Re: Radreisen und Gewitter

Posted by: irg

Re: Radreisen und Gewitter - 09/25/13 05:37 AM

Hallo!

Jetzt behalte bitte mal die Verhältnisse im Auge: es geht nicht um einen professionell installierten, dauerhaften, möglicherweise Werte im 100k€-Bereich schützenden, versicherungsrechtlich akzeptablen Vollschutz, sondern darum, die Gefahr unterwegs möglichst weit zu minimieren (damit will ich kein Leben in Geld gegenrechnen!). Wenn "irgendetwas" mein Risiko, von einem Blitz betroffen zu sein, verringern kann, warum soll ich es nicht machen?

Alles ist eine Frage der Abwägung. Vertraue ich dem Gestänge im Zelt in dem ich selbst sitze, oder eher einem mehr oder weniger sauber aufgestellten Blitzableiter 5 Meter weiter weg? Kommt halt drauf an ...
Und in Bezug auf andere Ansätze, die z.B. versuchen, aus dem Zelt einen Faraday'schen Käfig zu basteln, sehe ich meinen Ansatz gar nicht so abwegig. Denn ganz ehrlich: wenn der Blitz im Zelt einschlägt, ist es relativ egal, wie viel Aufwand du dort betrieben hast: die Chance das unbeschadet zu überstehen ist seeeehr gering. Also sollte man doch versuchen, den Blitz gleich woanders hin zu lotsen. Bäume, Senken, Gebäude etc zu nutzen, läuft auf das gleiche hinaus wie ein Blitzableiter: man reduziert die Wahrscheinlichkeit, selbst zum bevorzugten Weg für den Spannungsausgleich zu werden. [/zitat]

Ich muss mich entschuldigen: Ich habe meine Antwort nicht ganz ernst gemeint, bei deinem Beitrag davor war ich mir auch nicht ganz sicher.
Du hast natürlich recht. Wenn es eine vernünftige Möglichkeit gibt, die Blitzgefahr zu minimieren, sollte diese genützt werden. Dazu fällt mir ein: Höhenbergsteiger sind von der Blitzgefahr weit stärker bedroht. Sie steigen an weit exponierteren Bergen und Graten herum, und ins Sichere flüchten können sie gar nicht. Hat sich jemand in diesem Bereich schon einmal den Kopf darüber zerbrochen?

lg! georg