Posted by: iassu
Re: FAHRRADZUKUNFT 36 erschienen! - 06/12/23 10:29 PM
Hallo Stefan,
vielen Dank für eure Arbeit. Ich habe jetzt zuerst nur einmal das Interview mit Peter Müller gelesen, hat mich natürlich besonders interessiert. Ich habe die von ihm geschilderte Entwicklung nicht von Anfang an, aber ab 1988 mitgemacht, indem ich mir im Fahrradladen am Rathaus mein erstes Rad nach 14 Jahren Abstinenz kaufte: ein Motobecane Mirage 8. Es hatte damals schon 8 Gänge, natürlich nicht indexiert, aber mit Hilfe einer 8fach Kassette auf der famosen Maillard Helicomatic Nabe. Die französische Eleganz des weißen Rahmens mit seinen "inexternal" geschweißten Verbindungen (Innenmuffen) und der Innenführung der Züge gefiel mir sehr gut und es war etwas Besonderes. Hier Bilder eine anderen Rads, zufällig Jahrzehnte später irgendwo getroffen:
![[ von abload.de]](https://abload.de/img/elf201197-2mdcgt.jpg)
![[ von abload.de]](https://abload.de/img/elf201194-20ee9l.jpg)
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![[ von abload.de]](https://abload.de/img/elf201196-2hifpx.jpg)
Nach eingen Wochen brachte ich das Rad zur Durchsicht und hatte in der Zwischenzeit angefangen, mich mit dem Thema Fahrradtechnik intensiver zu beschäftigen. Der Mitarbeiter (Peter Müller dürfte noch wissen, wie er hieß, war groß, blond, sehr freundlich und hatte einen bayrischen Akzent) sagte bald zu mir, er sei sich nicht sicher, ob das Rad meinen gestiegenen Qualitätsansprüchen genüge (die gestanzten Ausfallenden und das damit verbundene Schaltauge....).
Die Weiterentwicklung habe ich noch gut in Erinnerung, die Trennung der Gesellschafter und Diversifizierung der Läden. Mit dem aus dieser Keimzelle sich herausgelöst habenden Klaus Greif habe ich seit damals eine freundschaftliche Beziehung, er machte dann einen eigenen Radladen auf. Als Fahrradverrückter und Selberaufbauer war ich Dauergast in allen Läden. Jeder Laden hatte irgendwie seine Besonderheiten und ich wußte bald, welches Teil ich wo am besten bekam. Peter Müller war dabei eine Art gleichbleibender Fels in der Brandung.
Den Idealismus und den Mut dieser Initiativen, die einerseits auf Qualität, andererseits auf neue Wege zwischen Kapitalismus und Sozialismus aus waren, bewundere ich, auch wenn sie oftmals scheinbar scheiterten. Sie waren/sind ein Weg in die Zukunft.
vielen Dank für eure Arbeit. Ich habe jetzt zuerst nur einmal das Interview mit Peter Müller gelesen, hat mich natürlich besonders interessiert. Ich habe die von ihm geschilderte Entwicklung nicht von Anfang an, aber ab 1988 mitgemacht, indem ich mir im Fahrradladen am Rathaus mein erstes Rad nach 14 Jahren Abstinenz kaufte: ein Motobecane Mirage 8. Es hatte damals schon 8 Gänge, natürlich nicht indexiert, aber mit Hilfe einer 8fach Kassette auf der famosen Maillard Helicomatic Nabe. Die französische Eleganz des weißen Rahmens mit seinen "inexternal" geschweißten Verbindungen (Innenmuffen) und der Innenführung der Züge gefiel mir sehr gut und es war etwas Besonderes. Hier Bilder eine anderen Rads, zufällig Jahrzehnte später irgendwo getroffen:
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Nach eingen Wochen brachte ich das Rad zur Durchsicht und hatte in der Zwischenzeit angefangen, mich mit dem Thema Fahrradtechnik intensiver zu beschäftigen. Der Mitarbeiter (Peter Müller dürfte noch wissen, wie er hieß, war groß, blond, sehr freundlich und hatte einen bayrischen Akzent) sagte bald zu mir, er sei sich nicht sicher, ob das Rad meinen gestiegenen Qualitätsansprüchen genüge (die gestanzten Ausfallenden und das damit verbundene Schaltauge....).
Die Weiterentwicklung habe ich noch gut in Erinnerung, die Trennung der Gesellschafter und Diversifizierung der Läden. Mit dem aus dieser Keimzelle sich herausgelöst habenden Klaus Greif habe ich seit damals eine freundschaftliche Beziehung, er machte dann einen eigenen Radladen auf. Als Fahrradverrückter und Selberaufbauer war ich Dauergast in allen Läden. Jeder Laden hatte irgendwie seine Besonderheiten und ich wußte bald, welches Teil ich wo am besten bekam. Peter Müller war dabei eine Art gleichbleibender Fels in der Brandung.
Den Idealismus und den Mut dieser Initiativen, die einerseits auf Qualität, andererseits auf neue Wege zwischen Kapitalismus und Sozialismus aus waren, bewundere ich, auch wenn sie oftmals scheinbar scheiterten. Sie waren/sind ein Weg in die Zukunft.