Posted by: Anonymous
Re: ist es eigentlich normal... - 02/06/04 05:45 PM
Hallo Martina,
bei behindernden (manchmal sind die wohl auch behindert, aber ohne das die das wahrhaben wollen und auch je bescheinigt bekommen würden) wünschte ich mir ein Beutelchen mit etwas sch..önem, was ich auf der Windschutzscheibe zerfließend platzieren könnte.
Bei den Verhältnissen für Radfahrer kommt es wohl auf die Einstellung der Stadtoberen an. Natürlich kann man bei einer engen Straße nun nicht Häuser wegreißen, nur dass für Radfahrer genügend Platz ist. Aber in vielen Fällen drängt sich mir auf, dass es Kräfte in der Stadt gibt, die denken
Besondre Kacke sind die Absätze an den Radwegen, wenns auch nur 5cm sind. Ich glaube kaum, dass sich ein Straßenplaner erlauben würde, an einer Autbahnausfahrt einen Absatz von 30cm zu machen (den Autos wohnt ja eine viel größere Kraft als Radfahrern inne). In Leipzig ist mir aufgefallen, dass dort der Übergang vom Radweg zur Straße fast nicht zu spüren war.
Oder man hat vor einigen Jahren die Fahrbahn mit Straßenbahnschienen und Fußweg über die Saalebrücke völlig neu gemacht. Damals verkehrten da nur 2 Straßenbahnlinen (während der langen Bauzeit natürlich nicht), aber der Straßenbahnausbau nach Neustadt war schon geplant und jetzt fahren die Straßenbahnen manchmal unmittelbar hintereinander. Auf der Brücke (wo es bei Temperaturen um 0 eher friert als auf normaler Straße) ist zwischen Bordkante und Schiene nicht genügend Platz, dass die Straßenbahn gefahrlos überholen kann, was aber manche Fahrer doch tun, wenn man zu weit am Rand fährt. Die beidseitigen Fußwege sind ziemlich breit und man hätte die durchaus schmaler machen können. Jetzt hat man die Fußwege "Für Radfahrer frei" gemacht (ein Stadtheini hat mir mal geschrieben "für ängstliche Radfahrer"), als benutzugspflichtiger Radweg können die Fußwege aber nicht gemacht werden, da die Geländer zu niedrig sind.
In Neustadt hat man im Zusammenhang mit dem Straßenbahnbau die Magistrale völlig neu gemacht. Radwege. Aber an einer Einmündung muss man, obwohl man geradeaus fahren will, erst nach rechts und dann nach links und gleich wieder rechts fahren, na ja nicht gleich, da man 3 Ampeln hat und die eben ein zügiges Passieren nicht ermöglichen. Der Autofahrer hat schnurgerades Fahren und der Rechtsabbieger eine extra komfortable Spur.
Wenn ich nicht muss, meide ich die Innenstadt mit dem Rad. Der Markt ist nur bis 9 für Radfahrer frei, tagsüber ist es manchmal schon ziemlich anstrengend flott zu schieben, ebenso den Bulle-war hoch. Fährt man aber die Rathausstraße, die für Kfz gesperrt ist außer Anwohnern und Lieferfahrzeugen, und Parken für alle außer paar markierten Behindertenparkplätzen verboten, so ist eine Straßenseite voll zugeparkt (Tiefgarage ist in Spuckweite). Fährt man auf der anderen (rechten) Straßenseite, so ist man durch entgegenkommende PKW gefährdet. Aber wir haben eben eine OB von der Autokanzlerpartei (mitm schwarzen wars auch nicht besser und die Grünen stellen ihre Wahlplakate auf Radwegen ab) und der verantwortliche Rad-Stadtplaner ist ADFC-Funktionär
Wenn man Richtung Westen aus Halle rausfährt, so hat man ab Bennstedt auf der alten F80 wunderbare Fahrt, nur Ortsverkehr, da der Durchgangsverkehr auf der B80 läuft. Aber bis Bennstedt bleibt entweder zerfahrener Feldweg oder B80, zweispurig je Fahrtrichtung, mit Leitplanken aber ohne Seitenstreifen. Wenn die A38/A143 mal fertig ist, ist die B80 da Zubringer, dann ist es da noch schlimmer. Innerhalb der Stadtgrenzen ist die B80 für Radfahrer gesperrt, obwohl da auch nicht mehr Verkehr ist.
Aber ne Airzound Hupe ist sicher auch nicht das Mittel der Wahl, die Autofahrer mit vollbassigem CD-Player stört das kaum, und die Fußgänger, die gedankenversunken aufm Radweg latschen, machen das meist auch nur, weil der Fußweg von ner Frittenbude verstellt ist
Letzlich habe ich heute trotz der Widrigkeiten die Fahrt in die Stadt genossen, vorm Haus blühn die Schneeglöckchen, die Sträucher unterwegs haben schon pralle Knospen oder blühen teilweise. In der Hoffung, dass der Winter nicht mehr allzu hart hier zuschlägt wünsche ich ein schönes stressfreies Wochenende
Jutta
bei behindernden (manchmal sind die wohl auch behindert, aber ohne das die das wahrhaben wollen und auch je bescheinigt bekommen würden) wünschte ich mir ein Beutelchen mit etwas sch..önem, was ich auf der Windschutzscheibe zerfließend platzieren könnte.
