Posted by: wpau
Re: FAHRRADZUKUNFT 30 erschienen! - 11/21/20 06:15 AM
Zu diesem Beitrag wollte ich eigentlich keinen Kommentar abgeben, aber die Lagersichtweise stört mich nun aber doch.
2018 dachte ich auch noch so und war erstaunt, wie schnell das Pedelec den Fahrradbereich durchdrang. Bis dahin konnte ich der Verlockung auf meinen Reisen widerstehen.
Leider, oder zum Glück, hatte ich bei meiner Portugalreise im November einen dummen Unfall. Zu schnell kam ich aus einem sandigen Weg auf eine asphaltierte Straße und stürzte. Dank Helm (auch so ein schwieriges Diskussionsthema) waren es nur großflächige Schürfwunden und eine Hüftprellung.
Die genähten Wunden im Gesicht verheilten schnell, aber die Prellung blieb. Es folgte im Januar 2019 eine MRT Untersuchung und dort stellte der Arzt fest, das ich einen Knochentumor an der Hüfte habe. Weitere Untersuchungen zeigten, das es ein durch die Prostata verursachtes Knochenkarzinom war.
Mein Urologe riet mir von einer Operation der Prostata und einer Behandlung mit einer Chemo Therapie ab. Als Ersatzbehandlung gibt es nur monatlich Firmagon als Spritze und Zytiga täglich als Tablette. Der Testosteron Entzug entfernte mein sexuelles Verlangen, aber meine Sehnsucht nach Radreisen nicht.
Ende März konnte ich schon wieder ohne Gehhilfen laufen und wollte es mit dem Radfahren versuchen. Leider hat dieser Krebs anscheinend meinen Gleichgewichtssinn durcheinander gebracht und um an einer Operation vorbei zu kommen, riet mir mein Urologe zu einem Liege- oder Liegedreirad. Wegen der Gleichgewichtsprobleme wurde es dann ein Liegedreirad mit E-Motor Unterstützung.
Die lange Bewegungsunfähigkeit haben meine Beine wieder schlank und schlaff gemacht. Die ersten Wochen mit dem Rad schaffte ich nicht einmal die 40 m Höhenunterschied von zuhause ohne volle Motorunterstützung und 12 km/h den Hügel zu überwinden.
Aufgeben kenne ich nicht und langsam kam die Kraft in den Beinen zurück. Im Juni versuchte ich eine 2-tägige Tour mit Übernachtung und kämpfte mich durch das bergische Land. Dank E-Unterstützung schaffte ich die Steigungen, benötigte aber am Ende der Kraftanstrengung erst einmal ein Pause.
Kraftanstrengung im bergischen Land? Die "Hügel" schaffte ich vorher mit links, wie man so sagt.
Es wurde weiter fleißig trainiert und im Herbst eine 4-tägige Eifeltour angegangen. Es ging schon besser, aber an den größeren Hügeln bemerkte ich schnell meine Grenzen.
Dieses Jahr verläuft schon besser und eine 450 km Tour durch das Sauerland verliefen im Juni problemlos.
Nun hoffe ich auf das Ender der Corona Krise und freue mich schon auf eine Tour im Hebst 2021 nach Portugal.
Pedelec Fahrer werden immer mehr, das stimmt. Wenn ich aber hier bei mir im Naherholungsgebiet beobachte, das es nun durch Corona und Lockdown eine neue Bereitschaft für das Radfahren gibt, verstehe ich die höhere Pedelec Rate.
Urlaubausfall erhöht die finanzielle Grenze bei einem Rad Kauf und viele der Radfahrer gehören den älteren Semestern an. Ebenso wird lange sportliche Abstinenz durch Beruf und Familie die Bereitschaft zu einem Pedelec Kauf erhöht haben.
Bis vor einigen Jahren war ich oftmals alleine mit einem Rad auf meinem Arbeitsweg von 9 km.
