Posted by: kona
Re: Mantel für 28er Rad - 07/31/14 11:32 AM
In Antwort auf: Nordisch
Für mich zählen meine Erfahrungen.
Mein Rubino ging digital ohne Ankündigung des Grenzbereiches weg.
In einem Regenmarathon (Müritz) bin mehrmals ins Schlittern gekommen (bereits in lang gezogenen Kurven) mit dem Hinterrad, wo der Rubino montiert war. (Das Vorderrad war problemlos mit dem GP 4000 S.)
Schlussendlich hat es mir das Hinterrad beim Abbiegen/Herausbeschleunigen im Wiegetritt bei geringer Geschwindigkeit (10-20 km/h) weggezogen. Habe diesen Marathon nach der Hälfte beendet.
Mein Rubino ging digital ohne Ankündigung des Grenzbereiches weg.
In einem Regenmarathon (Müritz) bin mehrmals ins Schlittern gekommen (bereits in lang gezogenen Kurven) mit dem Hinterrad, wo der Rubino montiert war. (Das Vorderrad war problemlos mit dem GP 4000 S.)
Schlussendlich hat es mir das Hinterrad beim Abbiegen/Herausbeschleunigen im Wiegetritt bei geringer Geschwindigkeit (10-20 km/h) weggezogen. Habe diesen Marathon nach der Hälfte beendet.
Du bist aber auch ein Held!
Der Rubino Pro wird als Trainings-, nicht als Rennreifen beworben. Der hat mich auch bei Regen-Vättern nicht im Stich gelassen. Auch nicht auf dem leichten Kopfsteinpflaster bei strömendem Regen.
Zitat (Bike-Components):
"Ausdauernder Allrounder: der Rubino Pro Faltreifen von Vittoria
Der anhaltend beliebte Allrounder Rubino Pro hat die perfekte Kombination von Eigenschaften mit der Ausdauer für die größten Herausforderungen: Eine robuste 150 tpi Nylon Karkasse, ein durchdachtes Profil mit sehr langlebiger Gummimischung und der effektive Pannenschutz machen ihn zur ersten Wahl für Ausdauerrennen wie dem Race Across America."
Klar, ist auch nur von Vittoria abgeschrieben.

Der Witz: Genau bei so etwas wird der auch gefahren. Ich keine einige Langstreckenfahrer, die den Komfort bei hoher Pannenunempfindlichkeit schätzen.
Ein Bekannter fuhr USA Ost-West. Anfangs mit Conti Contact II. Damit hatte er viele Pannen. Entnervt zog er dann den Rubino Pro auf und war alle Probleme los. - Sicher, ein Einzelfall. (Allerdings kann auch ich nichts Negatives über das Material vermelden.) Ein guter Allrounder. Nichts Spezielles. Nicht auf eine Sache hin optimiert. Eben ein Allrounder.
Zitat:
Teamkollegen haben die gesponsorten Rubinos teils absichtlich mit Blockierbremsungen im Winter runtergehobelt um schnell bessere Reifen aufzuziehen.

Zitat:
Ich hatte meinen Rubino Pro von Rose komplett in schwarz.
Die Teamkollegen hatten schwarz/blaue an den gesponsorten Rädern.
Wie hieß es immer? Schwarze Reifen haften besser. Wenn man aber bunte Reifen fährt, muß man sich eben darauf einstellen. Das ist bei anderen Herstellern genau das Gleiche.
Zitat:
Der ProTech ist quasi Vittorias Pendant zu Michelin Pro4 Endurance und Conti GP4 Season aber ohne an den hohen Pannenschutz der beiden heran zu kommen.
Erst behauptest du, es gäbe keine "Nässemischung" für den Rubino Pro, nun vergleichst du genau den nichtexistenten Reifen auch noch mit anderen. - Reife Leistung!
Überhaupt muß man sich auf bestimmte Eigenschaften von Reifen einfach einstellen. Auch mal durch die Fahrweise. Wer Allround-Trainigsreifen mit reinen Rennreifen gleichsetzt, macht doch grundsätzlich etwas falsch.
Und klar, packe ich mich mit dem Trainigsreifen auf die Fresse, ist der scheiß Reifen dran schuld. Passiert mir das mit dem Nobelteil, war bestimmt etwas Öl, Sand oder eine andere Art von Verschmutzung die Ursache. Alles, nur nicht der Fahrer, der vielleicht mal unaufmerksam war, etwas zu schnell die Kurve nahm, in der Kurve bremste - gar noch zu ruckartig, ... Nie! Egal was, aber sicher nicht der Fahrer.
Kenne ich doch auch. Irgendwann mußte ich aber einsehen, dass nicht der doofe Conti schuld war, sondern dass es eben keine gute Idee ist, bei nassem Laub auf Kopfsteinpflaster einen Gulli nicht mitbekommen zu haben. Nasses Laub ist ohnehin doof. Ich hätte vorsichtiger sein sollen. War ich nicht. Selbst schuld.

Und was die vielen Geschichten von hohen Rollwiederständen angeht: Als mehrere doch ach so unterschiedliche Reifen nicht mehr auf der Conti-Stahlrolle, sondern auf einem "Laufband" getestet wurden, stellte sich plötzlich heraus: Minimalste Unterschiede. 1-3 Watt. - Die merkt kein Fahrer! Da ist es weitaus interessanter, ob ich um 6 Uhr oder um 9 Uhr eine Tour starte.

Was ich merke, ob ein Reifen etwas mehr Komfort bietet. Wie er sich (de)montieren läßt. Ob er sich kippeliger fährt. ... Aber Rollwiderstand?
Selbst der Marathon Plus rollt gar nicht sooo schlecht. Er ist eben schwer. Weil er aber recht unflexibel ist, kommt schnell ein wenig Vollgummifeeling auf. Und auch der rutscht gerne. Wenn man das aber weiß, das inkauf nimmt, sich drauf einstellt, ... Man MUSS damit nicht stürzen.

Für mich ist er Rubino auf Touren das, was früher der Panasela Tourguard war. Ein sehr guter Allrounder.
Unzerstörbar ist gar keiner. Selbst ein Vollgummireifen wird mal brüchig.

Und wie ich schon schrieb. Vor 20 oder 30 Jahren wäre ich froh gewesen, ich hätte heutige Reifen zur Verfügung gehabt. Baumwollschlauchreifen. - Was für ein Mist. Rollte zwar nicht schlecht, auf der Straße war der aber immer fix durch, wenn man mal einen Stein, eine Scherbe, ... nicht sah. Und dann das umständliche Gewechsel. (Am besten hinterher Naht auftrennen, Schlauch flicken und den Mist wieder zunähen.)
Und die Drahtreifen? Wenigstens war das Geflicke unkompliziert und schnell erledigt. Ja, da hat man noch gelernt, wie man das Rad schnell (de)montiert, Reifen (de)montiert und flickt. Auch bei Rücktritträdern und Nabenschaltungen. - Eine Fähigkeit, die viele Leute heute nicht einmal mehr erwerben. (Was trotz besserer Reifen manchmal etwas doof ist.)
