Posted by: Nordisch
Re: Mantel für 28er Rad - 07/30/14 09:08 PM
Hallo,
ich kann ja nun nichts dafür, dass ich mit Vittorias auf deutlich weniger Kilometer mehr Platten hatte als mit sämlichen Reifen mit einem Vectran Pannenschutz.
Conti GP 4000 S fahre teils 20.000 km bis zu einem Platten. Mit Vittorias hatte ich bisher im Schnitt alle 1000-2000 km einen.
Dass die Vittorias rutschiger sind als andere Reifen, habe ja nicht nur ich festgestellt.
Besonders beim Rubino Pro waren es mehrere Mitglieder eines Amateur-Radteams aus MV, die den Rubino Pro auf ihren gesponsorten Rädern hatten.
Die Gummimischung, die der Rubino Pro drauf hatte, hatten auch die besten Rennreifen Vittorias aufvulkansiert. Nachdem etliche TDF Fahrer sich damit bei Regen lang gemacht haben, hat Vittoria dort endlich auf die neue Iso Grip Gummimischung gewechselt (nur leider nicht beim Rubino Pro).
Wenn man um den schlechteren Nässegrip weiß, ist das am langsamer gefahrenen Alltagsrad kein Problem, man passt die Kurvengeschwindigkeiten und die Bremsmanöver an.
So bald man aber fixer unterwegs ist und erst recht mit anderen Fahrern mit rutschsicheren Reifen, geht man schnell das Risiko ein, sich lang zu machen.
Dazu sind mir meine Knochen zu lieb.
Ich "teste" ja schon seit etlichen Jahren Reifen (von Vittoria z.B.: Rubino Pro, Ranndoneur Pro, Randonneur Cross Pro, Randonneur/Voyager Hyper, XG Pro, XN Pro), da diese wie kein anderes Bauteil die Fahreigenschaften des Rades beeinflussen.
Ich lande zumindest am Renner immer wieder beim Conti GP 4000 S.
Nach meinen Vittorias Randonneur Hyper wie auch Marathon Racer Performance am Stadtrad überlege ich danach lieber Marathon Racer Evo aufzuziehen. Die Racer Evo und Supreme, welche ich am Reisepanzer fahre, verhalten sich bei nasskalten Bedingungen deutlich gutmütiger.
Am Crosser werde ich von den derzeitigen Racing Ralph Performance *1 besser auf den Racing Ralph Evo wechseln oder vielleicht auch auf den Conti Cyclo X-King in der 33 mm Version mit Black Chili.
Ich kann dir von Herzen empfehlen, mal die neuen Conti GP 4000 S in 28 mm zu montieren und zumindest hinten einen Latexschlauch einzuziehen. Das bringt Komfort und rollt sehr angenehm leicht ab. Der Vittoria Rubino Pro hat einen höheren Rollwiderstand (den bin ich auch mit Latexschlauch gefahren).
Auch bringt es für den Komfort etwas breitere Felgen zu montieren. Ich habe derzeit am CX Rad im Rennmodus ein 19C Alfine Voderrad mit einem 23 mm Conti verbaut. Eine weiteren Vorteil hat es auch; man braucht sich nicht so viele Gedanken um den Reifendruck machen. Ein 23 mm Reifen auf einer 19C Felge rollt auch bei 5 Bar noch passabel und macht keinen Ärger mit Durchschlägen (Fahrer 83 kg), selbst auf groben Kopfsteinpflaster.
Viele Grüße
Andreas
PS
Klar seitlich aufgebriebene/aufgeschlitzte Reifen sind ein andere Thematik.
Hierfür braucht man Reifen mit einer schnittfesten seitlichen Gewebelage.
Diese sind dann aber steifer, unkomfortabler und haben einen höheren Rollwiderstand.
Hier fahre ich im Winter den GP4Season (28 mm, real 27 mm) am Hinterrad. Aber irgenwie sagt dieser mir beim Abrollen nicht so recht zu. Ich meine Michelin Krylion Carbon lief trotz 23 mm Breite angenehmer (die schnittfeste Gewebelage ist auch nicht so grob wie beim Conti GP4Season). Ich teste daher demnächst den Nachfolger des Krylion den Michelin Endurance in 25 mm.
