Re: Lebensgefahr, aber nur ab 25 km/h

Posted by: danielr

Re: Lebensgefahr, aber nur ab 25 km/h - 10/25/04 09:37 PM

In Antwort auf: Barfußschlumpf

Habe mal gelesen, es gibt Leute, die abschüssige Bergstraßen ohne zu bremsen mit 70 Kilometerchen runterrasen.
Kann es sein, daß sie es selbst gewollt haben, wenn sie liegen?


Man kommt wohl nicht umhin, ein gewisses Restrisiko in Kauf zu nehmen. Ich habe da ja auch schon meine Erfahrung sammeln dürfen. Trotzdem fahre ich gelegentlich auch mal 70 km/h und habe bei längeren Runden eigentlich immer irgendeinen Abschnitt dabei, wo es mit mindestens 40 km/h vorangeht.

Das "technische Risiko" bezogen auf das eigene Fahrrad und Reaktion auf den Fahrbahnbelag steigt eigentlich gar nicht so stark an, wohl aber die Folgen jeglicher Fahrfehler (Abgang/Kollision = fast zwangsläufig ernstere Verletzungen). Bzgl. des Begehens von Fahrfehlern dürften sich aber wiederum die Grundprobleme identisch mit denen von Autofahrern sein. Und da werden deutlich höhere Geschwindigkeiten als völlig normal hingenommen.

Was mich bezüglich Alleinunfälle erschreckt sind die MTBler. Ich blättere mich gelegentlich durch www.mtb-news.de, das ist eine MTB-Community mit irgendwas um die 33 Tsd. reigstrierten Usern, hoher Anteil Jugendlicher. Über die Zeit bin ich allein dort auf drei Meldungen gestoßen, in denen vom Tod eines MTB-Kumpels berichtet wurde. Sturz bei Downhill auf Müllhalde usw. Überhaupt findet man dort im Forum sehr viele Unfallbekundungen. Wenn man die 3 Toten mit 33 Tsd. Usern korreliert könnte man in einer Milchmädchenrechnung zu dem Ergebnis kommen, daß Mountainbiking per se eine Todesrate von 1:11000 hat. Das ist - wieder Milchmädchen - erheblich mehr als die Gesamtzahl Todesfälle mal Alleinunfallquote durch Gesamtzahl Radfahrer in DE.

Es scheint also deutlich gefährlichere Dinge zu geben, als (auf Straßen) schnell von Bergen herunterzufahren...

Daniel