Posted by: Martina
Re: Kosten Auto etc. - 07/26/02 07:51 PM
Hi Hilsi,
Stimmt, aber das relativiert sich wieder dadurch, dass ich für den ÖPNV in die nächstgrössere Stadt eine Jahreskarte habe, die ich sowieso brauche (genau wie andere Leute ihr Auto
) und
die bis letzes Jahr mein Arbeitgeber voll bezahlt hat (sie waren der Meinung, das käme billiger als Parkpätze zu bauen): Seit diesem Jahr zahlt er immerhin noch die Hälfte. D.h. für einen Grossteil der Fahrten im näheren Umkreis muss ich nichts oder nur noch sehr wenig zahlen.
Zitat:
(Wobei die 14Zentis für'n Bahnkilometer auch ein hinkender Vergleich sind, weil die pro Person gelten und für jedes Rad extra
gelöhnt werden muss.
gelöhnt werden muss.
Stimmt, aber das relativiert sich wieder dadurch, dass ich für den ÖPNV in die nächstgrössere Stadt eine Jahreskarte habe, die ich sowieso brauche (genau wie andere Leute ihr Auto

die bis letzes Jahr mein Arbeitgeber voll bezahlt hat (sie waren der Meinung, das käme billiger als Parkpätze zu bauen): Seit diesem Jahr zahlt er immerhin noch die Hälfte. D.h. für einen Grossteil der Fahrten im näheren Umkreis muss ich nichts oder nur noch sehr wenig zahlen.
Zitat:
Da es für's Rad weder Rückfahr-noch Monats- noch Wochenendfahrkarte gibt, wird das, in meinem Fall, wenn ich mit dem Rad nach Lüneburg, der nächsten grösseren Stadt will, wirklich teuer, wenn die ganze Familie das will wird der Fahrpreis zwar auch nicht höher als die tatsächlichen Outo-kosten, aber dafür ist es viel zu unbequem/ unflexibel.
Dass es keine Dauerkarten für Räder gibt, stört mich auch. In diesem Zusammenhang gibts bei uns die gute Nachricht, dass der VVS versuchsweise die kostenlose Fahrradbeförderung eingeführt hat. Den Kostenausfall übernimmt das Land Baden-Württemberg. Wenn es nicht zum Chaos kommt (wovon ich nicht ausgehe), wird die Regelung dauerhaft eingeführt. Die Angst vor einem Chaos ist auch der Grund, warum die kostenlose Fahrradmitnahme trotz Kostenübernahme des Landes leider nicht flächendeckend in Ba-Wü eingeführt wurde.
Mit mangelnder Flexibilität haben wir auch keine Probleme. Bei uns kann man, wenn man nach Stuttgart will im Prinzip auf gut Glück auf den Bahnhof gehen. Länger als 10 Minuten muss man tagsüber nicht warten. Nach Stuttgart radeln geht zwar auch, ist aber eher nervig und eigentlich nicht konkurrenzfähig, ebenso wie Auto fahren wegen des Dauerstaus.
Zitat:
Weil sich da (gezwungen) so viele Leute beteiligen, ist Busfahren im Kreis Lüneburg für StudendtInnen geradezu spottbillig.
Das ließe sich sicher auch auf die ganze Bahn übertragen,
Das ließe sich sicher auch auf die ganze Bahn übertragen,
Als die Bahn noch staatlich war, war ein beliebtes Anti-Bahn-Argument, dass es eine Unverschämtheit ist, dass jeder Bürger x DM für die Bahn zahlen muss, wo er sie doch gar nicht benutzt. Mein Gegenargument war immer, dass ich mich auch an jeder Menge Autobahnen beteilige, die ich nie benutze.
Ach ja noch was: es gibt tatsächlich Leute, die ein Auto haben und keine Selbstfahrten unternehmen. Ein Kollege hat mir glaubhaft versichert, er besitze seit 14 Jahren dasselbe Auto und es hätte einen km-Stand von 13.000. Alle Achtung, ich würde das nicht fertigbringen.
Zitat:
Ein Grund für viele Fahrten ist allerdings, das andere Eltern den Freundinnen meiner Tochter (14) das Radeln über die "so gefährlichen"
Landstrassen verbieten,
Landstrassen verbieten,
Das ist eine Sache, die leider immer schlimmer wird. Man kann ja bekanntlich seine Kinder nicht mehr in die Schule um die Ecke laufen lassen, weil der Verkehr so gefährlich ist. Wir haben jahrelang gegenüber einer Schule gewohnt und haben mit eigenen Augen gesehen, was den Verkehr so gefährlich macht: die Eltern, die ihre Kinder in die Schule fahren.
Meine Eltern haben mir das Rad fahren allerdings nicht aus Angst vor dem schwarzen Mann verboten, sondern weil sie es mir nicht zutrauten, sie hielten mich für zu schusselig

Martina