Posted by: Halla
Re: Radurlaub und Bahn, Erfahrung: - 07/12/10 07:10 PM
Vor drei Jahren fuhr ich nachmittags an einem Werktag mit einem kleinen Regionalexpress in Richtung Soltau bei Hannover. Ich war auf Radreise und hatte alle vier Taschen am Rad.
Als ich an einem kleinen Haltepunkt Nähe Bispingen aussteigen wollte, hatte ich mein Vorderrad gerade aus der Tür geschoben, um mit Hilfe eines jungen Mannes mein Rad die drei Stufen auf den Bahnsteig zu tragen. Plötzlich fuhr der Zug an.
Ich konnte mein Rad ohne Blessuren wieder in das Abteil zurück rollen. Den Zugführer konnte ich von meinem Standort aus sehen - er mich also auch, wenn er in den Spiegel gesehen hätte. Er hätte, wäre er aufmerksam gewesen, auch sehen müssen, dass die Tür weit geöffnet war, als er anfuhr.
Der junge Mitreisende lief nach vorne zum Zugführer und sprach ihn sichtlich empört darauf an ... die Antwort kam kurz und knapp: "Ich kann mich nicht um jeden Fahrgast kümmern."
Beim nächsten Halt hatte der Zugführer dann allerdings die Güte, einige Momente länger zu warten, damit wir mein Rad auf den Bahnsteig tragen konnten.
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Neben all den anderen Unmöglichkeiten, die man erlebt, wenn man als Radreisender den Zug nutzt, war dies mein erschreckendstes Erlebnis.
Trotzdem habe ich schon jetzt für meine diesjährige Reise das Bahnticket gekauft.
Und ein mulmiges Gefühl gleich mit.
Viele Grüße
Margarete
Als ich an einem kleinen Haltepunkt Nähe Bispingen aussteigen wollte, hatte ich mein Vorderrad gerade aus der Tür geschoben, um mit Hilfe eines jungen Mannes mein Rad die drei Stufen auf den Bahnsteig zu tragen. Plötzlich fuhr der Zug an.
Ich konnte mein Rad ohne Blessuren wieder in das Abteil zurück rollen. Den Zugführer konnte ich von meinem Standort aus sehen - er mich also auch, wenn er in den Spiegel gesehen hätte. Er hätte, wäre er aufmerksam gewesen, auch sehen müssen, dass die Tür weit geöffnet war, als er anfuhr.
Der junge Mitreisende lief nach vorne zum Zugführer und sprach ihn sichtlich empört darauf an ... die Antwort kam kurz und knapp: "Ich kann mich nicht um jeden Fahrgast kümmern."
Beim nächsten Halt hatte der Zugführer dann allerdings die Güte, einige Momente länger zu warten, damit wir mein Rad auf den Bahnsteig tragen konnten.
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Neben all den anderen Unmöglichkeiten, die man erlebt, wenn man als Radreisender den Zug nutzt, war dies mein erschreckendstes Erlebnis.
Trotzdem habe ich schon jetzt für meine diesjährige Reise das Bahnticket gekauft.
Und ein mulmiges Gefühl gleich mit.
Viele Grüße
Margarete