Posted by: veloträumer
Re: campingähnliche Unterkünfte - 09/24/21 06:20 PM
In Antwort auf: irg
In Antwort auf: s´peterle
Auch dass mehr Konkurenz die Hoffnung weckt, dass die Campingplätze sich vielleicht mehr auch wieder den Zeltlern zuwenden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Was mich bestärkt ist, dass auch andere die Entwicklung in die falsche Richtung für uns Zeltler sehen.
Grüßle
Die Hoffnung stirbt zuletzt

Was mich bestärkt ist, dass auch andere die Entwicklung in die falsche Richtung für uns Zeltler sehen.
Grüßle
Ich glaube, das ist nur eine Zeitfrage. Leider ist es keine, die sich in kurzer Zeit erledigt. Derzeit bedeutet Campen für viele das Einreiten auf einem möglichst hohen und schweren Streitross, 3,5 Tonnen Gesamtgewicht (in Österreich ein wichtiges Maß bei der Zulassung) werden immer häufiger überschritten. Und dann sitzen 2 Leutchen drin. (Gut, die sind dann häufig übergewichtig.)
Wenn die Anpassung an den Klimawandel greift, wird es schwieriger, solche Monsterfahrzeuge zu kaufen und zu betreiben. Dann kommen wieder mehr Leute drauf, dass small auch beautiful sein kann.
Ich fürchte nein, die Wagenpark ist ja dann bereits vorhanden und so schnell verrottet das Blech nicht. Teil des Modells sind ja auch Lebensmodelle, in den mobilen Einheiten den Lebensabend zu verbringen, was Einsparungen auf anderer Seite mit sich bringt. Verglichen mit Haus und Hof sind die Gefährte dann auch wieder nicht so groß, eher Tiny House. Straßen und Parkplätze geben ja dem zunehmenden Größebedarf immer mehr nach. Da sind alle Bekenntnisse zwecks Klimarettung Worthülsen. Es gibt also gar kein Bewusstsein für "zu groß" auf der Seite, die darin sitzen. Das ist eher die Exklusivsicht des kleinen Zelters von außen.
Es gibt noch einen Grund, warum ich da etwas pessimistisch bin: Es sind nicht nur die Campingfahrzeuge, sondern auch die Ansprüche der Campinggäste. Ein Trend auf den Campingmessen der letzten Jahre war und ist das "Glamping". Da geht es um anspruchsvolles Camping nahe dem Hotelniveau, es geht um entsprechende teure und flächengroße Angebote, die die Campings dafür bereitstellen, weil es dafür eine Nachfrage gibt. Diese Camper bleiben auch für mehr als eine Nacht - zuweilen sind es sogar Feriengäste, die aus der nahen Umegbung kommen (Heimaturlaub, aber sich trotzdem was gönnen). Das Geld für mehr Luxus ist ja in großen Teilen der Bevölkerung vorhanden, zumal der Flug zu den Malediven ja auch noch eingespart wird.