Hallo,
wie ist euer Verhalten, wenn ein Traummotiv für kurze Zeit entsteht, z.B. ein Sonnenaufgang am Traumplatz.
Zwei Dinge:
1. Ich selbst würde losrennen und es aus jeder Perspektive fotografieren - gebe ich gerne zu.
2. Mich beschäftigt etwas seit langen Jahren und die Frage trifft mein Problem im Kern:
Ein langjähriger Bekannter, Schweizer seines Zeichens, macht seit vielen, vielen Jahren Fernreisen.
"Da hast Du sicher viele Bilder!", habe ich ihn einmal eher aus Zufall angesprochen.
"Nicht eines", lautete seine Antwort.
Ich war ziemlich verblüfft.
"Hast Du nicht das Bedürfnis, die Erinnerungen irgendwie festzuhalten?"
"Tue ich, ich habe einen Stapel Tagebücher, von jeder Reise eines. Da steht viel mehr drin, als es das schönste Bild sagen kann."
"Mit welchem Fahrrad unternimmst Du denn deine Reisen?"
Die Antwort war genauso verblüffend:
"Ich fliege hin und kaufe mir ein einfaches landesübliches Rad in der nächsten Stadt. Die Räder in Afrika, den Philippinen, sind immer dem Land angepasst. Probleme mit den Ersatzteilen oder dem Radtransport per Flugzeug gibt es so nie."
"Und was machst Du am Ende der Reise?"
"Nun, ich drücke es jemand in die Hand, wenn ich wieder am Flughafen ankomme. So mache ich immer jemand glücklich!"
Seltsamer Typ - dieser Schweizer. Ich konnte ihn nicht verstehen und habe - zwanzig Jahre ist es her - damals heftig mit dem Kopf geschüttelt, aber das Gespräch geht mir nicht aus dem Kopf. Bis heute. Und Deine Frage - wenn ich richtig verstehe - hat so etwas im Hinterkopf, oder?
Michael