PS2
Wir hatten hier im Forum irgendwann mal die Diskussion, dass der Supreme nicht so angenehm abläuft wie der Marathon Racer (Evo).
Auch merke ich, dass der Vittoria Randonneur Hyper nicht ganz so komfortabel ist wie der Randonneur CX Pro.
Ich habe dazu die Hypothese, dass die große geschlossene Lauffläche von Supreme und Hyper diesen Teil der Karkasse stärker verteift als das quasi bestollte Muster von Mara Racer und Hyper.
PS3
Wenn du einen breiteren/voluminöseren Reifen als 28 mm suchst, kann ich dir den Vittoria XN Pro als eines der komfortabelsten und schnellsten Vertreter bis 32/34 mm empfehlen.
Allerdings hätte man dort auch die Nachteile eines geringeren Pannenschutzes, des schlechteren Nässegrip auf Asphalt und der Reifen hält natürlich nicht so lang, da er recht dünn gummiert ist. Letzteres ist aber neben seiner 150 TPI Karkasse, die Crux für den hohen Komfort. Ich nutze ihn daher für das entspannte gemixte Fahren im Winter (Straße und Abkürzungen über Felder und durch Wälder).[u][/u]
*1
Wie ich schon im vorherigen Post schrieb, haben die Performance Versionen der Schwalbe Reifen oftmals rutschigere aber dafür recht abriebfeste Gummimischungen.
Für den Grip auf nassen Asphalt sind aber teils gar einige einfachste Schwalbe Reifen z.B. mit dem "Basic Compound" besser. Dazu zählt z.B. der Schwalbe CX Comp. Er nutz sich aber verhältnissmäßig schnell ab. Die EVO Version vereinen Grip und zumindest eine mäßige Haltbarkeit besser.
Conti hat mit seiner Black Chili Gummimischung wohl die beste Mischung auf den Markt.
Selbst mit schmalen 23 mm GP 4000 S Reifen lassen sich bis zu 10.000 km (Systemgewicht 95 kg) machen bei bestem Grip.
ich kann ja nun nichts dafür, dass ich mit Vittorias auf deutlich weniger Kilometer mehr Platten hatte als mit sämlichen Reifen mit einem Vectran Pannenschutz.
Conti GP 4000 S fahre teils 20.000 km bis zu einem Platten. Mit Vittorias hatte ich bisher im Schnitt alle 1000-2000 km einen.
Dass die Vittorias rutschiger sind als andere Reifen, habe ja nicht nur ich festgestellt.
Besonders beim Rubino Pro waren es mehrere Mitglieder eines Amateur-Radteams aus MV, die den Rubino Pro auf ihren gesponsorten Rädern hatten.
Die Gummimischung, die der Rubino Pro drauf hatte, hatten auch die besten Rennreifen Vittorias aufvulkansiert. Nachdem etliche TDF Fahrer sich damit bei Regen lang gemacht haben, hat Vittoria dort endlich auf die neue Iso Grip Gummimischung gewechselt (nur leider nicht beim Rubino Pro).
Wenn man um den schlechteren Nässegrip weiß, ist das am langsamer gefahrenen Alltagsrad kein Problem, man passt die Kurvengeschwindigkeiten und die Bremsmanöver an.
So bald man aber fixer unterwegs ist und erst recht mit anderen Fahrern mit rutschsicheren Reifen, geht man schnell das Risiko ein, sich lang zu machen.
Dazu sind mir meine Knochen zu lieb.
Ich "teste" ja schon seit etlichen Jahren Reifen (von Vittoria z.B.: Rubino Pro, Ranndoneur Pro, Randonneur Cross Pro, Randonneur/Voyager Hyper, XG Pro, XN Pro), da diese wie kein anderes Bauteil die Fahreigenschaften des Rades beeinflussen.
Ich lande zumindest am Renner immer wieder beim Conti GP 4000 S.