Seht es mal positiv, das das Pedelec vielen dazu verhilft, überhaupt wieder Spaß am Radfahren zu haben.
2018 dachte ich auch noch so und war erstaunt, wie schnell das Pedelec den Fahrradbereich durchdrang. Bis dahin konnte ich der Verlockung auf meinen Reisen widerstehen.
Leider, oder zum Glück, hatte ich bei meiner Portugalreise im November einen dummen Unfall. Zu schnell kam ich aus einem sandigen Weg auf eine asphaltierte Straße und stürzte. Dank Helm (auch so ein schwieriges Diskussionsthema) waren es nur großflächige Schürfwunden und eine Hüftprellung.
Die genähten Wunden im Gesicht verheilten schnell, aber die Prellung blieb. Es folgte im Januar 2019 eine MRT Untersuchung und dort stellte der Arzt fest, das ich einen Knochentumor an der Hüfte habe. Weitere Untersuchungen zeigten, das es ein durch die Prostata verursachtes Knochenkarzinom war.
Mein Urologe riet mir von einer Operation der Prostata und einer Behandlung mit einer Chemo Therapie ab. Als Ersatzbehandlung gibt es nur monatlich Firmagon als Spritze und Zytiga täglich als Tablette. Der Testosteron Entzug entfernte mein sexuelles Verlangen, aber meine Sehnsucht nach Radreisen nicht.
Ende März konnte ich schon wieder ohne Gehhilfen laufen und wollte es mit dem Radfahren versuchen. Leider hat dieser Krebs anscheinend meinen Gleichgewichtssinn durcheinander gebracht und um an einer Operation vorbei zu kommen, riet mir mein Urologe zu einem Liege- oder Liegedreirad. Wegen der Gleichgewichtsprobleme wurde es dann ein Liegedreirad mit E-Motor Unterstützung.
Die lange Bewegungsunfähigkeit haben meine Beine wieder schlank und schlaff gemacht. Die ersten Wochen mit dem Rad schaffte ich nicht einmal die 40 m Höhenunterschied von zuhause ohne volle Motorunterstützung und 12 km/h den Hügel zu überwinden.
Aufgeben kenne ich nicht und langsam kam die Kraft in den Beinen zurück. Im Juni versuchte ich eine 2-tägige Tour mit Übernachtung und kämpfte mich durch das bergische Land. Dank E-Unterstützung schaffte ich die Steigungen, benötigte aber am Ende der Kraftanstrengung erst einmal ein Pause.
Kraftanstrengung im bergischen Land? Die "Hügel" schaffte ich vorher mit links, wie man so sagt.
Es wurde weiter fleißig trainiert und im Herbst eine 4-tägige Eifeltour angegangen. Es ging schon besser, aber an den größeren Hügeln bemerkte ich schnell meine Grenzen.
Dieses Jahr verläuft schon besser und eine 450 km Tour durch das Sauerland verliefen im Juni problemlos.
Nun hoffe ich auf das Ender der Corona Krise und freue mich schon auf eine Tour im Hebst 2021 nach Portugal.
Pedelec Fahrer werden immer mehr, das stimmt. Wenn ich aber hier bei mir im Naherholungsgebiet beobachte, das es nun durch Corona und Lockdown eine neue Bereitschaft für das Radfahren gibt, verstehe ich die höhere Pedelec Rate.
Urlaubausfall erhöht die finanzielle Grenze bei einem Rad Kauf und viele der Radfahrer gehören den älteren Semestern an. Ebenso wird lange sportliche Abstinenz durch Beruf und Familie die Bereitschaft zu einem Pedelec Kauf erhöht haben.
Bis vor einigen Jahren war ich oftmals alleine mit einem Rad auf meinem Arbeitsweg von 9 km.
Seht es mal positiv, das das Pedelec vielen dazu verhilft, überhaupt wieder Spaß am Radfahren zu haben.