Posted by: knicklenker
Was denkt sich der dabei? - 11/16/05 11:16 AM
In Antwort auf: theodor
Ca. 200 m tuckere ich hinter einem eher langsamen Radler hinterdrein, da überholen ohne Gefährdung nicht möglich war.
..da überholen ohne Gefährdung nicht möglich war..., das definiert jeder anders, wir Radfahrer möchten gern so überholt werden, wie wir es anderen Radfahrern auch zumuten würden, ohne Gefährdung eben.
Zitat:
Auf einmal fährt der in einer Einfahrt auf den Gehweg und bleibt stehen. Neugierig schaue ich in den Rückspiegel und tatsächlich, nachdem ich vorbei bin , fährt er auf der Straße weiter.
Des Radlers eigene Auslegung von Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme.
Zitat:
Hatte der doch solche Angst, weil ich mit dem Riesentrumm hinter ihm her fuhr, daß er lieber anhielt, mich vorbeizulassen.
Das scheint mir bezeichnend für die Verrohung der Verkehrssitten zu sein.. Wahrscheinlich ist der gute Mann, wie wohl fast jeder Radler, schon mal von einem LKW knappstens überholt worden und hat diese, falsche, Konsequenz gezogen.
Nicht unbedingt falsch, meine ich. Viele Radfahrer können es nicht ab, es hinter sich brummeln zu hören, dann weichen sie nach rechts aus, wenn es auch ein Gehweg ist. Andererseits, ich habe lange Zeit in einem Speditions- und Busunternehmen gearbeitet. Aus Gesprächen mit LKW- und Busfahrern kann ich gut nachvollziehen, wie es ist, wenn einem ein Fahrplan oder ein Liefertermin im Nacken sitzt und dann kann man lange Zeit nicht überholen, weil ein Radfahrer überholen unmöglich macht. Bussen mache ich deshalb auch gern einmal Platz, wo es eng ist, dem Motorisierten Individuellen Personenverkehr jedoch nicht.
Frohe Grüße!
Uwe