Re: Strecke vs. Höhenmeter

Posted by: veloträumer

Re: Strecke vs. Höhenmeter - 10/26/15 05:27 PM

Ich hänge das mal hier dran, damit man sieht, was man noch beachten muss und warum Mathematik hier brotlose Kunst bedeutet:
  • In bergiger Regionen durchfährt man eher kleinere Orte, Dörfer als in Flachregionen. Große Städte halten aber auf. Das kann sich wieder umkehren, weil in der Ebene mehr Alternativen bestehen, also ggf. Radwege ohne Ortsquerungen.
  • In Bergregionen ist die Orientierung einfacher, im Flachen muss man mehr auf Wegweiser achten. Das braucht Zeit. GPS-optiomiert natürlich kein Problem mehr... ? verwirrt
  • Winde sind im Flachland stärker als im Bergregionen (näherungsweise, nicht immer). Das bedeutet bei günstigen Winden einen relativen zusätzlichen Vorteil, bei Gegenwind aber einen zusätzlichen Nachteil.
  • In den Bergen stauen sich die Wolken häufiger - es kann daher oft besser abregnen. Das könnte zu Fahrtunterbrechungen oder Abbruch führen. In der Ebene klart es eher häufiger auf, ist die Witterung gemäßigter.
  • Ist es flach und niedrig, wird es im Sommer dort heißer als in den Bergen. Die physische Leistungsfähigkeit bleibt daher in den Bergen besser erhalten, auch die Wasserversorgung ist besser, ohne dass man einkehren muss.
  • Auf Radreisen nicht unerheblich, weil schon erlebt: Es gibt eine Mückengrenze. Bewegt sich im Flachen und unten durch Mückengebiete, kann das empfindliche Störungen verursachen, die in den Bergen herausfallen. Natürlich gibt es in den Bergen mehr Kuh- und Ziegenverkehr. grins
  • Fährt man echte Gebirgsstraßen, gilt es die Qualität und die Kurvenführung der Straßen einzubeziehen (auch wenn Asphalt). Ich kenne eine Fülle von Asphaltstraßen, auf denen trotz (oder gerade deswegen) starkem Gefälle keine typischen Abfahrtsgeschwindigkeiten möglich sind. Dann bekommt die Bergroute einen zusätzlichen Nachteil.
  • Unerwartete Straßensperrungen können in den Bergen weite Umwege bedeuten, im Flachen weniger. Das ist bei einer Prognose für die Fahrzeit mindestens mit einzubeziehen.
  • Im Flachen bestehen mehr Möglichkeiten, ein notwendige Streckenkürzung per Bahn zu überbrücken, in den Bergen ist diese Alternative geringer ausgeprägt. Das verändert die Perspektive, wie gut man das Ziel erreichen kann, wenn mal was schief geht. Ähnliches gilt für Radservice an der Strecke. Bei wichtigen Radrouten könne die Berge dann aber wieder einen Vorteil bieten - ist aber ein Spezialfall.
  • In den Bergen ist man dem Himmel näher, das könnte bei Gott helfen seine Schäflein schneller zu erreichen. Dafür muss man aber wieder beten - das dauert. lach