Posted by: Martina
Re: Politisches Thema: ICE und Rad - 05/24/07 05:59 PM
In Antwort auf: Londoner
Ich glaube so wie Du denken viele, insbesondere diejenigen, die das Fahrrad nicht als Verkehrsmittel sondern als Sport- und Hobbygerät sehen. Ich, und wiederum viele andere, sehen aber das Fahrrad als normales Verkehrsmittel an.
Meine Familie und ich z.B. verzichten seit 2003 vollständig aufs Auto - hauptsächlich aus Umweltschutzgründen.
Durch die immer weiter vorranschreitende ICEisierung der DB werden wir immer mehr vom öffentlichen Personen(fern)verkehr ausgeschlosssen.
Hm, ganz ehrlich, wir hatten noch nie ein Auto und ich bin trotzdem tendenziell derselben Meinung wie Aragorn. Denn ihr werdet ja nicht vom öffentlichen Personenfernverkehr ausgeschlossen, weil ihr kein Auto habt (das man im übrigen auch nur sehr begrenzt im Zug mitnehmen kann), sondern weil ihr zusätzlich noch die Forderung habt, ein zweites Verkehrsmittel mit der Bahn mitzunehmen. Und ganz ehrlich: dafür ist sie m.E. in ihrer ganzen Infrastruktur nicht konstruiert. Ich jedenfalls verspüre wenig Lust, ein Nichtfaltrad regelmäßig unter Zeitdruck über Treppen, durch Menschenmassen in enge Einstiege wuchten zu müssen. Ich mach das vor und nach jedem Urlaub (da ich an meinem Arbeitsort ein Bahnhofsrad stehen habe) und das reicht mir völlig. Wenn ich zusätzlich noch weiteres Gepäck habe, kann man es m.E. komplett vergessen. Mein Fazit: ein Fahrrad als normales Verkehrsmittel in der Bahn mitzunehmen wird immer nur eine Randerscheinung weniger bleiben. Auch Nichtautofahrer werden normalerweise zu anderen Mitteln greifen, um vom und zum Bahnhof zu kommen.
Martina
Ach ja edit: im Bereich Freizeit und Urlaub seh ich das anders, da hab ich mehr Zeit und Ruhe und nehme das Rad oft in der Bahn mit. Da hätte ich natürlich nichts gegen schnelle Verbindungen, aber IC-Tempo würde mir reichen. Tagelange Touren im Regionalexpress sind nicht mein Ding.