Re: Wechsel von Randonneur auf Liegevelo?

Posted by: HeinzH.

Re: Wechsel von Randonneur auf Liegevelo? - 03/24/14 08:29 AM

In Antwort auf: superaxel
(....) Das sind die Flevobikes mit Knickgelenk statt gelenkter Gabel. Eine Sache für echte Freaks. (....)


Moin Axel,
das mit den "echten Freaks" möchte ich doch ein wenig relativieren. Seit Mitte der 90er Jahre d.l.J. nahm ich am monatlichen Liegeradlertreff in Hamburg teil. Damals war das FLEVOBIKE das einzige Liegerad, welches für viele Interessentinnen und Interessenten einigermaßen bezahlbar erschien. Es ist aus heutiger Sicht unglaublich, aber für viele war dieses knickgelenkte Fahrrad das erste eigene Liegerad überhaupt, quasi das "Einsteigerliegerad" schlechthin. Dazu trug auch bei, daß eine nicht ganz kleine Serie FLEVOBIKEs (und FLEVOTRIKEs) in der Werkstatt der Uni Harburg von Interessierten selbst gefertigt wurde.
Die anderen beiden häufig gefahrenen Liegeräder waren damals das Radius Hornet und das Challenge Hurricane, im Vergleich zum FLEVO waren diese sehr teuer...
Da ich selbst erst in einem Lebensalter von über fünfzig Jahren zum FLEVOnauten wurde, behaupte ich, daß jeder dieses geniale Fahrrad fahren lernen kann. Ich habe es nicht nur für sportliche Zwecke und als Reiserad, sondern sehr intensiv auch als Arbeitswegrad eingesetzt.
Wer das Fahren eines FLEVOBIKEs erlernt und verinnerlicht hat wird feststellen, daß sich damit auch die fahrerischen Fähigkeiten auf "Ups" oder konventionellen Liegerädern verbessern. Ich selbst hatte einmal das Vergnügen, meinen Nachhauseweg über die interne Flughafen-Umlaufstraße auf der von den Shuttlebussen glattgefahrenen Schneedecke zurückzulegen. Als ich nach 40 Minuten sturzfrei zuhause angekommen war, befiel mich ein Gefühl, welches nur mit ganz wenigen anderen menschlichen Gefühlen vergleichbar ist zwinker

Also, FLEVOfahren ist nicht nur etwas für "Freaks", sondern an sich eine eine sehr vernünftige Sache, die überdies Körper und Geist zugute kommt. Nur Mut!

Gruß aus Münster
HeinzH.