Re: lesen und zitieren?

Posted by: Anonymous

Re: lesen und zitieren? - 05/03/06 04:02 PM

In Antwort auf: redfalo

Hallo Theodor,

mich hat dein Beitrag in diesem Thread, auf den sich ja die Diskussion hier bezieht, aus folgendem Grund maßlos geärgert:

Da stellt ein Forumsneulig eine ganze Reihe von konkreten Fragen, die beim Fahrradkauf ziemlich relevant sind, und du antwortest ihm so:

-- na welche relevanten Fragen hat er denn gestellt, die nicht schon tausenmal gestellt waren?

Zitat:
Nun soll der Schreiber des Ausgangsbeitrags für sich selbst mal ehrlich beantworten:

1. Halte ich eine Trittfrequenz von ca. 90 U/Min über viele Stunden.

2. Mache ich regelmäßig Bauch- und Rückenmuskeltraining, um eine entspannte Haltung auf dem Rad einnehmen zu können.

3. Kann ich im Stand mein Rad ausbalancieren ohne vom Pedal zu steigen.

4. Kann ich über Hindernisse springen.

5. Wie lange kann ich im Unterlenkergriff fahren.

6. kann ich freihändig Kurven fahren ( kontrolliert !).

7. Kann ich mit beiden Bremsen kontrolliert bis knapp vorm blockieren scharf bremsen und dann schnell ausweichen.

etc..


Das kommt gleich aus mehreren Gründen unheimlich besserwisserisch und arrogant rüber.
Erstens steht zwischen den Zeilen, dass Du all diese Fähigkeiten beherrscht -

-- das tue ich tatsächlich, manches besser, manches nicht ganz so gut, aber es geht. Wirkliche Radakrobatik geht anders, das sind eigentlich technische Grundfertigkeiten.

damit suggerierst du, was für ein toller Hecht du doch bis

-- danke für die Blumen

im Gegensatz zu all den Amateuren hier im Forum,

-- davon habe ich nix gesagt, das ist deine Interpretation und sonst nix.

die keine Akrobatik-Preise mit ihrem Rad gewinnen wollen.
Zweitens hat deine Antwort nichts, aber auch gar nichts mit der Ausgangsfrage zu tun. Weder die Frage Alu- oder Stahlrahmen noch die 28" oder 26" klärt sich, wenn man deine Punkte alle mit "Ja" beantwortet.

-- mein Posting sollte eben darauf hinweisen, daß diese Fragen relativ nebensächlich sind und so stands da auch:
Ich zitiere mich selbst: " Kauf dir ein PASSENDES Rad..."

Drittens sind die meisten deiner Punkte Glaubenssache, du stellst sie aber als absolute Weisheiten dar. . Ich fahre zum Beispiel nicht mit einer Trittfrequenz von 90 U/min, bin aber trotzdem letztes Jahr gut von der Ost- an die Westküste der USA gekommen (und habe übrigens danach mein Reiserad mit einem Rennlenker ausgestattet). Die Frage des kontrollierten Freihändigfahrens stellt sich bei Radreisen mit viel Gepäck nicht - mit Low-Ridern und Lenkertasche halte ich das für lebensgefährlich.

-- ich auch, aber Radbeherrschung ohne Gepäck hilft in kritischen Situationen auch wenn die Packtaschen am Rad sind.

Auch das Überspringen von Hindernissen ist mit 30 kg Gepäck nicht möglich.

-- habe ich das geschrieben, mit 30 kg Gepäck springen? ich wüßte nicht wo.

Und die Frage, wie lange man im Unterlenkgriff fahren kann, ist nur für die Leute relevant, die einen Rennlenker haben, was bei Reiserädern eine kleine Minderheit ist.

--Reiseräder haben Rennlenker, nicht immer, aber immer öfter


Du schreibst dann zwar selbst:
Zitat:
Diese Dinge sind nicht unabdingbar für Radreisen, aber wesentlich wichtiger als z.B. die Art des Getriebes oder das Rahmenmaterial und vor allem, sie erhöhen den Spaß beim Radeln.


