Re: Big Apple – der Pannenkönig

Posted by: LunaRadler

Re: Big Apple – der Pannenkönig - 12/02/04 09:07 AM

Gut gepumpt heißt gut gerollt

Nachfolgend Auszug aus dem Quarks Skript : Fahrrad


Radfahrer müssen mit ihrer Energie sparsam umgehen. Mit schlechter
Bereifung und zu niedrigem Reifendruck kann das Radfahren
schnell doppelt anstrengend sein.

Es lohnt sich, auf einen niedrigen Rollwiderstand zu achten. Er wird
über den sogenannten Rollwiderstandkoeffizienten bestimmt: je
kleiner der Koeffizient, umso besser rollt der Reifen.


Wissenschaftler von der Universität Oldenburg haben den Rollwiderstand zahlreicher Reifen vermessen:


  • Der Einfluss des Luftdrucks ist sehr gross, das Messdreirad rollt mit prall gefülltem Reifen deutlich weiter. Vereinfacht gesagt: halber Maximaldruck gleich doppelter Rollwiderstand.

  • Bei identischem Luftdruck (und ähnlichem Komforteindruck beim Fahren) rollen breite Reifen eher leichter als schmale. Allerdings lassen sich schmale Reifen auch stärker aufpumpen als breite.

  • Pannensichere "Langlaufreifen" haben oft einen relativ hohen Rollwiderstand, weil bei ihnen besonders dickeres Gummi gewalkt werden muss. Der Schlauch erhöht ebenfalls den Rollwiderstand. Erfolgversprechend sind deshalb neue, schlauchlose Drahtreifen.

  • Kleinere Reifen haben einen höheren Rollwiderstand. Deshalb ist bei 16- bis 20-Zoll-Laufrädern ein hoher Reifendruck umso wichtiger.


Siehe auch folgende Tabelle :

  
Reifentyp Grösse in Rollwiderstandkoeffizient
mm Breite - bei
Durchmesser 3bar 4bar 5bar

Slik-Reifen, breit 32-622 0,00513 0,00361 ---
Slik-Reifen, mittel 28-622 0,00596 0,00402 0,00349
Slik-Reifen, schmal 20-622 --- 0,00477 0,00376
Profilreifen 37,622 0,00545 0,00406 ---
Tour de Sol Reifen 47,305 0,00669 0,00436 0,00378


Zum Nachrechnen: Der Rollwiederstandskoeffizient mit dem Gewicht eines Fahrer und Rad in Newton, (z. B. 900 Newton, für einen 75 kg Fahrer auf einem 15 kg Rad) und der Geschwindigkeit multipliziert ergibt die zur Überwindung der Rollreibung erforderliche Leistung in Watt

Ich denke das ist mal ne ausordentliche gute erklärung des Themas.

Wer den ganzen Bericht lesen wil bzw. intresse daran hat (hevorragende Grundlagenaufbereitung und viele Phy. Hintergründe zum Rad) sollte mal hier reinschauen :

Skript als ZIP (inhalt PDF)

Skript direkt als PDF
quelle:http://www.quarks.de/fahrrad/index.htm

Dort werden dann auch intressante Fact's wie z. B. Entfaltung bei Schaltungen, Getriebearten (Kette / Nabe übersetzungen), Federungen unterschiede Liegerräder (ja für unsere Missionare) und "Upsides" und noch ein wenig Verkehrssicherheit + div. intressante Bücher.

Ich kann es jedem wirklich nur ans Herz legen!