC anstelle des NaDy getestet werden, dabei schreibt die BA "verpolten" Anschluß vor, d.h. den Minus-Pol der Batterie auf "Strom" (schwarze Zuleitung vom NaDy) legen und den Plus-Pol der Batterie auf "Masse" (schwarz/weiße Zuleitung vom NaDy). Mit 1,5V ist schon was zu sehen, mit 6V volles Licht und auch das Standlicht wird aktiv.
- Wenn passend "verpolt" DC6V statt NaDy eingespeist wird, dann gibt der Scheinwerfer diese DC6V auch verkehrt gepolt an das Rücklicht raus, also jetzt plus DC6V auf schwarz/weißer und minus auf schwarzer Leitung zum Rücklicht. Für DC-Betrieb müsste auch das Rücklicht jetzt verpolt an den Frontscheinwerfer angeschlossen werden. Der Frontscheinwerfer darf auf eigene Gefahr an DC betrieben werden, vom Rücklicht war nichts zu finden. Etwas verwirrend, ohne Multimeter und etwas Elektrik-Know-How dürfte man sich schwer tun.

Es ist alles "erdfrei" aufgebaut, deshalb immer 2-polige Zuleitungen. Trotz AC definiert B&M die schwarz/weiße Leitung als "Masse", die schwarze Leitung als "Strom" und schreibt entsprechenden Anschluß des Rücklichts am Scheinwerfer vor. Das hat wahrscheinlich mit der inneren Elektronik zu tun, die eine interne Masse definiert und ein paar aktive Leistungsschalter hat, die nicht funktionieren, wenn eine DC-Einspeisung "falsch" herum anliegt. Am NaDy selbst ist es egal.
Hat man einen NaDy mit "Erdverbindung" (also Achse, wie z.B. Shimano) wird dieser Punkt auf den Rahmen gelegt und jetzt darf nirgends im Zuge der Leitungen über das Rad nochmals ein Punkt (Scheuerstelle) auf "Erde" liegen (vor allem nicht der falsche), sonst entstehen Kurzschlussverbindungen, je nach Elektronik dazwischen mit wahrscheinlich ulkigen Effekten.