Posted by: JoMo
Re: Technik an Rädern - 06/18/04 03:46 PM
Hallo auch,
ich bin eben mit meiner Frau auf ca. 15 Jahren alten Reiserädern aus Tarifa zurückgekommen. 28er mit Shimano Deore 6-fach, bzw. DeoreXT 7-fach. Stahlrahmen gemufft und gelötet. 2300km, ein Platten(Scherbenhaufen) und ansonsten keine Ausfälle. Beide Räder sind bis auf Reifen, Ketten und Bremsbeläge noch in Urausführung. Ich liebäugle natürlich auch ab und zu mit einem neuen Rad, kann bei den meisten allerdings keine Verbesserung feststellen. Wenn man bedenkt, daß der Rahmen das Herzstück eines Bikes ist, dann muß man eher feststellen, daß man da heute eher Schlechteres findet, als noch vor 15 Jahren. Mit unseren Cantileverbremsen haben wir noch jede Paßabfahrt entschärft und vorne 53/39 und hinten 14-32 hat auch überall hingereicht. Zugegeben, die Räder haben damals schon zwischen 1800 und 3300 DM gekostet. Wie heute ein 900-Euro-Rad nach 15 Jahren aussieht und was daran noch alles funktioniert, möchte ich lieber nicht wissen. Mit Deore XT habe ich natürlich damals das beste genommen, was Shimano zu bieten hatte. Eine Verbesserung der heutigen Komponenten im Sinne von Haltbarkeit und Zuverlässigkeit könnte ich allerdings nicht feststellen. Zugegeben V-Brakes sind bissiger, aber die damaligen DeoreXT Daumenschalthebel sind immer noch fast unkaputtbar und wahrscheinlich im Defektfall noch auf Reibung gut zu benützen. Prinzipiell wäre man, was das technische Wissen anbelangt sicher auch vor 50 Jahren schon in der Lage gewesen, bessere Räder herzustellen, als die heutigen. Da war dafür nur noch kein Markt. Daß man mit vorne weniger und hinten mehr Zähnen leichter den Berg hinaufkommt müßte ja bereits nach dem Physikunterricht der 8. Klasse klar sein. Übrigens habe ich meine Laufräder noch nie nachzentrieren müssen. Bei aller modernen Technik ist es heute aber scheinbar fast schon eine Kunst, eine perfekt eingespeichtes Laufrad zu bekommen. Mit dem Rahmen also das wichtigste am Rad. Ich bin sicher kein Purist, aber wenn Technik nicht wirklich verbessert wurde, kaufe ich sie auch nicht (bei Shimano nicht so einfach). Bei vielen Sachen würde es reichen, sie weiterhin gleich gut (Rahmen, Laufrad) zu machen, als den Leuten vorzugaukeln, daß es jetzt noch besser und gleichzeitig billiger geworden ist. Wenn ein gefedertes Rad ein richtig berechnetes und einstellbares Fahrwerk hätte, wäre das schon o.k. (gibts´das?), wenn die Kuh nur etwas schaukelt, sehe ich da keinen Vorteil drin. Jetzt hör ich aber auf, denn ich weiß auch um die Gesetze des Marktes. Die bestimmen eben, was die Masse bekommt. Wir sind aber doch ganz individuell, oder?
ich bin eben mit meiner Frau auf ca. 15 Jahren alten Reiserädern aus Tarifa zurückgekommen. 28er mit Shimano Deore 6-fach, bzw. DeoreXT 7-fach. Stahlrahmen gemufft und gelötet. 2300km, ein Platten(Scherbenhaufen) und ansonsten keine Ausfälle. Beide Räder sind bis auf Reifen, Ketten und Bremsbeläge noch in Urausführung. Ich liebäugle natürlich auch ab und zu mit einem neuen Rad, kann bei den meisten allerdings keine Verbesserung feststellen. Wenn man bedenkt, daß der Rahmen das Herzstück eines Bikes ist, dann muß man eher feststellen, daß man da heute eher Schlechteres findet, als noch vor 15 Jahren. Mit unseren Cantileverbremsen haben wir noch jede Paßabfahrt entschärft und vorne 53/39 und hinten 14-32 hat auch überall hingereicht. Zugegeben, die Räder haben damals schon zwischen 1800 und 3300 DM gekostet. Wie heute ein 900-Euro-Rad nach 15 Jahren aussieht und was daran noch alles funktioniert, möchte ich lieber nicht wissen. Mit Deore XT habe ich natürlich damals das beste genommen, was Shimano zu bieten hatte. Eine Verbesserung der heutigen Komponenten im Sinne von Haltbarkeit und Zuverlässigkeit könnte ich allerdings nicht feststellen. Zugegeben V-Brakes sind bissiger, aber die damaligen DeoreXT Daumenschalthebel sind immer noch fast unkaputtbar und wahrscheinlich im Defektfall noch auf Reibung gut zu benützen. Prinzipiell wäre man, was das technische Wissen anbelangt sicher auch vor 50 Jahren schon in der Lage gewesen, bessere Räder herzustellen, als die heutigen. Da war dafür nur noch kein Markt. Daß man mit vorne weniger und hinten mehr Zähnen leichter den Berg hinaufkommt müßte ja bereits nach dem Physikunterricht der 8. Klasse klar sein. Übrigens habe ich meine Laufräder noch nie nachzentrieren müssen. Bei aller modernen Technik ist es heute aber scheinbar fast schon eine Kunst, eine perfekt eingespeichtes Laufrad zu bekommen. Mit dem Rahmen also das wichtigste am Rad. Ich bin sicher kein Purist, aber wenn Technik nicht wirklich verbessert wurde, kaufe ich sie auch nicht (bei Shimano nicht so einfach). Bei vielen Sachen würde es reichen, sie weiterhin gleich gut (Rahmen, Laufrad) zu machen, als den Leuten vorzugaukeln, daß es jetzt noch besser und gleichzeitig billiger geworden ist. Wenn ein gefedertes Rad ein richtig berechnetes und einstellbares Fahrwerk hätte, wäre das schon o.k. (gibts´das?), wenn die Kuh nur etwas schaukelt, sehe ich da keinen Vorteil drin. Jetzt hör ich aber auf, denn ich weiß auch um die Gesetze des Marktes. Die bestimmen eben, was die Masse bekommt. Wir sind aber doch ganz individuell, oder?