Nach meinen Vittorias Randonneur Hyper wie auch Marathon Racer Performance am Stadtrad überlege ich danach lieber Marathon Racer Evo aufzuziehen. Die Racer Evo und Supreme, welche ich am Reisepanzer fahre, verhalten sich bei nasskalten Bedingungen deutlich gutmütiger.
Am Crosser werde ich von den derzeitigen Racing Ralph Performance *1 besser auf den Racing Ralph Evo wechseln oder vielleicht auch auf den Conti Cyclo X-King in der 33 mm Version mit Black Chili.
Ich kann dir von Herzen empfehlen, mal die neuen Conti GP 4000 S in 28 mm zu montieren und zumindest hinten einen Latexschlauch einzuziehen. Das bringt Komfort und rollt sehr angenehm leicht ab. Der Vittoria Rubino Pro hat einen höheren Rollwiderstand (den bin ich auch mit Latexschlauch gefahren).
Auch bringt es für den Komfort etwas breitere Felgen zu montieren. Ich habe derzeit am CX Rad im Rennmodus ein 19C Alfine Voderrad mit einem 23 mm Conti verbaut. Eine weiteren Vorteil hat es auch; man braucht sich nicht so viele Gedanken um den Reifendruck machen. Ein 23 mm Reifen auf einer 19C Felge rollt auch bei 5 Bar noch passabel und macht keinen Ärger mit Durchschlägen (Fahrer 83 kg), selbst auf groben Kopfsteinpflaster.
Viele Grüße
Andreas
PS
Klar seitlich aufgebriebene/aufgeschlitzte Reifen sind ein andere Thematik.
Hierfür braucht man Reifen mit einer schnittfesten seitlichen Gewebelage.
Diese sind dann aber steifer, unkomfortabler und haben einen höheren Rollwiderstand.
Hier fahre ich im Winter den GP4Season (28 mm, real 27 mm) am Hinterrad. Aber irgenwie sagt dieser mir beim Abrollen nicht so recht zu. Ich meine Michelin Krylion Carbon lief trotz 23 mm Breite angenehmer (die schnittfeste Gewebelage ist auch nicht so grob wie beim Conti GP4Season). Ich teste daher demnächst den Nachfolger des Krylion den Michelin Endurance in 25 mm.
PS2
Wir hatten hier im Forum irgendwann mal die Diskussion, dass der Supreme nicht so angenehm abläuft wie der Marathon Racer (Evo).
Auch merke ich, dass der Vittoria Randonneur Hyper nicht ganz so komfortabel ist wie der Randonneur CX Pro.
Ich habe dazu die Hypothese, dass die große geschlossene Lauffläche von Supreme und Hyper diesen Teil der Karkasse stärker verteift als das quasi bestollte Muster von Mara Racer und Hyper.
PS3
Wenn du einen breiteren/voluminöseren Reifen als 28 mm suchst, kann ich dir den Vittoria XN Pro als eines der komfortabelsten und schnellsten Vertreter bis 32/34 mm empfehlen.
Allerdings hätte man dort auch die Nachteile eines geringeren Pannenschutzes, des schlechteren Nässegrip auf Asphalt und der Reifen hält natürlich nicht so lang, da er recht dünn gummiert ist. Letzteres ist aber neben seiner 150 TPI Karkasse, die Crux für den hohen Komfort. Ich nutze ihn daher für das entspannte gemixte Fahren im Winter (Straße und Abkürzungen über Felder und durch Wälder).[u][/u]
*1
Wie ich schon im vorherigen Post schrieb, haben die Performance Versionen der Schwalbe Reifen oftmals rutschigere aber dafür recht abriebfeste Gummimischungen.
Für den Grip auf nassen Asphalt sind aber teils gar einige einfachste Schwalbe Reifen z.B. mit dem "Basic Compound" besser. Dazu zählt z.B. der Schwalbe CX Comp. Er nutz sich aber verhältnissmäßig schnell ab. Die EVO Version vereinen Grip und zumindest eine mäßige Haltbarkeit besser.
Conti hat mit seiner Black Chili Gummimischung wohl die beste Mischung auf den Markt.
Selbst mit schmalen 23 mm GP 4000 S Reifen lassen sich bis zu 10.000 km (Systemgewicht 95 kg) machen bei bestem Grip.