Das ist Ermessenssache, ich halte es für Unsinn. Die Art des Getriebes ist zum Beispiel bei Radreisen wesentlich wichtiger als die Frage des Ausgleichstainings oder des Ausbalancieren-Könnens. (Ich würde zum Beispiel jedem davon abraten, größere Touren mit Höhendifferenzen mit einer 7- oder 8-Gang-Nabenschaltung zu machen.

-- warum nicht, 2-300% Gesamtübersetzung können einem wirklich trainierten Menschen reichen, je nach Geläuf und wenn er/sie es mag..

Und nochmal: Der Verfasser des Ausgangsbeitrags hatte nach konkreten Tipps bei der Fahrradauswahl gefragt, nicht danach, wie er seine Fahrtechnik verbessert. A war gefragt, du hat B geliefert - und das noch in einer für meinen Geschmach sehr arroganten Art und Weise.

-- welche konkreten Tips? ob Alu oder Stahl? dann geb mal einen Tip ab.. Daß er sich ein Rohloffgetriebe und die üblichen Verdächtigen aus dem Forumswunschzettel wünscht, na prima..

Am Ende des Beitrags gehst du dann ja kurz auf die eigentliche

Frage ein und schreibst:

Zitat:
Zum passenden Rad:
Zunächst mal nützt es nichts, einfach nur auf Namen zu schielen.


Das ist der einzige Punkt, an dem ich dir vollkommen Recht gebe . Dann schreibst du aber weiter:
Zitat:

Probefahren, probefahren, probefahren mit wechselnden Rahmenhöhen -längen, Sattelüberhöhungen, Vorbaulängen -winkeln, Sätteln und immer das wählen, was nach mindestens 100 km am angenehmsten ist.

Auch dieser Tipp hilft in der Praxis nicht weiter. Bestenfalls kannst du dir bei einem Radhändler das Rad übers Wochenende ausleihen, meist sind nur "Touren" um den Block möglich. Und wenn du dir ein Rad maßgeschneidert aufbauen lassen willst, sind Probefahrten erst Recht keine Alternative.

--dieses Problem sehe ich genauso, aber bitte, wer ist der Kunde?
Wenn ich teilweise mehrere tausend Euro ausgeben soll, müßte ich eigentlich auch Wünsche äußern dürfen. Z. B. den, auch noch nach 2000 km oder einem halben Jahr Vorbau/Lenker/Sattelstütze tauschen zu dürfen

Welcher Händler stellt dir ein Rad zusammen, ohne dass er die Zusage hat, dass du ihm es auch abnimmst? Außerdem treten die echten Probleme (Rücken, Knie, Hände) meist ohnehin erst nach langen, mehrtägigen Touren auf. Ich habe bei der US-Tour z.B. nach rund 3000 km massive Probleme mit der linken Hand bekommen (Taubheitsgefühle im kleinen Finger). Ich war mit dem Rad im Jahr vor der Tour ca. 6500 km gefahren, davon 2000 auf zwei längeren Touren mit Gepäck - vollkommen ohne Beschwerden.

-- dann lags ja wohl nicht am Rad, sondern an irgendeiner physische Veränderung deinerseits / Überlastung/ Vernachlässigung der Dehnübungen, was weiß ich

Meiner Meinung nach ist das Probefahren in weiten Teilen eine Schimäre, die dazu dient, dass der Kunde sich gut fühlt beim Kauf. Dennoch kommst du - auch wenn du Probefährst - kaum darum herum, ein Rad mehr oder weniger "blind" zu kaufen, und dann nach und nach die Stellen, die Probleme machen, zu optimieren.

-- siehe oben, Kunden haben Rechte, wer mein Geld will, sollte was bieten, dafür feilsche ich nicht um 3 % Rabatt..

Du hast dir "beim lesen und zitieren etwas mehr Aufmerksamkeit" gewünscht. Ich wünsche mir von dir weniger Absolutheitsanspruch und ein größeres Eingehen auf die konrekte Fragestellung.

-- schön und gut , aber die ewig gleichen Fragen nach Art
Ist eine Rohloff toll? führen auch nicht wirklich weiter..
Fahren muß man, nicht auf die Technik schielen. Ich versuch inzwischen von möglichen Problemlösungen immer die einfachere zu wählen, mein Stadt und Einkaufsrad ist inzwischen schon auf einen Gang reduziert..

Schöne Grüße
Olaf



Gruß

Theodor