Posted by: Sasa
Uyuni - Bolivien - 06/28/03 07:24 PM
¡Hola Todos!
Ja, dass ihr euch dennn gar keine Sorgen um mich macht? Da melde ich mich zwei Wochen lang und es passiert (fast) gar nichts!
Ich bin soeben sicher in Uyuni angekommen. Der erste Ort seit Wochen, wo es Telefon (ja sogar Internet!), Post, Baecker (hoffentlich...) und vielleicht sogar warme Duschen gibt. Meine letzte Katzendusche mit dem Ortlieb-Wassersack liegt eine Woche zurueck - mief... Und davor war auch ueber eine Woche ausser einem Bad in nach faulen Eiern stinkendem Thermalwasser gar nichts. Und ich merke nicht mal, dass ich rieche!
Einen Reisebericht wie die vorhergehenden wird es dieses Mal nicht geben. In den vergangenen zwei Wochen ist einfach viel zu viel passiert. Eine kleine Zusammenfassung:
- Ausflug zu den Geysieren von El Tratio mit einer netten Franzoesin, die mich noch davon ueberzeugt hat, doch noch einen Tag laenger in San Pedro zu bleiben.
- Fahrt auf das Altiplano auf (auf 20km 2000 Hoehenmeter) bis zu 4800 Metern und meistens ueber 4000 Metern.
- Das auf allerschlechtesten Pisten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Nie im Leben haette ich gedacht, dass ein einzelnes Land so viele schlechte Pisten haben kann!!! Was hier eine Fernverkehrsstrasse ist, ist in Deutschland nicht einmal ein Wanderweg des Alpenvereins wert!
Und dass mein Fahrrad das alles sooo super durchgemacht hat - teu! teu! teu! Vorher haette ich nie gedacht, dass es so was wie Wellblechbisten (und dass in der Auspraegung, dass das Rad bei 10 km/h wie ein Karnickel huepft!) wirklich gibt! Waere ja alles gar nicht so schlimm - wenn da nicht noch tiefer Sand bei waere. Mein "Rekord" lag mal bei ueber 4 Stunden fuer 11 Kilometer - ohne jegliche Steigungen oder Gegenwind. Also in dieser Hinsicht - ich habe schon daran gedacht, einen verzweifelten Hilferuf ins Forum zu schreiben!
- Ja, und dann war da noch die super beeindruckende Tour in zweieinhalb Tagen ueber den Salar de Tunupa (oder auch Salar de Uyuni genannt) - den groessten Salzsee der Welt. Wirklich beeindruckend! Und dann erst das Gaestebuch im Alojamiento auf der Trauminsel Inkawasi - ich bin fast vom Glauben abgefallen. Da standen Unmengen Reiseradler drin - auch mir bekannte. Und habe ich darin noch einen mich betreffenden Ratschlag gefunden, den ein vorhergegangener Reiseradler (Steffen!) ueber meine Schuhe geschrieben hat... Hmpf...
- Ich habe uebrigens seit etwa 20 Tagen keine Wolke am Himmel gesehen und trotzem hatte ich morgens schon gefrorene Wasserflaschen im Zelt. Letzte nach waren es -5C im Zelt...
Heute morgen bin ich dann auf dem Salzsee aufgewacht, habe mein Zelt gepackt und bin auf dem Bahndamm bis nach Uyuni gefahren (Der beste Radweg, den es hier gibt). Heute abend geht es mit dem Bus (schaem!) nach La Paz. Die Idee, den ganzen Weg nach Lima in zwei Monaten zu schaffen, war einfach zu utopisch. Es ist nicht die duenne Luft, die einen hier nur 30 bis hoechstens 60 km am Tag schaffen laesst - es liegt alleine an den schlechten Strassen. Ihr glaubt gar nicht, wie fertig man nach 30 Kilometern Tagesetappe sein kann! Und dann noch mit einem blinkend roten Hintern...
Von La Paz moechte ich liebend gerne die Yungas in den Dschungel hinabbrausen und dort noch ein paar Tage verbringen. Mal sehen, ob ich die wirklich schlechten Pistenabschnitte auf einem Flussboot ueberwinden kann. Das werde ich versuchen, alles in La Paz in Erfahrung zu bringen.
Fuer Peru bleibt dann zwar kaum noch mehr als zwei Wochen Zeit, aber eigentlich muesste man hier sowieso Jahre verbingen...
Sonnige Gruesse aus dem winterlichen Uyuni
Sasa
Ja, dass ihr euch dennn gar keine Sorgen um mich macht? Da melde ich mich zwei Wochen lang und es passiert (fast) gar nichts!

