Posted by: MatthiasM
Re: Langzeiterfahrung mit hydraulischen Bremsen? - 02/18/14 05:53 PM
In Antwort auf: naero
Der Witz an der Magura 'Big' ist ja, dass du beide Bremsen mit einem Hebel ansteuern kannst. Meine Eltern haben die Dinger an Tadpole-trikes, dort arbeiten die Bremsen seit bald 27000km relativ unauffällig (nur einmal Nachstellung vom Fachmann nötig), und das sind wirklich griffige Bremsen (auch wenn sie technisch gesehen wohl ganz sicher nicht mehr auf dem Stand der Dinge sind).
Die BIG ist die letzte verbliebene Niederdruck-Scheibenbremse aus dem Magura-Stall. Die Bremszangen entsprechen wohl weitgehend der alten Niederdruck-Julie (beim Nachfolger, der Julie HD ist die Zange mit den aktuellsten Louisenzangen identisch), mit angepaßten Riesengebern für entsprechendes Kolbenvolumen, um zwei Zangen zu betätigen.
Da an dem Rad für Disc alles vorbereitet ist, wäre es in meinen Augen Unfug, auf Felgenkneifer egal welchen Prinzips zurückzurüsten, nur meine Meinung. Wenn es technisch möglich ist, im Katastrophenfall im hintersten Busch die Scheibenbremse notfalls stillzulegen oder zu demontieren und zwei V-Brakes vom nächstbesten Dorfradladen dranzuklatschen, würde ich beruhigt mit guten, fachgerecht entstörten hydraulischen Scheibenbremsen losfahren. Ob das nun links/rechts getrennt zwei einzelne sind oder ein Pärchen á la BIG für die zwei Räder und eine extrige normale für das einzelne dritte (DAS wäre brachale Bremswirkung mit sicherer Redundanz, im Schadensfall nur einseitig bremsen zu können ist nix...) ist noch was anderes.
lG Matthias, zufriedener Louisenfahrer am Normalrad