Re: "Für das Geld hättest Du Dir....."

Posted by: Martina

Re: "Für das Geld hättest Du Dir....." - 06/21/06 06:23 AM

In Antwort auf: DyG


passiert bei dir vielleicht, dass dein neu so teures Tandem (nichts dagegen zu sagen, wenn du freude dran hast...) einen fast so hohen "kilometerpreis" hat, wie ein auto.



Man merkt, dass du noch nie versucht hast, ein Tandem zu kaufen. zwinker Ich habe den Anschaffungspreis deshalb erwähnt, weil er eben nicht besonders hoch war, sondern für ein Tandem eher die untere Grenze darstellte. Obwohl just dieses Tandem (ein Trek T100, das damals nackt, d.h. ohne Licht, Schutzbleche, Gepäckträger etc. für 2.999,- DM verkauft wurde) in mehreren Tests als das Tandem mit dem mit Abstand besten Preis-Leistungsverhältnis bezeichnet wurde, war es *für uns* nicht hochwertig und damit wohl auch nicht teuer genug.
Der hohe Kilometerpreis war dann auch nicht durch den Anschaffungspreis bedingt (rechne mal 4.300 DM auf über 30.000 km um, das ist erheblich weniger als 50Pf), sondern dadurch dass pausenlos etwas kaputt war. Dazu kam, dass unser damaliger Händler wenig Tandemerfahrung hatte und uns eben nicht darüber informierte, dass es auch tandemgeeignetere Teile gibt, sondern immer wieder dieselben einbaute, die dann halt wieder kaputt gingen etc.

Mein Fazit: man kann den Kilometerpreis auf zwei Arten in die Höhe treiben: entweder durch ständige Reparaturen oder indem man gleich was Ordentliches kauft. Da niemand vorher wissen kann, welche Teile für die eigene Belastbarkeit exakt richtig dimensioniert sind, wird man bei der zweiten Methode wahrscheinlich ein paar überdimensionierte Teile am Rad haben. So haben wir es bei unserem zweiten ordentlichen Tandem gemacht. Wieviel das gekostet hat, verrate ich wohl besser nicht, aber seitdem ist Ruhe.

Zitat:

wenn ich dagegen von mir ausgehe, so hat mein relativ neues rad kaum ein jahr auf dem buckel und hat sich jetzt schon mehr als amortisiert, wenn ich zum vergleich benzinkosten, versicherung, steuern und unterhalt eines PKW oder gar die horrenden preise des Dresdner ÖPNV heranziehe.
dies liegt daran, dass mein Rad eben nur 500 Euro neu gekostet hat (ja, auch sowas fährt. ja, auch mit sowas kann man reisen. ja, es lebt noch und erfreut sich bester gesundheit.)


In den ersten ca. eineinhalb Jahren hatte ich noch mit keinem Rad egal wie billig Probleme. D.h. daraus würde ich noch keine Aussage über die Qualität ableiten wollen.

Eine Monatskarte für den ÖPNV, der in Stuttgart garantiert nicht billiger ist als in Dresden spare ich durch Fahrradbesitz im übrigen nicht ein, die hatte und habe ich immer zusätzlich.

Martina