Re: Wer glaubt es? Fahrverbote in deutschen Städt

Posted by: fghpw

Re: Wer glaubt es? Fahrverbote in deutschen Städt - 03/19/05 10:26 AM

In Antwort auf: Baghira
In anher Zukunft sollen die Fahrradfahrer für ihr Fahrrad 3€ extra bezahlen.
Hallo Baghira,
Dies wäre natürlich das falsche Zeichen! So weit ich hörte betrifft dies nicht die U-Bahnen, es geht um die Randgebiete wo man mit dem HVV-Ticket in normale Züge der DB einsteigt. Doch der Schrei nach der Citymaut sollte lieber leiser sein. Denn es wäre eine Illusion zu Glauben, daß als Kompensation die ÖPNV-Preise deutlich sinken. Das Resultat würde eher der Gesundheitsreform ähneln. Bestenfalls eine geringfügige Senkung als Alibi-Funktion und dafür die Vorstandsgehälter erhöht. zwinker Vergiß auch nicht das sich durch eine stärkere Nutzung der ÖPNV die Kosten steigen, vorrausgesetzt das fast alle mit Zeitkarten fahren. traurig Denn es müssen mehr Menschen über einen größeren Zeitraum transportiert werden. ->mehr Züge und Busse->mehr Fahrer-> höhere Kosten bei geringfügig mehr Einnahmen. Wenn der U-Bahnverkehr in der Nacht still seht, braucht man dann ein besser ausgebautes Nachtbus-Netz. Die Citymaut löst überhaupt keine Probleme! Die Vorstellung durch den Griff in den Geldbeutel alle Probleme lösen zu wollen, halte ich für pure Träumerei, bestenfalls steigt dadurch die Kriminalität z.B.Tabaksteuer. Würde die Citymaut greifen und die Leute mehr mit den ÖPNV fahren. -> Die Einnahmen aus der Maut sinken zwangsläufig. -> weniger Kompensationsleistung für den ÖPNV-> Bei höheren Kosten sinken die Einnahmen->Preiserhöhungen beim ÖPNV-> die Leute fahren trotz Maut wieder mehr mit dem Auto. Das einzigste was man mit der Citymaut erreicht ist eine Beschleunigung der Preisspirale beim ÖPNV und mit Sicherheit wirst du für die Mitnahme des Fahrrades in jeden Zug bezahlen müssen oder die Mitnahme wird wegen überfüllten U-Bahnen ganz verboten. Sinkende ÖNVP-Preise würde eher durch neue Technik erreicht werden. Ab 2006 sollen in Nürnberg erste fahrerlose U-Bahnen eingesetzt werden, so könnte man flexiebler auf die Fahrgastzahlen reagieren und die Kosten könnten sinken. Doch als Nebeneffekt werden weniger Leute im ÖPNV Arbeit finden. traurig Nur ein kostengünstiges ÖPNV-Netz mit geringen Taktzeiten und ausreichend Parkplätzen, würde das Problem von selbst beheben. Ich bin kein Auto-Freund, nur Realist.
Tschüs Guido!