Re: Ab 25 km/h Mitschuld?

Posted by: Flachfahrer

Re: Ab 25 km/h Mitschuld? - 11/21/06 05:52 PM

In Antwort auf: tkikero

Das ist nicht besonders schlüssig: Selbst wenn der Platz ausreichte, dürfte es immer nur genau ein Fahrzeug sein, das rechts abbiegen will, damit der geradeaus fahrende Verkehr nicht blockiert wird. Und dieses "eine" Fz dürfte auch kein Reisebus, oder kein Lastzug sein.


Bis zwei fahrzeuge hintereinander abbiegen wollen und nicht in der zeit für das erste eine gelegenheit zum fahren ist (nicht andauernd wollen 30 fußgänger mit drei sehr langsamen dazwischen über die kreuzung), so lange fließt der verkehr erst mal.


In Antwort auf: tkikero

Gibt es keinen separaten Radweg, dann steht man als Radler übrigens hinten auch in dem kleinen "Rechtsabbiegerstau"


Das kann passieren, kommt bei mir aber eher selten vor.
Wesentlich öfter passiert es mir aber, daß ich im rechstabbiegerstau stehe, wenn ein radweg da ist und leider auch benutzt wird.


In Antwort auf: tkikero

und dann sollte vielleicht noch berücksichtigt werden, dass ein radwegloser Bürgersteig auch weiter links beginnen wird ...;


Der meistens markierte fußgängerüberweg tut dies aber meistens nicht.
Und dann sollte auch berücksichtigt werden, daß eine radweglose fahrbahn es dem rechtsabbieger ermöglichen würde sich so weit rechts wie möglich zu halten.


In Antwort auf: tkikero

Genau deshalb: Sie sind langsamer. Es dürfte einem Fußgänger schwer fallen, mit 30 km/h in einen anderen zu rennen (außer Handtaschenräubern auf der Flucht).


Fahre mit einem auto in ein gleiches stehendes auto! Welches verformt sich mehr? listig


In Antwort auf: tkikero

Das mit der Geschwindigkeit stimmt leider auch nicht - denk mal an Kinder.


Von kindern erwartet man unberechenbares. Hier im fred ging es um die geschwindigkeit, die verkehrsteilnehmer üblicherweise von anderen erwarten.


In Antwort auf: tkikero

Wenn der Sinn motorisierter Fahrzeuge nur vom Tempo abhängt, na dann.


Natürlich sind motorisierte fahrzeuge vor allem für den transport schwerer lasten sinnvoll. Würde man sich dabei allerdings innerorts mit einer geschwindigkeit der schweren lasten von ca. 30 km/h zufrieden geben ...


In Antwort auf: tkikero

Nach Deiner Logik gibt es wahrscheinlich dann gerade auch die Bürgersteige/Gehwege nur deshalb, damit motorisierte Fahrzeuge (und Radler) auf der Straße ungestört schneller fahren können.


Wozu bitteschön sonst?
Wenn sich nichts und niemand schneller als fußgänger fortbewegen würde, dann hätten wir quasi überall spielstraßen.


In Antwort auf: tkikero

Die ersten modernen Bürgersteige entstanden in London um 1765 herum, weil die Bürger keinen Bock mehr hatten, inmitten des Chaos von Kutschen und Pferden herumzulaufen


Und wie schnell ist so eine kutsche, immer nur schrittgeschwindigkeit?

(Mal ganz abgesehen davon, wenn die lieben tierchen vielleicht nicht alle einen auffangbeutel am hintern hängen haben, was dann so alles auf dem weg liegt.)


In Antwort auf: tkikero

Eine letzte aufschlussreiche Betrachtung noch: In Spielstraßen gibt's weder Gehsteige und Radwege, dafür ist gerade mal Schrittgeschwindigkeit erlaubt, weil es anders nicht funktionieren würde, wenn der Fußgänger auf der Verkehrsfläche sicher sein soll. Der kleinste gemeinsame Nenner ist das Tempo des langsamsten Verkehrsteilnehmers. Ich denke, dass das generell weder im Interesse der Autofahrer noch der Radler ist. Beide wollen schneller als ein Fußgänger von A nach B kommen ...


Da stimme ich dir vollkommen zu. Auf den geraden streckenabschnitten ist m.E. sinnvoll und vor allem funktioniert es, die verschieden schnellen verkehrsarten zu „entmischen“.
Der witz ist: diese „entmischung“ funktioniert an kreuzungen eher schlecht als recht. Da müsste wieder mehr gemischt werden. Bis auf wenige pilotversuche passiet da aber gar nichts.

MfG