Re: Totalschaden nach 2Jahren

Posted by: Igel-Radler

Re: Totalschaden nach 2Jahren - 10/04/04 09:07 AM

In Antwort auf: wolfi

Ich bevorzuge beim Fahrrad (und auch an manch anderer Stelle) die einfachere Loesung. Das heisst AHead ja, weil er weniger Teile hat, das Spezialwerkzeug obsolet macht etc. Also hier bin ich fuer die 'modernere' Loesung. Das heisst aber auch Federung (fuer Alltag und Reise) nein, weil IMHO nicht notwendig.
Ist mir wurscht ob altertuemlich oder modern, es muss zielfuehrend sein.

... kein generelles Urteil über Fullies (...) sondern differenziert auf den Einsatzzweck eingegangen ... Der Focus auf diese bestimmte Situation ist im weiteren Verlauf der Diskussion dann verlorengegangen.


Lieber Wolfi,

so gefällt mir die Diskussion auch viel besser als zähnefletschende Grundsatzdiskussionen. schmunzel

Und ich habe auch selbst an anderer Stelle geschrieben, dass ein ungefederter guter Stahlrahmen ein sehr taugliches Konzept für ein Reiserad ist, auch wenn ich selbst als (einziges) Rad ein Fully fahre. Ich hatte mich hauptsächlich gegen deine Behauptung gewehrt, dass Fully-Rahmen anfälliger für Brüche seien (was ich angesichts der vielen Berichte hier im Forum über Rahmenbrüche bei ungefederten Rädern immer noch für falsch halte). Sicherlich kann an einem Fully mehr kaputt gehen, darum ist mein reisetaugliches Fully auch teuer geworden, weil ich bei der Auswahl der Komponenten auf sehr hohe Zuverlässigkeit und Stabilität geachtet habe.

Ich habe mich gegen ein Randonneur entschieden, wahrscheinlich weil ich schon seit meiner Jugend nie ein Rennrad besessen habe. Ich wäre wahrscheinlich auf einem solchen Rad zwar schneller, aber bräuchte vermutlich eine längere Gewöhnungszeit (was bei meinem Alter nicht mehr so sinnvoll ist peinlich zwinker )

Do führst mehrfach in deinen Postings Herkelmann an. Der baut überwiegend ungefederte Räder, seine Erfahrungen mit Fullies dürften ziemlich begrenzt sein, und schließlich baut er teilweise selbst Fullys aus Stahl, was zumindest in meinen Augen ein fragwürdiges Konzept ist. Und selbst bei R+M ist es am Anfang speziell beim Delite Yellow zu Rahmenbrüchen gekommen, bis der Rahmen an einer bestimmten Stelle verstärkt wurde. Soll heißen: Wenn schon Fully (wegen der größeren Bequemlichkeit und des weiteren Einsatzbereichs), dann muss man darauf achten, dass das Rad von einem erfahrenen Hersteller mit langjähriger Modellkonstanz und Modellpflege kommt, und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet ist. Für 500 oder 1000 € ist das nicht zu haben.

Vielleicht kannst du mir ja zustimmen, wenn ich sage: Das Reise-Fully als alternatives Konzept zum klassischen Randonneur hat seine Berechtigung, wenn ein größerer Anteil an schlechten Straßen oder unbefestigten Wegen zu bewältigen ist. Allerdings hat die Bequemlichkeit eines Fullys einen doppelten Preis: Sowohl im Gewicht wie im Preis, den man zumindest für ein zuverlässiges Gefährt bezahlen muss. (Ähnlich halte ich auch Liegeräder für ein interessantes Alternativkonzept, nur dass hier der Einsatzbereich eher enger gefasst ist).

Für welches der Konzepte man sich letztlich entscheidet, hängt von den persönlichen Vorlieben ab; hier im Forum sollte die Toleranz wirklich groß genug sein, um auch solche Entscheidungen gelten zu lassen, die nicht gleich der eigenen sind. Denn schließlich gibt es auch nicht wenige hier, die sich gar nicht entscheiden können grins , und sowohl ein MTB-Fully, ein Rennrad und einen Lieger ihr Eigen nennen.

Versöhnliche Grüße

Igel-Radler, der in Rheinand Pfalz wohnt, wo schon die Autobahnen so schlecht sind, dass die Anschaffung eines Geländewagens ratsam erscheint böse, und der die Bayern um ihre guten Straßen fast beneidet

PS: @ Eva-Maria: sorry für die Verwechselung peinlich