Ich bin soeben sicher in Uyuni angekommen. Der erste Ort seit Wochen, wo es Telefon (ja sogar Internet!), Post, Baecker (hoffentlich...) und vielleicht sogar warme Duschen gibt. Meine letzte Katzendusche mit dem Ortlieb-Wassersack liegt eine Woche zurueck - mief... Und davor war auch ueber eine Woche ausser einem Bad in nach faulen Eiern stinkendem Thermalwasser gar nichts. Und ich merke nicht mal, dass ich rieche!

Einen Reisebericht wie die vorhergehenden wird es dieses Mal nicht geben. In den vergangenen zwei Wochen ist einfach viel zu viel passiert. Eine kleine Zusammenfassung:
- Ausflug zu den Geysieren von El Tratio mit einer netten Franzoesin, die mich noch davon ueberzeugt hat, doch noch einen Tag laenger in San Pedro zu bleiben.

- Fahrt auf das Altiplano auf (auf 20km 2000 Hoehenmeter) bis zu 4800 Metern und meistens ueber 4000 Metern.
- Das auf allerschlechtesten Pisten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Nie im Leben haette ich gedacht, dass ein einzelnes Land so viele schlechte Pisten haben kann!!! Was hier eine Fernverkehrsstrasse ist, ist in Deutschland nicht einmal ein Wanderweg des Alpenvereins wert!

- Ja, und dann war da noch die super beeindruckende Tour in zweieinhalb Tagen ueber den Salar de Tunupa (oder auch Salar de Uyuni genannt) - den groessten Salzsee der Welt. Wirklich beeindruckend! Und dann erst das Gaestebuch im Alojamiento auf der Trauminsel Inkawasi - ich bin fast vom Glauben abgefallen. Da standen Unmengen Reiseradler drin - auch mir bekannte. Und habe ich darin noch einen mich betreffenden Ratschlag gefunden, den ein vorhergegangener Reiseradler (Steffen!) ueber meine Schuhe geschrieben hat... Hmpf...
- Ich habe uebrigens seit etwa 20 Tagen keine Wolke am Himmel gesehen und trotzem hatte ich morgens schon gefrorene Wasserflaschen im Zelt. Letzte nach waren es -5C im Zelt...
Heute morgen bin ich dann auf dem Salzsee aufgewacht, habe mein Zelt gepackt und bin auf dem Bahndamm bis nach Uyuni gefahren (Der beste Radweg, den es hier gibt). Heute abend geht es mit dem Bus (schaem!) nach La Paz. Die Idee, den ganzen Weg nach Lima in zwei Monaten zu schaffen, war einfach zu utopisch. Es ist nicht die duenne Luft, die einen hier nur 30 bis hoechstens 60 km am Tag schaffen laesst - es liegt alleine an den schlechten Strassen. Ihr glaubt gar nicht, wie fertig man nach 30 Kilometern Tagesetappe sein kann! Und dann noch mit einem blinkend roten Hintern...
Von La Paz moechte ich liebend gerne die Yungas in den Dschungel hinabbrausen und dort noch ein paar Tage verbringen. Mal sehen, ob ich die wirklich schlechten Pistenabschnitte auf einem Flussboot ueberwinden kann. Das werde ich versuchen, alles in La Paz in Erfahrung zu bringen.
Fuer Peru bleibt dann zwar kaum noch mehr als zwei Wochen Zeit, aber eigentlich muesste man hier sowieso Jahre verbingen...
Sonnige Gruesse aus dem winterlichen Uyuni
Sasa