Re: Kosten Auto etc.

Posted by: Anonymous

Re: Kosten Auto etc. - 07/26/02 09:15 PM

Moin nochmal
(so langsam verfehlen wir immer mehr das Thema, mit Jörg bin ich ja schon bei Benzingesprächen schmunzel

Zum gezwungenen Semesterticket:
Das Argument mit den Steuern für die Bahn ist in den siebzigern sicher ganz wesentlich von der Autoindustrie/ ADAC kolportiert worden.
Der Unterschied zum Semesterticket ist, dass die StudentInnen und Uni-Angehörige damit auch die Beförderunsleistung komplettt bezahlt haben. "Der Bürger" die Bahnfahrt aber noch jeweils extra bezahlen muss.
Was mir Vorschwebt ist keine eigentliche Steuer, sondern sozusagen ein Zwangs-Jahreskarte für die Bahn für jeden.
Damit befriedigt man dem wahnhaften Zwang zur Mobilität, der unsere Zeit prägt. Das wäre de fakto die Einführung des Null-Tarifes.
Und für die Bürger viiel billiger und gesünder usw. als der Outo-verkehr.
Und genau darum wird's das nicht geben, weil dann die Riesenidustrie um den Outo-Wahn / die Outosucht pleite gehen würde.
Und natürlch muss und kann die Bahn für die Kombination mit dem Rad optimiert werden.
Warum gibt es eigentich keine Taxis mit Fahrradträger, die einen u.U. z.b. bei Wolkenbruch mit dem Rad nach Hause bringen können?
Warum hat nicht z.b.jeder vierte Bus einen Fahrradträger / Fahrradanhänger?

13000km outo: Jede Ausnahme bestätigt die Regel. Möglicherweise wäre er mit Taxi billiger gefahren.

Kinder / Landstrasse / "Schwarzer Mann" :
Zu einem Nachbardorf kann man hier z.b. auf dem wunderschöen Elbe-Radweg am Deich entlang fahren, für Outos gesperrt, und sogar die kürzeste Verbindung. Mein täglicher Einkaufsweg.
Da dürfen die Freundinnen aber schon gar nicht fahren ==> Schwarzer Mann verwirrt
Stattdessen, nur wenn sie zusammenfahren mit drei km Umweg über die Landstrassen.
Da fass ich mich wirklich nur noch an's Geweih...
Weil da eben die realen Gefahren des Kraftverkehrs total verdrängt werden und mich stellen die Eltern dann geradezu als potentiellen Kindesmörder hin, weil ich meinen Gör'n empfehle möglichst Feld und Wiesenwege zu nutzen, die hier im Zuge der Flurbereinigung vielfach als schmale Betonstrassen angelegt sind und nur für Landwirschaft und Fahrräder frei also geradzu ideale Radrouten.

Idiotischweise gibt es immer um ein Dorf so ein Netz von kleinen Betonstrassen, das keine Verbindung zum Netz um's Nachbardorf hat. hat. Geschichtlich weil die Flubereinigung immer Dorfweise durchgeführt wurde. Meist fehlt nur hundert meter und eine Grabenbrücke dazwischen.

Gruss vom Haus am Elbe-Radweg
Hilsi