Posted by: redfalo
Re: Liegerad schieben? - 12/22/16 08:39 AM
Ich bin ein paar Jahre lang einen HP Velotechnik Grashopper fx mit Untenlenker gefahren. Das Schieben, auch mit vollem Camping-Gepäck, war dabei kein wirkliches Problem. Da das Rad gut untersetzt war -mein Rad hatte eine Rohloff, und ich hatte vorne ein zweites, kleines Kettenblatt für größere Berggängigkeit montiert, plus Umwerfer - bin ich jede Rampe hochgekommen. Die weiter oben genannte Theorie, man brauche auf der Liege eine höhere Mindestgeschwindigkeit, stimmt zumindest für den Grashopper nicht. Ich konnte relativ problemlos 3 km/h fahren, während beim Up bei 4.5 km/h Schluss ist.
Ich bin trotzdem nach 2 Jahren und 7000km auf dem Grashopper trotzdem wieder komplett auf Up umgestiegen, und habe die Liege wieder verkauft. Hauptgrund war, dass ich Steigungen wesentlich anstrengender fand als auf dem up, ich war deutlich langsamer. Meine Frau hat sich gefreut, weil sie am Berg das erste Mal schneller war als ich, aber vor allem bei Fahrten in der Gruppe war es einfach nervig, immer der letzte zu sein. Und ich mache bis heute viele Gruppen-Fahrten - wenn dort Liegeradler dabei sind, sind sie am Berg immer unter den Schlusslichtern.
Das hatte mehrere Gründe - konstruktive Nachteile der Liege (du kannst nicht aus dem Sattel, um andere Muskelgruppen zu benutzen) sind nur ein Aspekt. Hinzu kam bei mir, dass ich die Liege im Alltag zu wenig gefahren bin (ungeeignet für den Londoner Stadtverkehr, wo man sich in der Regel die Straße mit Autos teilen muss), daher zu wenig Training der Liegerad-Muskeln. Und der Grashopper ist ein vergleichsweise schweres Liegerad, vor allem in der Komplettausstattung mit Scheibenbremsen, Rohloff, SON und 2 Gepäckträgern (hatte ich gebraucht gekauft).
Gestört hat mich an der Liege auch das aufwendigere Handling. Selbst der faltbare Grashopper ist im Vergleich zum Up ziemlich unhandlich.
Als Alternative zum Liegerad habe ich in einen professionellen Bike Fit investiert und finde heute ein richtig gut eingestelltes Up selbst auf langen Brevets sehr komfortabel.
Ich würde daher Liegerad-Novizen einen Gebraucht-Kauf empfehlen. Dann kann man ohne großes Risiko die Sache ausprobieren. Ich habe den Grashopper nach 2 Jahren ohne großen Verlust weiterverkauft - die Dinger sind sehr wertstabil.
Ich bin trotzdem nach 2 Jahren und 7000km auf dem Grashopper trotzdem wieder komplett auf Up umgestiegen, und habe die Liege wieder verkauft. Hauptgrund war, dass ich Steigungen wesentlich anstrengender fand als auf dem up, ich war deutlich langsamer. Meine Frau hat sich gefreut, weil sie am Berg das erste Mal schneller war als ich, aber vor allem bei Fahrten in der Gruppe war es einfach nervig, immer der letzte zu sein. Und ich mache bis heute viele Gruppen-Fahrten - wenn dort Liegeradler dabei sind, sind sie am Berg immer unter den Schlusslichtern.
Das hatte mehrere Gründe - konstruktive Nachteile der Liege (du kannst nicht aus dem Sattel, um andere Muskelgruppen zu benutzen) sind nur ein Aspekt. Hinzu kam bei mir, dass ich die Liege im Alltag zu wenig gefahren bin (ungeeignet für den Londoner Stadtverkehr, wo man sich in der Regel die Straße mit Autos teilen muss), daher zu wenig Training der Liegerad-Muskeln. Und der Grashopper ist ein vergleichsweise schweres Liegerad, vor allem in der Komplettausstattung mit Scheibenbremsen, Rohloff, SON und 2 Gepäckträgern (hatte ich gebraucht gekauft).
Gestört hat mich an der Liege auch das aufwendigere Handling. Selbst der faltbare Grashopper ist im Vergleich zum Up ziemlich unhandlich.
Als Alternative zum Liegerad habe ich in einen professionellen Bike Fit investiert und finde heute ein richtig gut eingestelltes Up selbst auf langen Brevets sehr komfortabel.
Ich würde daher Liegerad-Novizen einen Gebraucht-Kauf empfehlen. Dann kann man ohne großes Risiko die Sache ausprobieren. Ich habe den Grashopper nach 2 Jahren ohne großen Verlust weiterverkauft - die Dinger sind sehr wertstabil.