Posted by: weasel
Re: Bowdenzugnippel steckt im Schalthebel fest - 10/18/17 11:12 AM
In Antwort auf: Keine Ahnung
Da mir bisher - meiner Erinnerung nach - Schaltseile noch nie im Schalthebel gerissen sind, frage ich mich, ob vielleicht ein grundlegendes Problem vorliegen könnte:
Irgendetwas in dieser Richtung würde ich vermuten. Ich schalte viel und kann mir nicht vorstellen, dass ich besonders kräftige Schaltseile erwischt habe.
- Sind die Züge so verlegt, dass nicht zusätzliche Kraft zum Schalten aufgebracht werden muss?
- Ein Problem, welches ich bei einem Bekannten "identifiziert" hatte: Der Schaltweg des Hebels und die freie Beweglichkeit des Umwerfers passten nicht zusammen. Beim Bekannten war die Begrenzung des Umwerfers zum großen Kettenblatt derart eingestellt, dass beim Hochschalten bereits diese Begrenzung erreicht wurde, so dass ein Einrasten des Schalthebels nur mit ziemlichen Zug auf dem Schaltseil erreicht werden konnte. Das haben die Schaltseile nicht lange durchgehalten. Einmal ist das Seil - wie hier beschrieben - am Nippel abgerissen. Das andere Mal an der Klemmschraube am Umwerfer.
Irgendetwas in dieser Richtung würde ich vermuten. Ich schalte viel und kann mir nicht vorstellen, dass ich besonders kräftige Schaltseile erwischt habe.
Das ist tatsächlich möglich, zumindest im aktuellen Fall.
Ich muss den linken Hebel immer recht weit durchdrücken, damit er aufs jeweils höhere KB hochschaltet. Manchmal muß ich den Hebel nach dem Einrasten auch in die Ausgangsposition zurückschnellen lassen und dann ein zweites mal durchdrücken, auch beim Hochschalten auf das größte Kettenblatt.
Ich vermute, daß der Deore-Umwerfer (SL-M510) nicht zur Kettenlinie meiner Kurbel-Achse-Kombination passt (121mm Achse, FC-M521 Deore Kurbel mit MTB-Übersetzung).
Nach Einbau des neuen Lagers und der neuen Kurbel war die Einstellung des Umwerfers nämlich sehr mühsam und ich dachte anfangs, es passt nicht mehr. Kurbel und Lager passen offiziell zusammen. Aber ich hatte mal mit einem Rose-Mitarbeiter telefniert, weil ich feststellen musste, daß nach Umbau der Q-Faktor, also die Entfernung zwischen den zwei Kurbelarmen, zu meinem Verdruß gestiegen ist. Dabei erwähnte ich auch die Probleme beim Einstellen des Umwerfers und der Mitarbeiter meinte, daß es da zwei wohl unterschiedliche Umwerfertypen gibt und der Schaltbereich des Deore-Umwerfer meines Trekkungrades möglicherweise nicht so weit nach außen schalten kann, um auf das große Kettenblatt zu kommen.
Letzten Endes klappt es zwar doch, aber eben mit o.g. Problemen, wobei der Zug im inneren, wie der Schlumpf gerade festgestellt hat, direkt hinterm Nippel sehr stark gekrümmt wird, was wohl auf Dauer zum vorzeitigen Reißen führt.
Ich habe noch einen zu den Schalthebeln passenden LX-Umwerfer hier rumfliegen. Gestern habe ich aber eh wieder den alten, zum Umwerfer passenden Deore-Schalter montiert, da ich aus dem LX-Schalter mangels passendem Nagel o.ä., den Nippel nicht aus seiner Halterung rausschlagen konnte.
Die beiden passen also schon zusammen. Problem wäre dann wohl tatsächlich die Inkompatibilität zwischen Umwerfer und Kettenlinie.
Fragt sich nun, ob mein LX-Schalter und LX-Umwerfer (LX 580) zu dieser Kettenlinie passen.
Wirklich glücklich bin ich mit dem neuen Lager wegen des gestiegenen Q-Faktors auch nicht, ebensowenig mit der aktuellen MTB-Übersetzung, wobei ich da zumindest über Austausch des Ritzels mit wenig Aufwand etwas ändern könnte.
Nach einem Jahr schon wieder Lager und Kurbel austauschen lassen wäre mir aber eigentlich zuviel Kostenaufwand. Nur Umwerfer tauschen hingegen kein Problem, wenn denn mein vorliegender LX-Umwerfer zu der Kettenlinie passt.