Re: Rohloff: Excenter oder verschiebbares Ausfall.

Posted by: kleinerblaumann

Re: Rohloff: Excenter oder verschiebbares Ausfall. - 09/05/16 08:57 PM

In Antwort auf: braut

Beim fertigen Komplettrad ist mir alles ohne Kettenspanner recht - wobei der Einsatzzweck nicht nur Reise, sondern wartungsarmes Alltagsrad ist.


Ich votiere trotzdem nochmal für einen Kettenspanner.
- man muss nichts nachspannen
- man muss nichts nachjustieren (u. U. Bremse hinten; wenn man empfindlich ist: den Sattel beim Exzenter, denn mit dem Drehen des Tretlagers verändert sich ja die Sattelposition in Relation zum Tretlager)
- man kann zwei Kettenblätter fahren
- man hat keine unnötigen Schraubverbindungen an entscheidenden Stellen
- wenn die Kette mal einen Defekt hat, kann man einfach das defekte Stück ersatzlos herausnehmen (was bei Extenter und verschiebbaren Ausfallenden nicht geht, da braucht man immer Ersatz)
- man kann ohne weiteres die Größe des Kettenblatts verändern (wenn man noch ausprobiert, ein Mal im Jahr in die Berge fährt, usw.)

Der Nachteil eines Kettenspanners ist, dass die Kette offen läuft. Das bedeutet einen höheren Verschleiß, weil mehr Dreck dran kommt, und kann Defektanfälliger sein, weil kein schützender Kettenkasten drum ist. Allerdings sieht man immer, wann man mal wieder putzen muss und kann viel leichter kontrollieren, ob die Kette einen Defekt hat, durch den sie bald zu reißen droht. Kette ölen geht auch besser ohne Kettenkasten. Optik ist per se kein Nachteil, sondern Geschmackssache. Man muss sie schon sehr stark gewichten, um die technischen Vorteile eines Kettenspanners in den Wind zu schießen.

Und du musst wissen, was für dich Wartungsarmut bedeutet. Die Kette nach 12.000 statt nach 15.000km (beide Zahlen sind aus der Luft gegriffen) zu wechseln oder häufiger mal die Kette zu spannen. Für mich ist ein Kettenspanner sorgloser, weil ich mich länger um nichts kümmern muss.

Grüße
Sebastian