Bei den Verhältnissen für Radfahrer kommt es wohl auf die Einstellung der Stadtoberen an. Natürlich kann man bei einer engen Straße nun nicht Häuser wegreißen, nur dass für Radfahrer genügend Platz ist. Aber in vielen Fällen drängt sich mir auf, dass es Kräfte in der Stadt gibt, die denken
- Radfahrer stören den Autoverkehr
- je schlechter die Bedingungen für Radfahrer, ums weniger fahren
- umso weniger wird der Autoverkehr gestört
Besondre Kacke sind die Absätze an den Radwegen, wenns auch nur 5cm sind. Ich glaube kaum, dass sich ein Straßenplaner erlauben würde, an einer Autbahnausfahrt einen Absatz von 30cm zu machen (den Autos wohnt ja eine viel größere Kraft als Radfahrern inne). In Leipzig ist mir aufgefallen, dass dort der Übergang vom Radweg zur Straße fast nicht zu spüren war.
Oder man hat vor einigen Jahren die Fahrbahn mit Straßenbahnschienen und Fußweg über die Saalebrücke völlig neu gemacht. Damals verkehrten da nur 2 Straßenbahnlinen (während der langen Bauzeit natürlich nicht), aber der Straßenbahnausbau nach Neustadt war schon geplant und jetzt fahren die Straßenbahnen manchmal unmittelbar hintereinander. Auf der Brücke (wo es bei Temperaturen um 0 eher friert als auf normaler Straße) ist zwischen Bordkante und Schiene nicht genügend Platz, dass die Straßenbahn gefahrlos überholen kann, was aber manche Fahrer doch tun, wenn man zu weit am Rand fährt. Die beidseitigen Fußwege sind ziemlich breit und man hätte die durchaus schmaler machen können. Jetzt hat man die Fußwege "Für Radfahrer frei" gemacht (ein Stadtheini hat mir mal geschrieben "für ängstliche Radfahrer"), als benutzugspflichtiger Radweg können die Fußwege aber nicht gemacht werden, da die Geländer zu niedrig sind.
In Neustadt hat man im Zusammenhang mit dem Straßenbahnbau die Magistrale völlig neu gemacht. Radwege. Aber an einer Einmündung muss man, obwohl man geradeaus fahren will, erst nach rechts und dann nach links und gleich wieder rechts fahren, na ja nicht gleich, da man 3 Ampeln hat und die eben ein zügiges Passieren nicht ermöglichen. Der Autofahrer hat schnurgerades Fahren und der Rechtsabbieger eine extra komfortable Spur.
Wenn ich nicht muss, meide ich die Innenstadt mit dem Rad. Der Markt ist nur bis 9 für Radfahrer frei, tagsüber ist es manchmal schon ziemlich anstrengend flott zu schieben, ebenso den Bulle-war hoch. Fährt man aber die Rathausstraße, die für Kfz gesperrt ist außer Anwohnern und Lieferfahrzeugen, und Parken für alle außer paar markierten Behindertenparkplätzen verboten, so ist eine Straßenseite voll zugeparkt (Tiefgarage ist in Spuckweite). Fährt man auf der anderen (rechten) Straßenseite, so ist man durch entgegenkommende PKW gefährdet. Aber wir haben eben eine OB von der Autokanzlerpartei (mitm schwarzen wars auch nicht besser und die Grünen stellen ihre Wahlplakate auf Radwegen ab) und der verantwortliche Rad-Stadtplaner ist ADFC-Funktionär
Wenn man Richtung Westen aus Halle rausfährt, so hat man ab Bennstedt auf der alten F80 wunderbare Fahrt, nur Ortsverkehr, da der Durchgangsverkehr auf der B80 läuft. Aber bis Bennstedt bleibt entweder zerfahrener Feldweg oder B80, zweispurig je Fahrtrichtung, mit Leitplanken aber ohne Seitenstreifen. Wenn die A38/A143 mal fertig ist, ist die B80 da Zubringer, dann ist es da noch schlimmer. Innerhalb der Stadtgrenzen ist die B80 für Radfahrer gesperrt, obwohl da auch nicht mehr Verkehr ist.
Aber ne Airzound Hupe ist sicher auch nicht das Mittel der Wahl, die Autofahrer mit vollbassigem CD-Player stört das kaum, und die Fußgänger, die gedankenversunken aufm Radweg latschen, machen das meist auch nur, weil der Fußweg von ner Frittenbude verstellt ist
Letzlich habe ich heute trotz der Widrigkeiten die Fahrt in die Stadt genossen, vorm Haus blühn die Schneeglöckchen, die Sträucher unterwegs haben schon pralle Knospen oder blühen teilweise. In der Hoffung, dass der Winter nicht mehr allzu hart hier zuschlägt wünsche ich ein schönes stressfreies Wochenende
Jutta