Posted by: Nordisch
Re: Hochdruck Reifen am Reiserad - 07/03/18 10:12 AM
Ich habe dort einmal kurz reingeguckt.
Seine Betrachtung ist nicht wirklich ganzheitlich und nicht ausreichend differenziert.
Er schreibt pauschal, dass Reifen/Laufradgewicht nichts ausmacht und führt dafür als Beweis an, dass Profis schwerere 700C Räder/Reifen wählen, obwohl sie auch kleinere/leichtere wählen könnten. Dass die Gewichtsunterschiede aber marginal sind und, dass die 700C Laufräder aufgrund einer anderen Reifenaufstandsfläche leichter rollen, lässt er außer Acht. Auch berücksichtigt er nicht, dass das Material in Sachen Gewicht bis auf letzte Rille ausgereizt wird.
Er macht auch keinen Unterschied zwischen einem langen Straßenrennen und einem Kriteriumsrundrennen, wobei letzteres von ständigem Bremsen und Antritten geprägt ist und man dort eher guckt leichtere Laufräder zu verwenden.
Auch vergleicht er Fahrrädern mit Autos und führt das hohe Gewicht der Autos an. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass der Radfahrer recht stark ermüdet *1 mit jedem Beschleunigungsvorgang (mehr als wenn er eine gleichmäßige Geschwindigkeit durchfährt) und dagegen der Motor vom Auto beim Beschleunigen unter gleichen Bedingungen (Umweltbedingungen, Motortemp. , Verschleißzustand, Qualität des Treibstoffes) immer die gleiche Leistung bringt, obwohl es auch eine denkbar ungünstiger Betriebszustand für einen Verbrennungsmotor ist.
Auch kann man beim Nutzungszweck des Rades unterscheiden.
Mit schweren 700+ Gramm Felgen und schweren 50 mm Reifen möchte ich nicht im Alltag durch die Stadt von Ampel zur Ampel fahren.
Das geht mit ca. 30 mm Reifen und ca. 500 Gramm Felgen etwas flotter und/oder weniger schweißtreibend.
Das konnte ich jedenfalls in Greifswald feststellen, wo die Institute der Uni in der ganzen Stadt verteilt sind. Und da ich recht schnell anfange zu schwitze, hatte ich immer einen guten Indikator, welches Rad/Laufräder mir weniger Sorgen bereiten (schweißgebadet 90 Minuten Vorlesung ist einfach nicht schön).
*1 Zur Verdeutlichung weniger für dich Lothar, aber für viele andere.
Ich bin gestern 12x 5-Sekunden-Sprints und 8x 1,5 Minuten über der Schwelle (Puls knapp 170) gefahren. Ich bin deutlich erschöpfter Zuhause angekommen als bei jeder der sachten Ausfahrten der Vorwoche. Und dabei war ich gestern über die gesamte Ausfahrt gesehen, sogar langsamer unterwegs als bei jeder der Ausfahrten der Vorwoche. Und über die gesamte Ausfahrt gesehen, war der Puls auch gut 10 Schläge im Durchschnitt höher als in der Vorwoche.
Und nun stelle man sich vor, man solle 300-400 Gramm pro Laufrad mehr in Schwung bringen. Bei häufigem Stop and Go (um auf praxisnähere Zwecke zurückzukommen), wo man im motorisierten Verkehr am besten mitschwimmen will, tut das ziemlich weh.
Habe ich dagegen einen Einsatzzweck, wo ich gleichmäßig dahinfahre und wenig bremse, gerät das Laufrad/Reifengewicht wieder in den Hintergrund. Und ich denke, das ist beim Threadersteller der Fall. Auch wird er zwischen sub 30 mm Reifen und um 35 mm Reifen, die er mit ähnlichen/gleichen/selben Felgen kann, nicht die genannten Gewichtsunterschiede haben.
Seine Betrachtung ist nicht wirklich ganzheitlich und nicht ausreichend differenziert.
Er schreibt pauschal, dass Reifen/Laufradgewicht nichts ausmacht und führt dafür als Beweis an, dass Profis schwerere 700C Räder/Reifen wählen, obwohl sie auch kleinere/leichtere wählen könnten. Dass die Gewichtsunterschiede aber marginal sind und, dass die 700C Laufräder aufgrund einer anderen Reifenaufstandsfläche leichter rollen, lässt er außer Acht. Auch berücksichtigt er nicht, dass das Material in Sachen Gewicht bis auf letzte Rille ausgereizt wird.
Er macht auch keinen Unterschied zwischen einem langen Straßenrennen und einem Kriteriumsrundrennen, wobei letzteres von ständigem Bremsen und Antritten geprägt ist und man dort eher guckt leichtere Laufräder zu verwenden.
Auch vergleicht er Fahrrädern mit Autos und führt das hohe Gewicht der Autos an. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass der Radfahrer recht stark ermüdet *1 mit jedem Beschleunigungsvorgang (mehr als wenn er eine gleichmäßige Geschwindigkeit durchfährt) und dagegen der Motor vom Auto beim Beschleunigen unter gleichen Bedingungen (Umweltbedingungen, Motortemp. , Verschleißzustand, Qualität des Treibstoffes) immer die gleiche Leistung bringt, obwohl es auch eine denkbar ungünstiger Betriebszustand für einen Verbrennungsmotor ist.
Auch kann man beim Nutzungszweck des Rades unterscheiden.
Mit schweren 700+ Gramm Felgen und schweren 50 mm Reifen möchte ich nicht im Alltag durch die Stadt von Ampel zur Ampel fahren.
Das geht mit ca. 30 mm Reifen und ca. 500 Gramm Felgen etwas flotter und/oder weniger schweißtreibend.
Das konnte ich jedenfalls in Greifswald feststellen, wo die Institute der Uni in der ganzen Stadt verteilt sind. Und da ich recht schnell anfange zu schwitze, hatte ich immer einen guten Indikator, welches Rad/Laufräder mir weniger Sorgen bereiten (schweißgebadet 90 Minuten Vorlesung ist einfach nicht schön).
*1 Zur Verdeutlichung weniger für dich Lothar, aber für viele andere.
Ich bin gestern 12x 5-Sekunden-Sprints und 8x 1,5 Minuten über der Schwelle (Puls knapp 170) gefahren. Ich bin deutlich erschöpfter Zuhause angekommen als bei jeder der sachten Ausfahrten der Vorwoche. Und dabei war ich gestern über die gesamte Ausfahrt gesehen, sogar langsamer unterwegs als bei jeder der Ausfahrten der Vorwoche. Und über die gesamte Ausfahrt gesehen, war der Puls auch gut 10 Schläge im Durchschnitt höher als in der Vorwoche.
Und nun stelle man sich vor, man solle 300-400 Gramm pro Laufrad mehr in Schwung bringen. Bei häufigem Stop and Go (um auf praxisnähere Zwecke zurückzukommen), wo man im motorisierten Verkehr am besten mitschwimmen will, tut das ziemlich weh.
Habe ich dagegen einen Einsatzzweck, wo ich gleichmäßig dahinfahre und wenig bremse, gerät das Laufrad/Reifengewicht wieder in den Hintergrund. Und ich denke, das ist beim Threadersteller der Fall. Auch wird er zwischen sub 30 mm Reifen und um 35 mm Reifen, die er mit ähnlichen/gleichen/selben Felgen kann, nicht die genannten Gewichtsunterschiede haben.