Posted by: MatthiasM
Re: Glockenlager für altes Herrenfahrrad - 02/11/14 08:54 AM
Wegen Werkzeug - BSA-Lager brauchen Haken- und Stiftschlüssel, das ist sowieso die viel fragwürdigere Konstruktion (auch wegen X statt O). Thompson: bei meiner Thun-Garnitur wie auch beim damals (1979) ursprünglich von Rixe verbauten Kurbelkeilmurksvorgänger hab ich Konus mit "Innenzweiseit" - Staubdeckel, der dort schön hineingreift - "Beilagscheibe" mit Nase für Nut in Welle - Kontermutter für hinreichende Maulweite, keinerlei Spezialwerkzeug. Wenn man zur Feineinstellung die Kontermutter löst, kann man den Konus von Hand mit dem Staubdeckel drehen. Kontern dann dank der Scheibe mit der Nase ohne Risiko, den Konus wieder mitzuverdrehen. Alles halt etwas gröber als Konsulagerchen an Naben, schön fein einstellbar wie klassische Gewindesteuersätze auch - Kunststück, gleiches mechanisches Konzept. Das gute alte Thompsonlager war insgesamt gar nicht so verkehrt, problematisch war eben, daß man es auch zu "locker" fahren konnte und generell die mangelhafte Abdichtung - da haben sich vor den Patronen schon die BSA-Lager leichter getan.
Die "Wartbarkeit" der von Dir erwähnten Patrone beschränkt sich auch "nur" auf den Luxus, die Lager einzeln wechseln zu können, wenn da ein Lager mal spielhaltig verschlissen ist, bleibt nur wechseln. Luxus wäre sicher ein Patronenlager z.B. mit Kegelrollenlagern oder für leichteren Lauf Schrägkugellager, die im Gegensatz zu axial eher gering belastbaren Rillenkugellagern mit wohldosierbarer Vorspannung spielfrei (mit Tellerfedern evtl. sogar in Grenzen "selbstnachstellend") zu bekommen wären, aber da sind wir vom Konstruktionsprinzip sowieso gleich wieder beim guten alten zerlegbaren Konuslager.
lG Matthias
PS.: @maush, Danke für den Link auf www.blitzrad.de - das ist ja wie www.scheunenfun.de eine unerschöpfliche Quelle für nostalgisches Material
Die "Wartbarkeit" der von Dir erwähnten Patrone beschränkt sich auch "nur" auf den Luxus, die Lager einzeln wechseln zu können, wenn da ein Lager mal spielhaltig verschlissen ist, bleibt nur wechseln. Luxus wäre sicher ein Patronenlager z.B. mit Kegelrollenlagern oder für leichteren Lauf Schrägkugellager, die im Gegensatz zu axial eher gering belastbaren Rillenkugellagern mit wohldosierbarer Vorspannung spielfrei (mit Tellerfedern evtl. sogar in Grenzen "selbstnachstellend") zu bekommen wären, aber da sind wir vom Konstruktionsprinzip sowieso gleich wieder beim guten alten zerlegbaren Konuslager.
lG Matthias
PS.: @maush, Danke für den Link auf www.blitzrad.de - das ist ja wie www.scheunenfun.de eine unerschöpfliche Quelle für nostalgisches Material
