Re: Auto weg, nur noch Rad

Posted by: MarkusHH

Re: Auto weg, nur noch Rad - 05/23/05 07:50 AM

In Antwort auf: Felis

Meine Frau und ich leben 'auf dem Lande' in einem Dorf mit 5000 Einwohnern,

Da sollten die Dinge des täglichen Bedarfs vor Ort zu haben sein; auch günstige Discounter. Für größere Einkäufe ist ein Anhänger günstig (z.B. Vitelli Camping). Habt ihr Lagerkapazität, lohnt es, Getränke anliefern zu lassen; Wein sowieso direkt vom Winzer und die liefern hier sogar aus der Pfalz bis nach Norddeutschland direkt an.

In Antwort auf: Felis

in der weiteren Umgebung einer Kleinstadt.

Ist die noch spontan mit dem Rad zu erreichen (<10 km)? Wie teuer sind die Taxen bei Euch? Geben die Rabatte für "Vielfahrer"? Gibt es Bahnen (Fahrradmitnahme)?


In Antwort auf: Felis

unsere Arbeitsplätze liegen in der näheren Umgebung, seit Jahren legen wir den Arbeitsweg per Rad zurück.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen. Funktioniert das auch bei Sauwetter? Wenn im Job repräsentative Termine anstehen?


In Antwort auf: Felis

Den Kleinwagen benötigen wir etwa alle 2 Wochen für den Grosseinkauf, für den spontanen Kurzbesuch bei Freunden, für den abendlichen Besuch bei weiterwegwohnenden Bekannten, für den kurzen Besuch eines Ital. Cafés nach der Arbeit,

Lässt sich Spontanität durch Planung ersetzen? Wollt ihr das?

In Antwort auf: Felis

und für den Besuch meiner bereits hochbetagten Eltern, die 70 km von uns weg wohnen.

Besuch der Eltern ist bei uns auch die große Aktion geworden. Statt 2 Stunden Auto nun 3 Stunden Bahnfahrt plus 1,5 Stunden Fahrrad (mit Gepäck nix für meine Freundin) oder abholen lassen.

Ich habe seit etwa drei Jahren kein Auto mehr; in einer Großstadt (Hamburg) mit hervorragendem (Schienen!)-Nahverkehr spüre ich im Alltag keine Nachteile. Kauft man Möbel oder Elektrogeräte, liefern viele Geschäfte innerhalb der Stadt aus; notfalls leiht man sich für drei Stunden einen Transporter. Ersparnis schätze ich grob auf 3000-4000 Euro im Jahr und das ganze Generve (wo stelle ich die Karre hin, wann mache ich endlich den überfälligen Ölwechsel) fällt weg. Gelegentlich registriere ich, wie Bekannte klagen, weil sie sich von der Werkstatt abgezockt fühlen...

Ich bin auf einem Dorf ähnlicher Größe wie deines aufgewachsen. Dort ohne Auto auszukommen, ist schon ein spürbarer Verzicht. Ich würde es davon abhängig machen, ob Euch die nähere Umgebung die sozialen Kontakte und das kulturelle Angebot bieten, um zu leben. Empfindet man das Dorf irgendwann als Enge und kommt dann nicht weg, kann das ganz schon bitter sein (kenne ich aus der Jugend: keine Mitfahrgelegenheit zur Disco traurig ) Die logistischen Anforderungen des täglichen Lebens kann man mit etwas intelligenter Planung auch auf dem Dorf ganz gut ohne Auto lösen.

Gruß aus HH
Markus