Posted by: Martina
Re: Ausdauerleistung von Kindern - 10/31/05 07:40 AM
In Antwort auf: theodor
Hat sich dann so ein junger Mensch entschlossen, ausgerechnet in der Lieblingsdisziplin der Eltern diesen Konkurrenz zu machen, halte ich das nicht für gut. ER KANN SIE JA NICHT ÜBERTREFFEN, weil die Eltern eben Eltern sind und ihre Dominanz nicht durch sportliche Leistung abgebaut werden kann , sondern nur durch Erwachsenwerden.
Ich halte es für sinnvoller, junge Menschen in einem elternunabhängigen Bereich, den sie sich selbst aussuchen zu fördern.
Mensch Theodor, du wirst mir ja von Beitrag zu Beitrag sympatischer.

Zitat:
Die Ausgangsfrage, ob 147 km für einen 10 jährigen objektiv zu viel sind, kann ich nicht beantworten. Mein Sohn würde es jedenfalls trotz zweifellos vorhandener körperlicher Fähigkeit nicht mitmachen.
Ich denke, diese Frage kann man einfach nicht objektiv beantworten, dazu sind die Kinder zu unterschiedlich. Interessanterweise hatten wir gestern aus aktuellem Anlass (ein allerhöchstens 13 jähriger, der den versammelten Erwachsenen zum Teil ordentlich gezeigt hat, wos auf dem MTB langgeht) eine ähnliche Diskussion. Meiner Ansicht nach (die sich vor allem auf meine eigenen Erfahrungen als Kind stützt) ist nicht so sehr die reine Ausdauerleistung das Problem, viele Kinder bringen da wenn sie motiviert sind wahrscheinlich mehr als ihre Eltern. Problematischer sehe ich die Konzentration. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine 147-km-Strecke komplett ohne Straßenverkehr finden kann und wenn doch ist sie wahrscheinlich fahrtechnisch nicht ohne. Ich jedenfalls hätte größte Bedenken, dass mein Kind in diesem Alter in der Lage ist, sich über einen derart langen Zeitraum verkehrsgerecht zu verhalten und ich möchte wirklich nicht mit ansehen müssen, wie es aus Unaufmerksamkeit in ein Auto rast.
Dieser Beitrag ist natürlich aus der subjektiven Sicht eines Ex-Kindes geschrieben, das nie große Probleme mit Ausdauerleistungen hatte und schon sehr früh recht lange Bergwanderungen in strammem Tempo mit den Eltern machen musste, dafür aber große mit dem Straßenverkehr. Was ich überhaupt nicht beurteilen kann ist, ob es nicht passieren kann, dass ein Kind gerade wenn es motiviert ist bzw. nur ernsthaft genug gezwungen wird sich nicht ohne es zu merken ernsthaft überfordern kann. Bei mir ist das nie eingetreten, ob das Glück oder Begabung war vermag ich nicht zu beurteilen.
Martina, die natürlich mangels eigener Kinder nicht wirklich mitreden darf, aber grundsätzlich bezüglich Sport und Kinder zu großer Zurückhaltung tendiert.